Industriemuseum Lohne lädt zum Tag der offenen Sammlung ein
Am Sonntag (15. Mai) öffnet das Magazin seine Tore. Es gibt Kaffee und Kuchen. Einige der alten Maschinen können im Betrieb bestaunt werden.
Fenja Hahn | 11.05.2022
Am Sonntag (15. Mai) öffnet das Magazin seine Tore. Es gibt Kaffee und Kuchen. Einige der alten Maschinen können im Betrieb bestaunt werden.
Fenja Hahn | 11.05.2022

Was ist das? Ulrike Hagemeier und Benno Dräger wissen es bereits. Interessierte können die Maschine am Sonntag in Betrieb sehen. Foto: Hahn
Nach 2-jähriger Corona-Pause lädt das Industriemuseum Lohne für Sonntag (15. Mai) in sein Magazin ein. Dort findet von 14 bis 18 Uhr der „Tag der offenen Sammlung“ anlässlich des Internationalen Museumstags statt. Besucher können in der Halle am Südring 22 (vom Kreisel Dinklager Straße aus gesehen liegt sie an der dritten Ausfahrt auf der linken Seite) einen Blick hinter die Kulissen eines Museums werfen. Zudem gibt das Team für Inventarisierung und Restaurierung Auskunft und führt alte Maschinen vor. Auch für Kaffee und Kuchen ist gesorgt. "Das ist eigentlich der Kern des Museums", sagt Benno Dräger, ehrenamtlicher Museumsleiter und Vorsitzender des Trägervereins, mit Blick auf die mit Exponaten gefüllte etwa 1500 Quadratmeter große Halle. Größere und kleinere Maschinen, Geräte und viel Kleinmaterial warten hier auf ihren Einsatz. Allein 70 Maschinen aus der Korkindustrie machen die Sammlung selbst einzigartig. "In den letzten 2 Jahren ist auch einiges dazugekommen", verrät die Leiterin des Industriemuseums, Ulrike Hagemeier. 2003 wurde das Depot eröffnet, neu ist unter anderem ein Bagger, der früher zur Torfgewinnung genutzt wurde. „Es geht um die Lebensgeschichte des Exponats.“ 18 Ehrenamtliche sorgen dafür, die verwahrten Objekte wieder in Funktion zu setzen und den Überblick über die vielen Zeugnisse von unschätzbarem Wert zu behalten, berichtet Dräger. Bei der Inventarisierung sei die Recherche wichtig. "Es geht um die Lebensgeschichte des Exponats", erklärt der Vorsitzende. Die spannenden Geschichten hinter den Objekten lassen sich erahnen. Auf einem der durchnummerierten Stellplätze ist eine der ersten Laternen von Lohne zu entdecken; ein paar Meter weiter steht eine Bettfedernfüllmaschine. Zum Teil kann munter geraten werden, welche Funktion die alten Maschinen wohl erfüllen sollten. Am Sonntag kann unter anderem eine Wickelmaschine für Zigarrendeckblätter direkt in Betrieb bestaunt werden. Die Besucher können zudem jetzt schon Ausstellungsstücke aus den 50er- und 60er-Jahren sehen, die erst im Herbst für eine Sonderausstellung in das Industriemuseum ziehen. Dräger sagt: "Das Museum ist das industrielle Gedächtnis der Region. Die Firmen müssen nach vorne schauen und wir verwahren die Geschichte." Das Magazin samt Sammlung sei überhaupt erst die Grundlage für die Museumsarbeit, betont Hagemeier. Deswegen hofft das Duo, dass es den Besuchern genauso viel Freude macht, durch die Gänge mit Objekten zu schlendern, wie ihnen.
Sammlung bildet Grundlage für Museumsarbeit
Danke, OM für 10.000 Digital-Abos! Lesen Sie jetzt OM-Plus ein Jahr lang für nur 8,99€ / Monat und sparen Sie so bis zu 40%. Hier geht es zum Angebot.