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Bildhauer-Symposium ein voller Erfolg

Eine Woche lang werkelten die Künstler auf dem Vorplatz des Gulfhauses an ihren Skulpturen. Der Kulturausschuss wählt am Ende ein Kunstwerk zum Erwerb für die Stadt Vechta aus.

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Präsentierten das auserwählte Kunstwerk: Organisator Uwe Oswald (von links), Karl-Heinz Teuber, Simone Göhner, Dr. Stephan Siemer, Künstler Reinhard Osiander, Norbert Krümpelbeck und Dr. Christa Kiene-Schockemöhle.  Foto: Kessen

Präsentierten das auserwählte Kunstwerk: Organisator Uwe Oswald (von links), Karl-Heinz Teuber, Simone Göhner, Dr. Stephan Siemer, Künstler Reinhard Osiander, Norbert Krümpelbeck und Dr. Christa Kiene-Schockemöhle.  Foto: Kessen

Die Stadt Vechta hat eine neue künstlerische Errungenschaft: Beim Abschluss des Bildhauer-Symposiums am Sonntag kaufte die Stadt zwei Skulpturen mit dem Namen "Tiere sammeln" des Bremer Künstlers Reinhard Osiander. Die Beteiligten bewerteten das einwöchige Symposium als Erfolg.

5 Künstler haben am ersten Vechtaer Bildhauer-Symposium teilgenommen und dabei ganze Arbeit geleistet. 7 Hauptarbeiten seien in 50 Stunden Arbeit entstanden, berichtet Uwe Oswald, Vorsitzender des Kunstbeirates des Kunstvereins Kaponier. Der Kunstbeirat hatte das Symposium, das von Montag bis Sonntag andauerte, organisiert. "Ein Thema war nicht vorgegeben", sagt Oswald, der selber auch am Symposium teilgenommen hatte. Es sei aber toll, dass mehrere Künstler einen Bezug zum Oldenburger Münsterland geschaffen hätten.

Reinhard Osiander erstellte zwei Skulpturen

Einer dieser Künstler ist der gebürtige Augsburger Reinhard Osiander, der mittlerweile in Bremen lebt. Er schuf zwei Skulpturen zum Thema "Tiere sammeln". Warum gleich zwei Werke? "Ich teile den Stamm zu Anfang immer einmal längs", erklärt Osiander. So würde dem Stamm die Spannung genommen, sodass keine ungewollten Risse entstünden.

Osiander erläutert die Bedeutung seiner Werke: Die erste Skulptur zeige für diese Region typische Tiere, wie den Hahn und das Schwein, die in einem Regal stehen. "Das ist eine Anspielung auf die Haltung der Tiere in Käfigen, soll aber keine Wertung sein", betont der Bremer. Seine zweite Skulptur stelle einen "guten Hirten" dar, der ein Schaf beschütze. "Hier wird ebenfalls die landwirtschaftliche Prägung der Region angesprochen", erläutert Osiander.

Stadt hatte ersten Zugriff auf die Kunstwerke

Anwesend beim Abschluss des Symposiums war zudem der Kulturausschuss der Stadt Vechta, denn die Stadt erhielt den ersten Zugriff auf den Kauf eines der Werke. Nach eingängiger Sichtung und Beratung der Kunstwerke war die Entscheidung des Ausschusses gefallen: Es sollen die beiden Skulpturen "Tiere sammeln" von Osiander erworben werden. Ausschussmitglied Dr. Christa Kiene-Schockemöhle (CDU) erläuterte die Gründe für die Entscheidung: "Uns hat vor allem der Bezug zu Vechta gefallen." Die Tiere würden gut zur Region passen, und der gute Hirte mit dem Schaf gehe mit der aktuellen Wolfsproblematik einher, meint Kiene-Schockemöhle.

"Die beiden Skulpturen sollen nahe dem Rathaus aufgestellt werden", sagt Kiene-Schockemöhle. Damit seien die neuen Kunstwerke für alle gut sichtbar und vor allem für Kinder "sehr schön zum Anfassen". Gerade am Weltkindertag, der am vergangenen Sonntag stattgefunden hat, "passe ein familienfreundliches Kunstwerk." 4000 Euro sind im Haushalt für den Kauf eines Kunstwerkes im öffentlichen Raum eingeplant. "Dafür haben wir ein sehr schönes Objekt bekommen", ist Kiene-Schockemöhle überzeugt.

Siemer: "Symposium ein voller Erfolg"

Dr. Stephan Siemer, ebenfalls Mitglied im Ausschuss und zugleich Vorsitzender des Kunstvereins Kaponier, bedankte sich dafür, dass das Symposium auf dem Vorplatz des Gulfhauses durchgeführt werden konnte. Zudem sprach er den Sponsoren, die Stadt Vechta, die Oldenburgische Landschaft und die Landesparkasse zu Oldenburg, seinen Dank aus. "Ohne die wäre das nicht möglich gewesen." Siemer betont auch, die Veranstaltung gerne wiederholen zu wollen: "Das war ein voller Erfolg."

"Es macht einfach Spaß, andere Kollegen beim Arbeiten kennenzulernen."Reinhard Osiander, Teilnehmer beim ersten Vechtaer Bildhauer-Symposium

Der gleichen Meinung war auch Oswald. "Das Areal ist perfekt dafür", denn es gebe viel Durchgangsverkehr in Form von Fahrradfahrern und Fußgängern. "Ich bin voll überzeugt, dass hier noch mal so gut hinzubekommen", wünscht sich auch Oswald eine Wiederholung des Symposiums. Gut gefallen hat die Woche auch dem Künstler Osiander: "Es macht einfach Spaß, andere Kollegen beim Arbeiten kennenzulernen." Zudem sei es eine willkommene Abwechslung zur Arbeit im Atelier, "wo man meistens eher alleine arbeitet". Osiander würde bei der nächsten Auflage des Symposiums auf jeden Fall wieder nach Vechta kommen.

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