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Zwei neue Transportgiganten im Fuhrpark

Hüffermann, der Kranlogistiker mit Stammsitz in Wildeshausen, baut seinen Schwertransportbereich weiter aus. Der Bestand an Spezialfahrzeugen wächst auf nun 35.

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Die neuen Tiefbettlader im Einsatz: Das Hüffermann-Transportgespann ist 29 Meter lang und insgesamt 121 Tonnen schwer. Foto: Hüffermann

Die neuen Tiefbettlader im Einsatz: Das Hüffermann-Transportgespann ist 29 Meter lang und insgesamt 121 Tonnen schwer. Foto: Hüffermann

Im Jahr 2018, also vor noch nicht allzu langer Zeit, hat die für ihre Kranlogistik bekannte Firma Hüffermann in Wildeshausen ihr Geschäft um den Bereich der "Speditions- und Schwerlastlogistik" erweitert. Im Rückblick eine richtige Entscheidung, berichtet der für diesen Bereich zusammen mit seinem Kollegen Andy Funck verantwortliche Jens Rolfes. Die gute betriebliche Entwicklung zeigt sich an der Größe des Hüffermann-Fuhrparks: Dieser ist auf inzwischen 35 Fahrzeuge aller Größen und Tonnenklassen im Kran- wie im Transportbereich angewachsen. In der Flotte finden sich Lkw-Ladekrane, die bis zu 12 Tonnen Gewicht heben ebenso wie Tieflader- und Teleskop-Tiefbettladefahrzeuge.

Ende Juni hat man nun zwei neue Teleskop-Tieflader bei Hersteller Nooteboom in den Niederlanden abgeholt. Im Fachjargon werden die "Anhänger" als "3+5-Achs Tele-Tiefbetten" bezeichnet. "Diese haben wir besonders für den europaweiten Transport von Maschinen hinzugekauft", sagt Rolfes, der den Fachbereich Großraum- und Schwertransporte bei Hüffermann leitet.

Jeder der neuen Tiefbettlader kostet rund 500 .000 Euro. Die Lader mit ihren fünf Pendelachslinien können unter Verwendung eines dreiachsigen Zusatzbauteiles, dem "Interdolly", der zwischen dem Schwanenhals und der Ladeplattform positioniert wird, sehr hohe Nutzlasten transportieren. Rolfes spricht von bis zu 88 Tonnen Last. Der Clou des Teleskopladers ist aber eine "ausziehbare" Tiefbett-Ladefläche. Falls erforderlich, kann die eigentliche Gesamtladefläche durch die integrierte Teleskopeinrichtung um fast fünf Meter auf eine Länge von 13,25 Meter wachsen.

In Mittenwalde bei Berlin wurde eine Pfahlsetzbohrmaschine aufgeladen und nach Aurich transportiert. Foto: HüffermannIn Mittenwalde bei Berlin wurde eine Pfahlsetzbohrmaschine aufgeladen und nach Aurich transportiert. Foto: Hüffermann

Hüffermann verfügt auch über zwei Standorte in Vechta, darunter ein Kranparkplatz, die beiden Neuerwerbungen werden jedoch in Wildeshausen stationiert. Kundenaufträge für Groß- und Schwertransporte gibt es genügend, so Rolfes. So werden etwa riesenhafte Baumaschinen oder Betonteile von namhaften Herstellern selbst über große Strecken an ihre Einsatz- oder Lieferorte gebracht.

Die 640 PS der Zugmaschine machen Tempo

Transportiert man schwere Lasten, heißt dies nicht automatisch, auch nur mit Schrittgeschwindigkeit fahren zu müssen. Damit die Nooteboom-Tiefbettlader schwere Ladung auch in angemessener Zeit über die Straße transportieren, wird die Ladefläche von einer Sattelzugmaschine mit 640 PS gezogen. Bei dieser Zugleistung können auch bei großer Zuladung die erlaubten Straßenhöchstgeschwindigkeiten für Lkw von bis zu 80 Kilometer pro Stunde mühelos erreicht werden.

"Etwas anderes gilt natürlich für die Sondertransporte mit überragender Ladung", sagt Rolfes. Dann wird die Strecke, wie aus dem Fernsehen bekannt, für langsam fahrende Transporte auch schon einmal "frei gemacht", werden Verkehrsschilder abgebaut oder Schwerlastmatten in kritischen Bereichen verlegt. Die notwendigen Ausnahmegenehmigungen für schwere oder sperrige Transporte, die meist nachts erfolgen müssen, besorgt Hüffermann.

"Ein Fahrer muss viel Erfahrung haben"Jens Rolfes, Hüffermann

Gesteuert werden die Riesengespanne übrigens von Fahrern, die einen üblichen Lkw-Führerschein besitzen. "Wir lassen aber nicht jeden auf den Fahrersitz", sagt Rolfes. "Für die Schwertransporte braucht es schon viel Gefühl. Ein Fahrer muss viel Erfahrung haben."

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