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„Blau“ ist nicht nur der Titel der Ausstellung

Michael Schildmann zeigt demnächst seine Fotografien in der Justizvollzugsanstalt für Frauen in Vechta. Zur Ausstellung gibt es auch einen Film.

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Mit einem seiner Werke: Michael Schildmann zeigt in der JVA für Frauen in Vechta seine Ausstellung „Blau“. Foto: Huckemeyer

Mit einem seiner Werke: Michael Schildmann zeigt in der JVA für Frauen in Vechta seine Ausstellung „Blau“. Foto: Huckemeyer

Wegen der Corona-Pandemie wurde die für den 16. April geplante Eröffnung der 119. Artig-Ausstellung „Blau“ in der Justizvollzugsanstalt (JVA) für Frauen in Vechta ausfallen. Die Ausstellung ist aber inzwischen gehängt und jetzt in einem kurzen Film auf der Homepage der JVA für Frauen zu sehen, wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht.

Schildmann präsentiert dunkles Blau der Abendstunde

Die neue Ausstellung ist gestaltet mit 30 Arbeiten des Oldenburger Fotografen Michael Schildmann. Schildmann zeigt Aufnahmen aus der sogenannten „blauen Stunde“, die bei bereits fehlendem Licht, aber noch nicht schwarzer Nacht entstanden sind. Zu der Zeit, wenn das Licht verschwindet, die Nacht aber noch nicht ganz eingetreten ist. Nicolaus Bornhorn schreibt in seiner Einführungsrede dazu: „Die blaue Stunde – ein Atemholen zwischen Tag und Nacht, eine Art Ausnahmezustand im Alltäglichen, voll Geheimnis und Verzauberung, eine Frist für Liebe im Dämmerlicht, in dem sich Grenzen verwischen. Michael Schildmanns Bilder zeigen uns nicht das helle Blau des Tageshimmels, sondern das dunkle Blau der Abendstunde, nach Sonnenuntergang, wenn auch das Zwielicht schon vorbei ist und die Nacht sich ankündigt, es ist die Zeit, da die Farben gehen und vom Auge nur mehr die Helligkeitswerte unterschieden werden.“

Weitere Fotografien, Schildmann nennt sie „blaue Abstraktionen”, zeichnen sich durch das Fehlen eines herausragenden Motives aus, hier rückt die Struktur der Fläche in den Mittelpunkt des Betrachters und entführt in eigene fantastische Gedankenreisen. Bei diesen Bildern ist nichts vorgegeben, keine oben oder unten, alles ist frei, heißt es in der Mitteilung weiter.

Galerie kann bis Ende Juni in der JVA für Frauen besucht werden

Schildmann wurde 1949 in Westerstede geboren. Er ist Mitbegründer der „Bildagentur Lichtblick“. Verschiedene Fotoworkshops führten ihn unter anderem zu Jan Hnizdo nach Prag, Walter Scheels (Hamburg) und Boris Savelew (Moskau). Seit 1986 präsentierte Schildmann seine Arbeiten in sehr unterschiedlichen Einzel- und Gruppenausstellungen in Deutschland, Österreich, den Niederlanden und England. Er arbeitet in Oldenburg und ist Mitglied des Bundesverbandes Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK).

Fotografien von Schildmanns Pilgereisen, die er unter anderem mit seiner Ehefrau durch Spanien, Portugal, Dänemark, Norwegen, Schweden und Deutschland unternommen hat, waren bereits 2011 in der Klosterkirche in Vechta zu sehen. Renate Schildmann gestaltete vor drei Jahren die 107. Artig-Ausstellung „Der Wald als mystischer Ort“.

Michael Schildmanns Ausstellung „Blau“ hängt bis Ende Juni in der JVA für Frauen. Für diese Ausstellung wurde erstmals ein Kurzfilm angefertigt, der auf der Homepage der JVA für Frauen zu sehen ist.

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