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Zweckverband Erholungsgebiet Dammer Berge steht vor großen Herausforderungen

Die Jubiläumsfeier fand ein Jahr später als geplant statt. Die Reden zeigten: Der Verband ist gut aufgestellt, darf sich aber auf dem Erreichten nicht ausruhen. Das sagte nicht nur der Festredner.

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Eine Säulenbuche als Dank: Der sehr kurzfristig als Zweckverbands-Festredner eingesprungene Christian Calderone (2. von rechts) freute sich über den Baum, den ihm (von links) Dr. Wolfgang Krug, Mike Otte und Tobias Gerdesmeyer überreichten.   Foto: Lammert

Eine Säulenbuche als Dank: Der sehr kurzfristig als Zweckverbands-Festredner eingesprungene Christian Calderone (2. von rechts) freute sich über den Baum, den ihm (von links) Dr. Wolfgang Krug, Mike Otte und Tobias Gerdesmeyer überreichten.   Foto: Lammert

Ein Gast, der sich unter den rund 60 Teilnehmern bei der "Jubiläumsfeier 50+1 Jahre" des Zweckverbandes Erholungsgebiet Dammer Berge am Freitagabend in der Scheune Leiber in Damme befand, durfte mit Fug und Recht von sich behaupten: "Ich habe die Geschichte des Verbandes von Beginn an verfolgt."

Hans Bernholt, früher in der Vechtaer Kreisverwaltung tätig, davon viele Jahre als Amtsleiter, hatte 1971 schon an der Satzung des vom Landkreis Vechta sowie den Kommunen Damme, Holdorf, Neuenkirchen-Vörden und Steinfeld gegründeten Verbandes mit gearbeitet und war auch fast 40 Jahre lang Geschäftsführer. Für ihn, sagte er, sei der Höhepunkt der Bau des Aussichtsturms auf dem Mordkuhlenberg in Damme gewesen.

Nicole Bramlage wünscht sich ein Waldbildungszentrum

Gemeinsam mit seiner Nach-Nach-Nachfolgerin Nicole Bramlage, der Leiterin des Amtes für Wirtschaftsförderung und Kreisentwicklung, stieß der gebürtige Dammer auf die Zukunft des Zweckverbandes an. In der sähe Nicole Bramlage gerne einen Schwerpunkt der Arbeit im Bereich der Naturbildung. Vielleicht gelinge es ja, ein Waldbildungszentrum zu eröffnen, erklärte die Geschäftsführerin.

Es würde auf jedem Fall dem Ziel des Zweckverbandes entsprechen, neben dem Erhalt der Landschaft und der Förderung des sanften Tourismus' den Menschen, egal ob Einheimischen oder Touristen, die Natur näherzubringen.

Gerdesmeyer sieht Dammer Berge als das Südtirol des Oldenburger Münsterlandes

Nach der Begrüßung durch Dammes Bürgermeister Mike Otte, der nach der Absage des als Festredner vorgesehenen niedersächsischen Umweltministers Olaf Lies am Donnerstagnachmittag um 20.51 Uhr desselben Tages den CDU-Landtagsabgeordneten Christian Calderone als Festredner gewonnen hatte, würdigte Landrat Tobias Gerdesmeyer den Zweckverbandes, bei dem er Vorsitzender der Verbandsversammlung ist. Die Dammer Berge seien quasi das "Südtirol des Oldenburger Münsterlandes".

2,3 Millionen Euro für Projekte bereitgestellt

Mit der Gründung des Zweckverbandes, der im Laufe der mehr als 5 Jahrzehnte seines Bestehens schon 2,3 Millionen Euro für die unterschiedlichsten Projekte bereitgestellt habe, seien die beteiligten Kommunen einen visionären Weg gegangen, weil sie über die Kirchtürme hinaus gedacht hatten. Der Südkreis Vechta sei bei Touristen und Einheimischen aus vielen Gründen beliebt, unter anderem wegen der "wunderbaren Natur und den einladenden Dörfern". Die Aufenthaltsqualität habe sich in den vergangenen 51 Jahren spürbar verbessert.

Verlangsamte Digitalisierung erschwert die Arbeit

Christian Calderone lobte die Bedeutung der Tourismusregion Dammer Berge. Sie sei eine starke Region, geprägt von großen gesellschaftlichen Zusammenhalt. Ganz hoch gewichtet seien innerhalb des Tourismus' die Themen Natur, Kultur, Genuss und Gesundheit.

Die Tourismusbranche stehe vor großen Herausforderungen, erklärte der Quakenbrücker. Jeder 2. Auszubildende im Gastgewerbe breche seine Ausbildung ab. Und: Trotz der erschreckend verlangsamten Digitalisierung müsse sich die deutsche Tourismusbranche auf einem offenen Markt immer wieder attraktiv und mit neuen Botschaften präsentieren. Ebenfalls wichtig seien die Themen Nachhaltigkeit, gesellschaftlicher und demographischer Wandel.

Säulenbuche als Geschenk für Festredner Calderone

Holdorfs Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug zitierte den früheren niedersächsischen Umweltminister Hans-Heinrich Sander. Der habe gesagt, die Menschen würden die Natur nur wertschätzen, wenn sie sie erleben könnten. Daran arbeite der Zweckverband, dessen Mitglieder bei der Umsetzung von Programmen immer die Region im Auge hätten, nicht die eigene Gemeinde.

Auf ein erfolgreiches Projekt: Nicole Bramlage und Hans Bernholt stießen auf den Zweckverband an. Foto: LammertAuf ein erfolgreiches Projekt: Nicole Bramlage und Hans Bernholt stießen auf den Zweckverband an. Foto: Lammert

Der Bürgermeister überreichte Christian Calderone als Dank für den Festvortrag eine Säulenbuche. Auch die ist etwas, was Natur erlebbar macht. Musikalisch unterhielt Kreismusikschulleiter Rainer Wördemann als Solist die Teilnehmer.

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