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Zukunftsmacherin: Nele Zerhusen und Jana Meyer verfolgen ihre Interessen

Die zwei junge Frauen arbeiten bei Pöppelmann in Lohne in ihren Traumberufen. Sie haben ihre Träume vor Augen gehabt und sind ihren Weg gegangen.

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Mit viel Leidenschaft und großer Begeisterung dabei: Jana Meyer (links) und Nele Zerhusen arbeiten bei Pöppelmann in ihren Traumberufen. Foto: Tanja Schulte-Saß

Mit viel Leidenschaft und großer Begeisterung dabei: Jana Meyer (links) und Nele Zerhusen arbeiten bei Pöppelmann in ihren Traumberufen. Foto: Tanja Schulte-Saß

„Wenn man seine Interessen verfolgen und etwas erreichen möchte, sollte man sich nicht abschrecken lassen, sondern Mut haben und es auf jeden Fall probieren“, das sagen Jana Meyer und Nele Zerhusen. Die jungen Frauen wussten beide bereits während ihrer Schulzeit, in welche Richtung sie ihr beruflicher Weg führen sollte. Sie eint mit Pöppelmann nicht nur derselbe Arbeitgeber, sondern auch die große Leidenschaft und die Begeisterung für ihre Berufe und ihre Arbeit. „Die Naturwissenschaften waren schon immer mein Steckenpferd“, erzählt Nele Zerhusen. Bereits während des Abiturs hat sie mit Mathe, Physik und Chemie naturwissenschaftliche Leistungskurse belegt. „Ursprünglich wollte ich Chemie studieren, durch Freunde, die heute meine Kollegen sind, bin ich auf die Kunststofftechnik aufmerksam geworden“, erinnert sie sich an den Start der dualen Ausbildung bei Pöppelmann vor sieben Jahren. Sie begann schließlich in dem Lohner Unternehmen eine Ausbildung zur Verfahrensmechanikerin und studierte parallel an der Hochschule in Osnabrück Kunststofftechnik. Dass sie im Bereich Verfahrenstechnik unter den Auszubildenden die einzige Frau war, spielte für Nele Zerhusen und ihre Kollegen keine Rolle.

Nele Zerhusen erhielt den Preis der Deutschen Kautschuk-Gesellschaft für ihre Abschlussarbeit

Bereits während ihrer Ausbildung hat Nele Zerhusen früh selbstständig arbeiten dürfen und konnte somit eigenverantwortlich Projekte betreuen. „Ich finde es spannend, etwas entwickeln zu dürfen, Dinge eigenständig auszuprobieren und durch meine Arbeit einen Teil zum Ganzen beizutragen“, sagt sie. Das setzte sie auch in ihrer Bachelorarbeit um, in der sie sich intensiv mit der Terahertz-Messtechnologie beschäftigte. „Dabei handelt es sich um ein neues, bildgebendes Verfahren, das von Forschern der Universität Paris entwickelt wurde. Diese Messmethode ermöglicht es, in das Innere eines Bauteils schauen zu können“, erklärt die junge Frau.

Für ihre Abschlussarbeit erhielt Nele Zerhusen sogar den Preis der Deutschen Kautschuk-Gesellschaft für herausragende Abschlussarbeiten. An ihren Bachelorabschluss knüpft die Absolventin das Masterstudium der „Angewandten Werkstoffwissenschaften“ an. Parallel dazu arbeitete sie im Labor des Lohner Kunststoffherstellers, woraus sich auch das Thema ihrer Masterarbeit entwickelte. Darin widmete sie sich der Kreislaufwirtschaft und dem Recycling von Kunststoffen.

