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Das Industriemuseum bietet Besuchern auch 2022 den "Charme des Originals"

Die Verantwortlichen der Kultureinrichtung in Lohne blicken hoffnungsvoll in die Zukunft. Ob Ausstellungen, Tagungen oder Radtouren: Das Programm verspricht viel Abwechslung und Kurzweil.

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Das Führungsduo des Industriemuseums: die hauptamtliche Museumsleiterin Ulrike Hagemeier und ihr ehrenamtliches Pendant Benno Dräger, der darüber hinaus auch Vorsitzender des Trägervereins ist.  Foto: Timphaus

Das Führungsduo des Industriemuseums: die hauptamtliche Museumsleiterin Ulrike Hagemeier und ihr ehrenamtliches Pendant Benno Dräger, der darüber hinaus auch Vorsitzender des Trägervereins ist.  Foto: Timphaus

Die Corona-Pandemie und ihre Folgen für das Industriemuseum Lohne lassen sich an den Besucherzahlen gut verdeutlichen: 12.000 (2019), 6000 (2020) und 3000 (2021) – ein Einbruch um 75 Prozent. Jetzt läuft es in der Einrichtung in der Küstermeyerstraße wieder ganz gut an, wie die Museumsleiter Ulrike Hagemeier und Benno Dräger ausführen. Und die Hoffnung ist groß, dass sich 2022 wieder viele Besucher vom "Charme des Originals" beeindrucken lassen.

"Wir wollen zeigen, was wir können", sagt deshalb auch Hagemeier. Auf die Frage, ob 2021 für sie ein verlorenes Jahr gewesen sei, antwortet die hauptamtliche Museumsleiterin: "Nö. Die Leute wollten ja ins Museum, aber sie durften es während der monatelangen Schließungen nicht." Angemeldete Gruppen seien zudem immer wieder durch Corona-Fälle dezimiert worden. "Die Zurückhaltung der Menschen angesichts der pandemischen Lage war spürbar."

Ihr ehrenamtliches Pendant Benno Dräger, der darüber hinaus Vorsitzender des Trägervereins ist, geht lieber auf die Eröffnung des Anbaus und die Forscherwoche als Höhepunkte ein. "Wir hatten bei der Forscherwoche mit 800 Besuchern eine sehr gute Resonanz. Die Schulen waren begeistert." Er berichtet, dass nach der Ankündigung die Anmeldeliste innerhalb weniger Tage voll gewesen sei.

16 interaktive Stationen erweitern das Angebot

Auch jetzt haben sich wieder eine ganze Reihe von Schulen für das museumspädagogische Programm angemeldet. Da kann es dann vorkommen, dass sich der große Vortragsraum in einen Frühstückssaal verwandelt. Neu ist auch, dass das Museum interaktiver und digitaler wird. Dies zeigt sich an der "Lohner Wand", im museumspädagogischen Raum oder der Galerie Luzie Uptmoor. "Wir haben jetzt 16 solcher Stationen. Das Angebot wird künftig kontinuierlich erweitert", sagt Hagemeier. Auch die modifizierte Kunststoffausstellung ist jetzt interaktiver. "Wir wollen die Verweildauer verlängern", sagt Dräger.

Zwei große Ausstellung hat das Team des Industriemuseums in Vorbereitung. Zum einen geht es ab September um das Leben in Lohne in den 1950er und 60er Jahren. Zum anderen widmet sich die Einrichtung zu Jahresbeginn 2023 den 70er und 80er Jahren, mit dem Fokus auf einer Würdigung der Lebensleistungen ausländischer Mitbürger. "Eine kürzlich gelaufene Schau im Focke-Museum in Bremen dient uns als Folie", sagt Dräger, der betont, dass es nicht allein um die türkischen Gastarbeiter gehen werde. Dazwischen ist eine Weihnachtsausstellung geplant.

Międzylesie-Jubiläum "10 + 2" soll begangen werden

Doch es steht noch allerhand mehr auf der Agenda: Zur Eröffnung der Kulturtage im April ist eine Veranstaltung im Industriemuseum vorgesehen. Details sind noch zu klären. Am 23. April tritt Philipp Brämswig unter dem Motto "Musik im Museum" auf. Die Einrichtung organisiert den Delegiertentag des Wiehengebirgsverbandes, zudem findet eine große Archäologentagung in Lohne statt.

Zwischendurch macht laut Dräger die derzeit im Landtag zu sehende Schau "Neubeginn in Niedersachsen" Station in Lohne. Die Ausstellung soll nach seinen Worten um die Darstellung des Lebenswegs des Malers Joseph Andreas Pausewang angereichert werden. Das Museum kooperiert dabei mit dem Freundeskreis Luzie Uptmoor.

In einer Schau soll das Jubiläum "10+2" mit der polnischen Stadt Międzylesie nachgeholt werden. Die Wiederaufnahme des Austauschs mit Rixheim ist ebenfalls fest eingeplant. Und dann führt das Industriemuseum in Kooperation mit städtischen Infopunkt noch diverse Radtouren mit unterschiedlichen Schwerpunkten durch: Moorarchäologie, Bahnhöfe in der Region, Mobilität.

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