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"Incontro" – Die Ausstellung ist bis zum 21. Mai in Lindern zu sehen

Künstler wie Pino Polimeno und Yves Rasche zeigen noch ihre Werke. Zudem sind weitere Events geplant.

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Freude über eine die Besucher beeindruckende Ausstellung: (von links) Doris Ostendorf, Vorstandsmitglied Jutta Gerdes, Yves Rasche, Pino Polimeno, Vorstandsmitglied Stefan Schute und Anke Ibe. Foto: Siemer

Freude über eine die Besucher beeindruckende Ausstellung: (von links) Doris Ostendorf, Vorstandsmitglied Jutta Gerdes, Yves Rasche, Pino Polimeno, Vorstandsmitglied Stefan Schute und Anke Ibe. Foto: Siemer

Zufrieden mit der Eröffnung ihrer Frühjahrsausstellung zeigten sich die Verantwortlichen des Kunst- und Kulturvereins Lindern. Vor allem die Reaktionen der vielen Besucher auf die unterschiedlichen Arbeiten von Anke Ibe, Pino Polimeno und Yves Rasche erfreuten sie. „Wir hatten ein tolles, kunstinteressiertes Publikum, die Eröffnung hat großen Spaß gemacht“, freut sich Anna Glowienka-Grüßing, die die Schau mit Jutta Gerades organisiert hatte.

Die Verantwortlichen haben die bis zum 21. Mai (Sonntag) im Heimathaus am Marktplatz dauernde Ausstellung unter den Titel „Incontro“ gestellt. Das Wort aus dem Italienischen bedeutet so viel wie „Begegnen“. Aber auch „Zusammentreffen“. Sowohl im harmonischen Sinne, wie auch im Zusammenbringen von Gegensätzlichem, erklärt Glowienka-Grüßing.

Pino Polimeno erzählt über Wächter der Moral

Auch Doris Ostendorf aus Cloppenburg, die ehemalige Leiterin der Volkshochschule, zeigte sich in ihrer Einführung beeindruckt von der Qualität, der Vielfalt und der Präsentation der Arbeiten im Heimathaus. Sie hatte sich unter anderem mit Werkstattbesuchen und Gesprächen mit den Künstlern auf ihren Auftritt auf der Vernissage vorbereitet. Nach ihrer Einführung folgte ein kleines Gespräch mit den drei Kreativen, in dem sie Gelegenheit erhielten, selbst ihre künstlerische Entwicklung und die präsentierten Arbeiten zu erklären.

Pino Polimeno, der aus der italienischen Provinz Kalabrien stammende Maler und Objektkünstler, sei ein wahrer Geschichtenerzähler, der mit zahlreichen kleinen Kästen die Ausstellung bestückt: Alte Türen, morbide Räume und zerfallene bunte Schuppen, in denen die Geschichten der alten Bewohner aufbewahrt werden, so Ostendorf. Bunt und lebendig seien sie. Wenn man sie anschaue, sehe man direkt den Künstler bei der Arbeit, wie er schneide, klebe, montiere, male und zuletzt das Licht installiere. Er erzähle von den Wächtern der Moral, alten Fischerhütten und der Alphabetisierung alter Menschen im Italien der 70er Jahre. Das habe etwas ungemein Spielerisches und Leichtes. „Es sind kleine, feine Kunstwerke mit deutlichen Kontrastaussagen zu unserem Lebensüberfluss mit den modernen luxuriösen Räumen“, befindet Ostendorf.

Anke Ibe lebt seit mehr als 20 Jahren in Oldenburg. Ihre Kunst lebt von der Farbe. Denn die Malerin mischt von jeher ihre Eitemperafarben nach sehr alten Rezepten selbst. Die Werke selbst seien abstrakt, ohne Gegenstandsbezug oder wahrnehmbare Bilderzählungen, erklärt Ostendorf. „Das ist immer eine Herausforderung für uns Betrachtende." Die Titel der Bilder seien aber aufschlussreiche Zutaten für alle, die sehen und verstehen wollen.

Sorgte für die musikalischen Akzente: Günter Krause mit seiner klassischen Gitarre. Foto: SiemerSorgte für die musikalischen Akzente: Günter Krause mit seiner klassischen Gitarre. Foto: Siemer

Zum diesjährigen „Incontro“, der besonderen Begegnung, gehört ebenso der Hamburger Bildhauer Yves Rasche, der in Lindern etliche seiner Holzarbeiten unter dem Motto „Denken in Holz“ zeigt.

Seit 2005 hat er sich durch die Teilnahme an Dutzenden internationalen Symposien und Ausstellungen einen Namen gemacht. "Ich war sofort gefangen von der Schönheit seiner Objekte im Raum und den in ihnen steckenden Themen und Phänomenen", schwärmt Ostendorf. Die Titel – Ballett, Balance, von der Freude zu tanzen, Schmetterling, Umarmung – seien schlicht, aber einleuchtend. 

Präsentation wird von mehreren Events begleitet

„Jede meiner Skulpturen ist für mich Ausdruck und Hülle von Gesehenem und Erlebtem. Jede hat ihre eigene innere Spannung, Form gewordene, geistige Begegnung“, erklärt Rasche.

Ergänzt wird die Ausstellung um weitere Veranstaltungen, in denen einer oder alle drei Künstler ihre Werke erläutern. Zum Auftakt findet am Freitag (28. April) im Heimathaus ab 19.30 Uhr ein Abend mit Pino Polimeno statt. Unter dem Titel „Durch die Tür, verlassene Räume“ erläutert der Maler und Objektkünstler seine Arbeiten und erzählt von seiner Heimat Kalabrien.

Im „Künstlercafe“, am 7. Mai (Sonntag) an gleicher Stelle sind ab 15 Uhr Anke Ibe, Pino Polimeno und Yves Rasche zu Gast und erläutern ihre Arbeiten und diskutieren mit den Gästen. An drei Sonntagen, 30. April sowie 7. und 14. Mai, lädt der Verein ab 16.30 Uhr zum Spätshoppen bei Wein und Musik ein.

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