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Erfolgreiche Sommer-Open-Air-Konzerte der Musikschule Romberg

"Rock Fire Up" und "Baroque et Beaujolais" ziehen wieder zahlreiche Besucher nach Dinklage. Zudem wurde an beiden Abenden für die Flutopfer in NRW gesammelt.

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Tolle Stimmen sorgen für Gänsehautfeeling: Petra Fangmann (links) und Mailin Krone (rechts) singen "Cover me in sunshine". Foto: Heinzel

Tolle Stimmen sorgen für Gänsehautfeeling: Petra Fangmann (links) und Mailin Krone (rechts) singen "Cover me in sunshine". Foto: Heinzel

Es wehte ein Hauch von Hollywood vor der Musikschule Romberg, als die markanten Töne der Filmmusik zu „Pulp Fiction“ erklangen. Zwar gab es nach der Eröffnung keinen Twist mit John Travolta und Uma Thurman, dafür aber den entsprechenden Song – Chuck Berrys „You never can tell“. Mit „Johnny B Goode“ beschlossen die „Wave Monkeys“ dann ihren fulminanten Auftakt für das Konzert „Rock Fire Up“. Es war der erste von 2 Konzertabenden im Schatten der St.-Catharina-Kirche in Dinklage. Musikschulleiter Konrad Hartong meinte, die Konzerte hätten sie „letztes Jahr mit viel Erfolg und Spaß gemacht.“

Am 2. Abend hieß es „Baroque et Beaujolais“. Neben der fantastischen Musik gab es in den 4 Pausen eine kleine Weinverkostung, welche von Robert Bücker charmant und souverän angeleitet wurde. Musikalisch ganz unterschiedlich hatten die beiden Konzerte vor allem ein begeistertes Publikum und viel Applaus für die Künstler als Gemeinsamkeit. Darüber hinaus hatten sich die Organisatoren von der Musikschule Romberg spontan dazu entschieden, gemeinsam mit der örtlichen VR-Bank eine Spendenaktion zugunsten der NRW-Flutopfer durchzuführen. Das Ergebnis der Aktion soll in den kommenden Tagen bekannt gegeben werden.

Musik aus Pulp Fiction und von Eric Clapton, The Police, Pink und KT Tunstall sorgt für Begeisterung

Bei „Rock Fire Up“ wurde teilweise mitgesungen, mitgeklatscht und viele Füße wippten im Takt der Musik mit. Es war ein gut zusammengestelltes Programm. Nach den Klängen aus „Pulp Fiction“ ging es lyrischer zu. Thomas Hemken spielte seine eigenen Kreationen „Die Mitte in Dir“ und „Jetzt, bist Du da“. Anschließend erklangen die Töne von „Lay Down Sally“. Damit läuteten Peter Reckzeh, Mario Hielscher, Maximillian Kühnel und Heere Junker samt Tochter Luzia eine Reihe von Eric-Clapton-Songs ein. „Leila“ und „Cocaine“ folgten, bevor es mit einem Coversong über „Mord und Totschlag“, so Heere Junker, weiterging. Bob Marleys „I shot the Sheriff“ in Claptons Version sorgte für ein kurzes Reggaefeeling. Danach trat die zum Vorjahr um die Hälfte geschrumpfte Band „Fathers and Daughters“ auf. Wie 2020 konnte sie die Zuhörer begeistern. Heere und Luzia Junker trugen Larkin Poes Version von „Come on in my kitchen“ und KT Tunstalls „Black Horse and the Cherry Tree“ vor. Petra Fangmann und Mailin Krone sorgten mit Pinks „Cover me in sunshine“ für Gänsehautfeeling.