Das Labor ist ihr Metier: Nele Zerhusen arbeitet an der Wiederverwertbarkeit von Kunststoffen sowie deren Kreislauffähigkeit. Foto: PöppelmannRuth HonkompDas Labor ist ihr Metier: Nele Zerhusen arbeitet an der Wiederverwertbarkeit von Kunststoffen sowie deren Kreislauffähigkeit. Foto: Pöppelmann/Ruth Honkomp

Heute arbeitet sie begeistert in einer Technologie-Arbeitsgruppe der 2018 gegründeten Initiative „Pöppelmann blue“, der Initiative des Unternehmens für Klimaschutz und Ressourcenschonung. Hier entwickeln die Expertenteams aus allen Geschäftsbereichen Produktkonzepte unter dem Vorzeichen des Eco-Designs und der Kreislauffähigkeit. Neles Fachgebiet ist dabei der Einsatz wiederverwertbarer Kunststoffe im Automobilbereich. „Ich finde es besonders wichtig, dass wir uns mit der Kreislaufwirtschaft und der Nachhaltigkeit im Kunststoffbereich auseinandersetzen. Das gibt mir ein gutes Gefühl und treibt mich an“, sagt sie. Pöppelmann ist es wichtig, die Mitarbeitenden und den Nachwuchs mit eigenständigen Projekten sowie interessanten Themenfeldern im Rahmen von Bachelor- und Masterarbeiten zu fördern. „Dadurch wird einem früh Vertrauen entgegengebracht“, findet Jana Meyer. Auch sie hat während ihrer Ausbildung als Informatikkauffrau eigene Projekte bei Pöppelmann betreut und verantwortet. Jana Meyer war bereits zu dieser Zeit in den USA, um im dort ansässigen Werk des Kunststoffherstellers eine Label-Software mit einzuführen. Darüber hinaus hat sie mehrere Teilsysteme in anderen Gesellschaften eingeführt und konnte hier früh Verantwortung übernehmen. Während der einzelnen Projekte standen beide Frauen auch vor der einen oder anderen Herausforderung.

Hat sich schon immer für die IT interessiert: Jana Meyer hat ihre Ausbildung zur Informatikkauffrau bei Pöppelmann absolviert. Foto: Tanja Schulte-SaßHat sich schon immer für die IT interessiert: Jana Meyer hat ihre Ausbildung zur Informatikkauffrau bei Pöppelmann absolviert. Foto: Tanja Schulte-Saß

„Positiv aufgeregt zu sein, ist auch etwas Schönes. Man wächst mit seinen Aufgaben und sieht, dass man etwas erreichen kann“, sagt Jana Meyer. Auch sie hat sich bereits während ihres Abiturs für den IT-Bereich interessiert und Informatik als Hauptfach gewählt. „Logisches Denken und Technik war schon immer meins“, sagt sie über sich selbst. Als Application Managerin ist sie mittlerweile als festes Teammitglied in der IT-Abteilung des Lohner Unternehmens für die Betreuung und Einführung mehrerer Systeme sowie deren Anforderungen zuständig. In diesem Zusammenhang konzeptioniert sie Lösungen und nimmt Anpassungen innerhalb der Systeme vor.

"Egal, was man machen und erreichen möchte, man sollte keine Angst haben und es versuchen."Jana Meyer und Nele Zerhusen

Beiden ist es wichtig, sich beruflich weiterzuentwickeln und sich Herausforderungen zu stellen. Jana Meyer bildet sich derzeit nebenberuflich zur Software-Entwicklerin weiter. „Der IT-Bereich ist sehr dynamisch und wir möchten mit unserer Initiative ‚Pöppelmann digital‘ mehr auf digitale Zukunftsthemen schauen, sowie durch innovative IT-Lösungen die Digitalisierung im Unternehmen vorantreiben. Ich möchte in diesem Bereich gerne noch mehr selber entwickeln und dadurch meinen Teil zum Prozess optimierten Arbeiten beitragen können“, erläutert sie und Nele Zerhusen fügt hinzu: „Mir ist es wichtig, dass ich durch meine Arbeit einen Beitrag für die Menschen und die Umwelt leisten kann. Es ist für mich ein großer Anspruch, einen positiven Effekt zu erzielen.“ „Wenn man Träume und Vorstellungen von seiner Zukunft im Unternehmen hat, sollte man sich trauen und diese offen anbringen. Das ermöglicht, ein bisschen zu steuern, wohin die berufliche Reise gehen kann. Man kommt immer eher ans Ziel, wenn man sein Anliegen ausspricht“, rät Nele. Jana und Nele haben ihre Interessen verfolgt und so in ihre Traumberufe gefunden. „Egal, was man machen und erreichen möchte, man sollte keine Angst haben und es versuchen“, sagen beide.

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