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Afdreiht un Buten: Der Hartensbergsee wird wieder zum Mekka für Metal-Fans

Die 9. Auflage findet mit Comeback Kid und Talco am 29. und 30. Juli statt. Trotz des Line-ups für Fans des Punk-Rock, Metal- und Hardcore könnte der Vorverkauf besser laufen.

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Bereiten das Festival vor (v.l.): Holger Meyer, Steffen Helms und Franz Sieveke. Sie freuen sich u.a. auf Talco und Comeback Kid. Foto: Heinzel

Bereiten das Festival vor (v.l.): Holger Meyer, Steffen Helms und Franz Sieveke. Sie freuen sich u.a. auf Talco und Comeback Kid. Foto: Heinzel

"The Casualties", "Dog Eat Dog" oder "Agnostic Front" haben schon auf dem Afdreiht un Buten am Hartensbergsee in Goldenstedt gespielt. 2017 erreichte das vor 11 Jahren gegründete Festival seinen Besucherrekord mit 2000 Besuchern und war damit zum ersten Mal ausverkauft. Größer soll es nicht mehr werden. "Es soll ein schönes, kleines Festival bleiben", meint Franz Sieveke, der stellvertretende Vorsitzende des Jugendkulturvereins Oldenburger Münsterland e.V. Der Verein veranstaltet das Festival, welches 2022 am 29. und 30. Juli stattfindet. "Es ist ein Neustart", sagt Steffen Helms, Vorstandsmitglied des Vereins, mit Blick auf die pandemiebedingte Pause der letzten beiden Jahre.

Das Afdreiht un Buten findet in diesem Jahr erstmals an 2 kompletten Tagen statt. Die Organisatoren haben den bislang inoffiziellen Warm-up-Freitag zu einem offiziellen Festivaltag hochgestuft und ausgebaut. Das Line-up könne sich wieder sehen lassen. Generell drehe es sich bei dem Event um Musik aus den Bereichen Punk-Rock, Metal- und Hardcore. "In der Szene sind wir breit gefächert unterwegs", sagt Steffen Helms. In diesem Jahr sind beispielsweise die kanadische Hardcore-Punk-Band "Comeback Kid", die Australier "Deez Nuts" mit Rap-Hardcore, "Rogers" mit Punkrock aus Düsseldorf und die Melodic-Hardcore-Legende "Ignite" aus Kalifornien sowie die italienische Ska-Punk-Band "Talco" mit dabei. Letztere "als St-Pauli-Fan ein Muss", meint Franz Sieveke.

Finanziell trägt sich das Afdreiht un Buten über Sponsoren und die Einnahmen aus dem Festival. Eine schwarze Null haben die Organisatoren dabei zum Ziel. 2022 werden sie aus dem Förderprogramm "Neustart Kultur" unterstützt. "Das ist sehr beruhigend", sagt Holger Meyer, der 1. Vorsitzende des Jugendkulturvereins. "Ohne diese Hilfe wäre es in diesem Jahr sehr schwer geworden", ergänzt Steffen Helms. Die Kulturbranche leide derzeit unter den Folgen der Pandemie. Die Preise seien gestiegen und "es gibt viele Festivals, die Probleme haben, Personal zu finden", fährt der 26-Jährige fort. Auch die drei vom Jugendkulturverein merken das. Der Vorverkauf könnte besser laufen.

Die Atmosphäre im Amphitheater ist etwas ganz Besonderes. Die Anlage wird durch den Jugendkulturverein OM instand gehalten. Foto: WollsteinDie Atmosphäre im Amphitheater ist etwas ganz Besonderes. Die Anlage wird durch den Jugendkulturverein OM instand gehalten. Foto: Wollstein

Das Afdreiht un Buten sei seit seiner Premiere 2012 kontinuierlich gewachsen. Seien anfangs nur Besucher aus Goldenstedt und Umgebung gekommen, habe sich das Einzugsgebiet inzwischen auf ganz Niedersachsen ausgedehnt, erzählt Steffen Helms. Er kümmert sich gemeinsam mit Fabian Hagemann um das Booking der Bands. "Wir sind am Ende der Kette", meint der 26-Jährige über die Reihenfolge bei den Bookings. Trotzdem gelinge es immer wieder, Hochkaräter nach Goldenstedt zu lotsen. Franz Sieveke, führt dies auf die Hartnäckigkeit der beiden Booker und den guten Ruf des Festivals bei den Agenturen zurück. "Die Bands, die hier auftreten, sind immer glücklich", erzählt Steffen Helms. Es gebe für die Helfer auch immer die Möglichkeit, mit den Bands in Kontakt zu kommen. "Es gab so viele tolle Erlebnisse, da kann ich wirklich nicht ein einziges herauspicken", meint Holger Meyer. Der 44-Jährige hat auch große Namen der Szene als sehr nahbar erlebt.

Er selbst schätzt das "Familiäre" des Festivals. Er zählt zu den Gründungsmitgliedern des Vereins, der 2011 durch eine musikbegeisterte Clique gegründet wurde. Bis heute wird das Ganze durch ehrenamtliche Helfer organisiert und durchgeführt. In diesem Jahr werden 140 Helfer am Start sein, dabei hat der Verein aktuell nur 108 Mitglieder. Holger Meyer berichtet, dass Freunde, Bekannte und Verwandte aktiviert würden, um auszuhelfen.

Das Engagement des Vereins kann sich sehen lassen. Das Gelände am Hartensbergsee ist in Eigenregie aufgebaut worden und wird durch Ehrenamtliche instand gehalten. Dieses Jahr haben sie den Platz vor der Bühne im Amphitheater neu gepflastert. Das Festival kann also kommen. Der Aufbau startet jedenfalls am 22. Juli.


  • Info: Alle Fragen rund ums Festival und wo Karten vorverkauft werden, erfahren Sie unter www.afdreihtunbuten.de.

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