Anke Nienaber spielt Ian Clarkes Touching the Ether
Heinzel
Rock Fire Up begeisterte das Publikum
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Luzia und Heere Junker, Peter Reckzeh, Maximillian Kühnel und Mario Hielscher spielen Songs von Eric Clapton.
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Peter Reckzeh am Cello
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Kaum ein Stuhl blieb frei am Samstag Abend während des Konzertes Rock Fire Up
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Thomas Hemken singt zwei selbst komponierte Lieder
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Luzia Junker präsentiert zusammen mit Vater Heere Larkin Poes Caver Come on in my kitchen und KT Tunstalles Black Horse and the Cherry Tree.
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Griminellis Lament: Das Stück von Ian Anderson, dem Flötisten von Jethro Tull kommt beim Publikum gut an
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Ralf Neumann singt die Songs von The Police
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Franz-Josef Seelhorst ist der Dritte im Bunde der The Police Coverband.
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Mario Hielscher (vorne) und Franz-Josef Seelhorst sind auch Teil der Romberg All Stars
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Christian Aumann spielt die Corona Virus Etüde und eröffnet damit das Konzert Baroque et Beaujolais
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Frederike Küppermann, Anna Reckzeh, Susanna Zarella Cavallero und Jonathan Reischel spielen das Streichquartett a-moll von Felix Mendelssohn-Bartholdy. 
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Robert Bücker gab einen Einblick in die Welt des Weines in den vier Pausen während des Konzertes Baroque et Beaujolais.
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Der Streicherkreis spielt Wolfgang Amadeus Mozart und einen Tango Verona.
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Eine aufmerksame und gespannte Stille herrschte auch während der Pausen.
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Zu Jose van den Dunjens Tango Verona gab es auch eine kleine Tanzeinlage
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Sebastian Meyer beeindruckte mit Johann Sebastian Bachs Präludium aus der Suite Nr. 6 für Violoncello solo
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Und die musikalische Reise durch unterschiedliche Genres setzte Konrad Hartong mit „Griminellis Lament“ von Ian Anderson fort. Der Flötist von Jethro Tull habe damit ein faszinierendes Stück für Andrea Griminelli geschrieben. Den Part von Griminelli spielte Claudia Hagedorn, während Hartong den von Ian Anderson übernahm. Anschließend bildeten Ralf Neumann, Heere Junker und Franz-Josef Seelhorst eine „The Police“-Coverband und spielten „Every breath you take“, „Walkin on the Moon“, „Roxanne“, „Message in a bottle“ und eine ganz besondere Version von „Englishman in New York“. Das Besondere war, dass Heere Junker Ottos „Friesenjung“ und Ralf Neumann das Original sangen und so ein Medley aus Original und deutscher Version entstand.

Den gefeierten Abschluss bildeten die „Romberg All Stars“. Sie begeisterten die Anwesenden mit Totos „Hold the Line“, Journeys „Don't stop believin“, den „Sultans of Swing“ von den Dire Straits, Lynyrd Skynyrds „Sweet Home Alabama“ und dann als vorläufig letztes Stück des Abends „Hotel California“. Die Zuhörer brachen danach in spontane Zugabe-Rufe aus. Und wurden erhört. Die Romberg All Stars spielten „Sweet Home Chicago“. Es war ein herrlicher Ausklang eines musikalischen Feuerwerks vor der Musikschule, was die Rufe „Noch einen, noch einen“ aus den hinteren Reihen unterstrich.

Eine "Corona-Virus-Etüde" als Sketch

Mit einem kleinen Sketch startete der „Klassik“-Abend „Baroque et Beaujolais“. Christian Aumann spielte am Klavier die „Corona-Virus-Etüde“. Der Clou dabei, er desinfizierte und säuberte mittels Reinigungstüchern sein Klavier und die dadurch entstehenden Töne bildeten die Etüde. „Wir haben das Stück monatelang gehört“, meinte Konrad Hartong mit Blick auf die zurückliegende Zeit. Danach ging es mit dem Jazz-Stück „Take 5“ weiter, bevor es mit Felix Mendelssohn-Bartholdys „Streichquartett A-Moll“ klassischer wurde. Im Laufe des Abends wurden auch Stücke von Wolfgang Amadeus Mozart und Johann Sebastian Bach vorgetragen. Letzterer von Sebastian Meyer mit einem beeindruckenden Cello-Solo.

Eine Fortsetzung in 2022 ist möglich

Aber besonders faszinierend waren beispielsweise die beiden Stücke des Komponisten Ian Clarke. Bei dem Flöten-Quartett „Walk like this“ gab Konrad Hartong den Takt vor und Anna-Lena Sieve, Anke Nienaber und Madita Tepe kamen in Regenstiefeln, Clogs und High Heels auf die Bühne. Es war ein faszinierendes Stück, das die Besucher nicht so schnell vergessen werden. Genau wie das 2. Clarke-Stück „Touching the Ether“. Hier zeigte Anke Nienaber, begleitet von Christian Aumann am Klavier, was mit einer Flöte alles möglich ist. Kompliziert zu spielen, aber genau das mache den Reiz aus, meinte Konrad Hartong dazu. Es war ein Abend, der das Publikum in seinen Bann zog, selbst zwischen den einzelnen Stücken herrschte eine aufmerksame, gespannte Stille. Konrad Hartong wollte eine Fortsetzung dieses Sommer-Open-Airs im nächsten Jahr nicht ausschließen.

Faszinierender Vortrag (v.l.): Madita Tepe, Konrad Hartong, Anna-Lena Sieve und Anke Nienaber spielen Ian Clarkes Walk like this. Foto: HeinzelFaszinierender Vortrag (v.l.): Madita Tepe, Konrad Hartong, Anna-Lena Sieve und Anke Nienaber spielen Ian Clarkes "Walk like this". Foto: Heinzel

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