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Dinklager bringt mit seiner Indie-Band erste Studio-Single raus

MVNTIS singt in "No Hugs" über die Liebe. Christoph Hinxlage spielt bei der Norddeutschen Gruppe Bass und steht an den Syntheziern.

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Sie möchten sich in keine Schublade stecken lassen: Die Band MVNTIS mit (von links) Patrick Albers, Alexander Falke, Samir Sakallah, Kilian Niemann und Christoph Hinxlage. Foto: Bonnie Bartusch

Sie möchten sich in keine Schublade stecken lassen: Die Band MVNTIS mit (von links) Patrick Albers, Alexander Falke, Samir Sakallah, Kilian Niemann und Christoph Hinxlage. Foto: Bonnie Bartusch

Mit der Liebe ist es ja so eine Sache. Es ist ein starkes Gefühl, eine innige Haltung und eine tiefe Verbundenheit mit einer anderen Person.  Häufig ist Liebe aber auch nur einseitig - und verbunden mit Herzschmerz, Tränen und Trauer. Über die Liebe lässt sich viel erzählen schreiben und singen. Weshalb die Liebe bei Musikern auch ein omnipräsentes Thema ist. Die norddeutsche Indie-Rock-Band MVNTIS um den Dinklager Christoph Hinxlage macht da mit ihrer neuen Single  "No Hugs" keine Ausnahme - und verarbeitet in ihrem seit Freitag zu kaufendem Lied die fehlenden Umarmungen, die fehlende Zuneigung, die Emotionen, die ein Bekannter mit dem Thema Liebe erlebt hat.  

"No Hugs" ist indes nicht irgendeine Single, die Bassist Hinxlage mit seinen vier Kumpels aus Oldenburg und Hamburg aufgenommen hat.  Es ist das erste Lied, das die Band in einem Studio aufgenommen. Drei Tage lang nahmen MVNTIS (gesprochen: mæntɪs)  die Single im Ducklake-Studio in Hesel auf. Insgesamt wohl bis zu 70 Stunden Arbeit steckte die Band in das Projekt, vermutet Hinxlage. Produziert wurde das Lied von Daniel Holtz, der bereits mit Bands wie RAZZ, Hurricane Dean und Enno Bunger zusammenarbeitete.

Vom Hip-Hop-Projekt zur Indie-Band

Groß ist dementsprechend die Vorfreude bei Samir Sakallah (Gesang/E-Gitarre), Kilian Niemann (Gesang/Keyboard), Patrick Albers (Gesang/E-Gitarre), Alexander Falke (Drums) und Hinxlage (Bass/Synth), wie der Song jetzt ankommt. Der Dinklager, der über die musikalische Früherziehung an der Musikschule Romberg zu seinem Hobby fand, stellt aber klar: "Wir freuen uns genauso über zehn Leute, die das Lied cool finden, wie über 10.000."

Die fünf Jungs spielten Ende 2016 das erste Mal bei Proben zusammen. Niemann, Albers,  Falke und Sakallah standen zuvor für das Hip-Hop- und Rap-Projekt Luc von Mensing auf der Bühne. 2018 gab's dann die ersten Live-Sessions von MVNTIS, es folgte eine EP mit Livesongs. Jetzt sei es eben an der Zeit für den nächsten Schritt gewesen, sagt Christoph Hinxlage über die Studioaufnahmen. "No Hugs" ist die erste Auskopplung der im Sommer erscheinenden EP. Der Name? „LOVE“. Natürlich. 

Ihren Sound beschreiben MVNTIS als "ehrlich" und "authenthisch", "irgendwas zwischen Indie-Pop und Rock".  Man höre zwar von jeder Band, dass sie sich nicht in irgendeine Schublade stecken lassen möchte. "Bei uns ist aber wirklich so", sagt Hinxlage und lacht.  Die Hip-Hop- und Metal-Einflüsse seien unüberhörbar. Grundsätzlich sagt der 25-Jährige: "Wir haben Bock auf Musik haben, die zielstrebig nach vorne blickt und trotzdem in den Erinnerungen an Vergangenes schwelgen kann."

In den vergangenen Jahren standen die fünf Jungs auf diversen Festivals und in Clubs in Norddeutschland auf der Bühne. Im vergangenen Dezember spielte MVNTIS mit der befreundeten Lohner Band Jacob Fortyhands im Pillhuhn und begeisterte das Publikum.  Doch dann kam Corona. Was die Band auch finanziell spürt.

Keine Gigs, keine Gagen

Denn für die Studionaufnahmen hatte sie viel Geld in die Hand genommen. MVNTIS hatten in den vergangenen Wochen keine Auftritte mehr, die Festivals im Sommer wie Handgemacht in Oldenburg oder Lautfeuer in Lingen sind abgesagt. Die Losung ist klar: keine Gigs, keine Gagen. Existenzgefährdend sei die Situation aber nicht, sagt Hinxlage. "Wir haben zum Glück ein gutes Ökosystem."

Und hauptberuflich betreiben die fünf Kumpels, die von weiteren sechs Freunden im Merchandising, bei Fotos oder in der Pressearbeit unterstützt werden, ihr Hobby ohnehin (noch) nicht. Dies sei natürlich ein Traum. Aber "nur Plan C",  wie Hinxlage klarstellt und schmunzelt. "Wir kennen das Business mittlerweile und sind nicht so naiv zu denken, wir wären irgendwann die Superstars." Es gilt bei allen weiterhin Plan A. Und der bedeutet: Geld mit einem geregelten Job zu verdienen. Bei Hinxlage hat es, na logisch, mit Musik zu tun. Er ist angehender Gymnasiallehrer (Zweitfach: Politik/Wirtschaft) und schreibt gerade seine Masterarbeit. 

Parallel zur beruflichen Laufbahn hofft Hinxlage, der auch Klavier und Schlagzeug spielt, so oft wie möglich auf der Bühne zu stehen.  "Wir sind keine abgezockten Profis. Wir freuen uns jeden Gig - egal, wie groß oder klein."  Ein Programm für rund 60 Minuten können die fünf Jungs bislang mit ihren eigenen Liedern mittlerweile bespielen. Dies geht zur Zeit zwar nur virtuell. Aber immerhin. Am Samstag spielt MVNTIS ab 13 Uhr beim Handgemacht-online-Festival. Und präsentiert natürlich auch ihre neue Single "No Hugs". Vielleichts gibt's statt Applaus dann ja digitale Umarmungen.

  • Info: „No Hugs“ ist bei Amazon, iTunes und auch Google Play zu kaufen. Die Single ist ebenfalls bei auf allen Streaming-Plattformen wie Spotify, Apple Music, Amazon Music und Deezer zu finden. Informatinen zur Band gibt es auf der Homepage und bei allen weiteren Social-Media-Plattformen .

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