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Das 100. Meisterkonzert in Lohne war ein rauschendes Musikfest

Mnozil Brass beeindruckte mit einem Mix aus perfekter Blechblasmusik und humorvollen Darbietungen. Das Publikum quittierte die Show mit Standing Ovations – und durfte sich über drei Zugaben freuen.

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Wunderbarer Blechbläserklang in höchsten Höhen und tiefsten Tiefen: Das Ensemble Mnozil Brass aus Österreich kannte bei dem Auftritt in Lohne keine Tabus. Das Konzert war ein musikalisches Gesamtkunstwerk – es durfte, ja, es sollte gelacht werden. Foto: Runnebom

Wunderbarer Blechbläserklang in höchsten Höhen und tiefsten Tiefen: Das Ensemble Mnozil Brass aus Österreich kannte bei dem Auftritt in Lohne keine Tabus. Das Konzert war ein musikalisches Gesamtkunstwerk – es durfte, ja, es sollte gelacht werden. Foto: Runnebom

In der Begrüßung zum Konzert am Samstagabend war der Vorsitzenden des Vereins zur Förderung der Meisterkonzerte die Freude anzusehen, dass das 100. Meisterkonzert mit über 2 Jahren Verspätung wegen der Corona-Situation endlich stattfinden konnte. In einem kurzen Rückblick auf die Erfolgsgeschichte der Konzertreihe dankte Cornelia Rothkegel-Hartke allen, die diese Veranstaltungsreihe auf Weltniveau immer wieder ermöglichen.

Sie startete mit den Künstlerinnen und Künstlern, die sich für Konzerte in Lohne zwischen Auftritten in Amsterdam, Hamburg, Berlin, Paris oder London begeistern lassen, den Förderern, dem Helfer-Team und ganz besonders den Vereinsmitgliedern und den Abonnentinnen und Abonnenten, die dem Verein trotz der schwierigen Corona-Zeit treu geblieben sind. Auch dem Publikum in der voll besetzten Aula des Gymnasiums Lohne war die erwartungsvolle Spannung anzumerken, dass es nach den mehrmaligen Konzertverschiebungen dieses Jubiläums-Konzert feiern wollte.

Und mit Mnozil Brass wurde das 100. Meisterkonzert ein rauschendes musikalisches Fest. Die Konzertreihe kann in den über 25 Jahren ihres Bestehens auf wunderschöne musikalische Erlebnisse mit spannenden Programmen zurückblicken: von Musik der Renaissance über barocke Werke zu Musik der Klassik und Romantik, vom klassischen Streichquartett bis hin zu experimentellen Schlagzeugklängen. Mnozil Brass vereinte alle Epochen und Stilrichtungen in einem Konzert.

In höchsten Höhen und tiefsten Tiefen

Mit einer Mischung aus höchst anspruchsvoller und perfekt gespielter Blechbläsermusik und humorvollen Darbietungen begeistert das vielfach ausgezeichnete österreichische Ensemble sein Publikum weltweit. Und auch das Lohner Publikum staunte über die grenzenlosen musikalischen Fähigkeiten der Trompeter Thomas Gansch, Robert Rother und Roman Rindberger, der Posaunisten Leonhard Paul, Gerhard Füßl und Zoltan Kiss sowie des Tubisten Wilfried Brandstötter. Alle schienen keine unspielbaren Noten zu kennen und alle hatten in solistischen Passagen und auch im Ensemble einen wunderbaren Blechbläserklang in höchsten Höhen und tiefsten Tiefen.

Musikalisch und rhythmisch perfekt ging es im wilden Ritt durch bekannte Werke der Musikgeschichte. Das Repertoire der eigenen Bearbeitungen war gewaltig. Mnozil Brass kannte dabei keine Tabus. Die "Fledermaus Ouvertüre" von Strauss, Beethovens 5. Sinfonie und die "Ode an die Freude" aus der 9. Sinfonie klangen an, der Gnomus aus Mussorgkys "Bilder einer Ausstellung" war zu hören, die "Ungarische Rhapsodie" von Franz Liszt karikierte Eitelkeit, Konkurrenz, Eifersucht und Aggression. Einige Takte aus Mozarts großer g-Moll-Sinfonie, der Beginn der "Toccata und Fuge d-Moll" von Bach, Jazz- und Swing-Standards, der "Florentiner Marsch", die Titelmelodie von "Heidi", die Bassfigur aus dem Film "Der weiße Hai", Offenbachs "Can Can", die böhmische Polka "Rosamunde", furiose Balkan-Melodien – oft spielten Fragmente der einen Komposition wiederum in andere hinein.

Musikalisch und rhythmisch perfekt ging es mit Mnozil Brass im wilden Ritt durch bekannte Werke der Musikgeschichte. Foto: RunnebomMusikalisch und rhythmisch perfekt ging es mit Mnozil Brass im wilden Ritt durch bekannte Werke der Musikgeschichte. Foto: Runnebom

Auch mit Gesangsdarbietungen begeisterten die 7 Musiker. Zusammen mit dem Publikum sungen sie "My Bonnie Is Over The Ocean“ und summten als Klangteppich für eine Trompeten-Jazzimprovisation. Herausragend auch der Gesang im gregorianischen Stil und die Schauspielkunst in Anlehnung an eine Szene aus Monty Pythons Film "Die Ritter der Kokosnuss". Genau hinhören musste, wer "I Got Rhythm" hinter dem gesungenen "Est Mihi Metrum" entdecken wollte. Begeisternd auch die mimische und tänzerische Leistung der sieben Blechbläser.

Das Konzert war ein musikalisches Gesamtkunstwerk, bei dem vor allem galt: Es darf, ja, es soll gelacht werden. Die Standing Ovations des Publikums wurden mit drei Zugaben belohnt, und das 100. Meisterkonzert mit Mnozil Brass bleibt ein unvergesslicher grandioser Abend.

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