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Henrik Freischlader und Band begeistern Cloppenburg mit Blues-Rock-Konzert

Das Konzert am Freitagabend war restlos ausverkauft. Die Musik zeugte von atemberaubenden Improvisationen und exzellenter Spielfreude.

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Abwechslungsreich präsentierte sich Henrik Freischlader (links) mit Hardy Fischötter an den Drums im Cloppenburger Kulturbahnhof. Foto: Heidkamp

Abwechslungsreich präsentierte sich Henrik Freischlader (links) mit Hardy Fischötter an den Drums im Cloppenburger Kulturbahnhof. Foto: Heidkamp

Henrik Freischlader gehört zur Spitze der internationalen Blues-Rockszene. Der gebürtige Kölner wird weltweit zu den größten Gitarristen in der Szene gezählt, die der Blues in den letzten Jahren hervorgebracht hat. Für die Cloppenburger Jazz- und Bluesfreunde war es daher nicht nur ein Erfolg, den 41-Jährigen und seine Band für ein Konzert im Cloppenburger Kulturbahnhof verpflichtet zu haben. Denn es war gleichzeitig auch der Auftakt für die Deutschlandtournee unter dem Titel „Bring back the Time“.

Kein Wunder, dass die Veranstaltung am Freitagabend (30. Juni) restlos ausverkauft war. „Ich habe das Griffbrett meiner Gitarre extra mit Lemon oil eingerieben. Nur für euch“, erzählte Freischlader nach dem ersten Song „Business Straight“, während das Publikum, nach dem über 6 Minuten dauernden Opener noch begeistert applaudierte. Freischlader, der von BB King, Rory Gallagher, Gary Moore, Jimi Hendrix und Stevie Ray Vaughan inspiriert wurde, brillierte mit einer Kombination aus hochvirtuosen Gitarrenspiel und seiner volltönenden, rauen Stimme.

Das Konzert mit vielen Titeln aus seiner neuen CD eint seine Leidenschaft für groovigen Blues-Rock, atemberaubenden Improvisationen und exzellenter Spielfreude, die sich von Beginn an auf das begeisterte Publikum übertrug. Handgemachte Musik mit Seele, Blues und Soul, die für die Cloppenburger Bluesgemeinde vor allem eines bedeutete: Perfekter Groove und sich dabei entspannt zurücklehnen.

Band hat viele Stücke besonders lange gespielt

Lässig klingenden rockenden, souligen Blues setzten Henrik Freischlader (Gitarre), Armin Alic (Bass), Hardy Fischötter (Drums) und Moritz Fuhrhop (Hammond-Orgel) riffigen Bluesrock mit ruhigeren Phasen entgegen. Freischladers Gitarrenspiel glich dabei wie eine Turnübung seiner Finger, die nur so über die Saiten flogen. Erinnerungen an Jimi Hendrix gab es mit dem ausgezeichnet interpretierten „Foxy Lady“, während die Zugabe „Desert Love“ eher nachdenklich daherkam. Überzeugend dabei: Armin Alic mit seinem Bass.

Die Band scheint sich in Cloppenburg richtig wohlgefühlt zu haben. Sie spielten einige Stücke fast doppelt so lang wie im Original. Für Heribert Magh war dies allerdings kein Problem. „Die Jungs haben richtig Dampf drauf. Genau wie Live-Musik sein soll“, schwärmte Magh von den Jazz- und Bluesfreunden. Seit seiner frühen Jugend sitzt er selbst begeistert am Schlagzeug und war vom Drummer Hardy Fischötter fasziniert. „So gut zu spielen, das ist wirklich schon absolute Extraklasse!“, sagte der Cloppenburger während des Konzertes.

Am 26. August steht mit dem Auftritt vom Jazzkombinat Hamburg das nächste musikalische Highlight auf dem Programm. Die Band steht stellvertretend für die pulsierende Generation jungen JazzmusikerInnen in Hamburg. Karten sind bei der Buchhandlung Terwelp oder online unter https://www.ticketmaster.de erhältlich.

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