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Zahlreiche regionale Handwerksbetriebe funken SOS

Kammer und Innungen: Finanzhilfen sind dringend nötig. Mitglieder informieren sich bei Behörden vor Ort.

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Herausforderung: Die Coronakrise macht Handwerksbetrieben zu schaffen, die der Industrie zuliefern. Auch personenbezogene Dienstleister spüren bereits erste Folgen. Foto: www.amh-online.de

Herausforderung: Die Coronakrise macht Handwerksbetrieben zu schaffen, die der Industrie zuliefern. Auch personenbezogene Dienstleister spüren bereits erste Folgen. Foto: www.amh-online.de

Auftragseinbrüche, Lieferengpässe, Kurzarbeit: In den 12700 Handwerksbetrieben im Oldenburger Land herrscht derzeit große Unsicherheit. Vor allem bei den Kleinstbetrieben und denjenigen, die sich erst in den vergangenen Jahren selbstständig gemacht haben, geht es um die Existenz. „Sie wissen nicht, wie sie ihre laufenden Kosten decken sollen“, schlägt Eckhard Stein, Präsident der Handwerkskammer (HWK) Oldenburg Alarm.

„Für die gesamte Wirtschaft geht es jetzt um Liquidität. Selbst die von der Bundesregierung angekündigten unbegrenzten Kredithilfen könnten nicht ausreichen. Allein am Dienstag haben uns 150 Betriebe gemeldet, dass sie konkrete Maßnahmen zur Sicherung des Fortbestandes ihrer Firmen benötigen. Es geht also übersetzt darum, dass die Butter aufs Brot muss!“, so der Kammerpräsident.

Die Zukunft einer ganzen Reihe von Betrieben steht auf dem Spiel

Zusammen mit den Kreishandwerkerschaften und den dort angeschlossenen Innungen fordert die Handwerkskammer Oldenburg dringende Finanzhilfen, die unbürokratisch auf den Bankkonten der Betriebe landen. „Knapp 90000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind im regionalen Handwerk beschäftigt. Wirtschaftsminister Peter Altmaier hat gesagt, dass kein gesundes Unternehmen wegen Corona in die Insolvenz gehen und dass durch die Krise kein Arbeitsplatz verloren gehen sollte. Dieses Ziel gelingt aus unserer Sicht nur dann, wenn jetzt auch rasch Gelder fließen“, stellen die Vertreter der Handwerksorganisation fest.

Die Krise mache sich in den Unternehmen auf allen Ebenen bemerkbar: Kunden bleiben weg, Aufträge werden storniert, Mitarbeiter melden sich krank. Zudem gibt es eine große Verunsicherung durch die angeordneten Ladenschließungen. Viele Handwerker haben Werkstatt- und Ladenbetrieb. In diesen Fälle gilt: Betriebe müssen sich mit Detailfragen zu Schließungen an die Städte und Landkreise wenden. Nur die örtlichen Gesundheitsämter können Auskunft geben, ob die Ausübung ihrer Geschäfte in Corona-Zeiten zulässig ist oder nicht.

Zunächst bis zum 18. April (Samstag) ruht der gesamte Lehrgangs- und Prüfungsbetrieb im regionalen Handwerk. Die Geschäftsstellen der Kreishandwerkerschaften sowie die Standorte der Handwerkskammer haben ihren Publikumsverkehr aktuell nahezu komplett heruntergefahren.

Info:

  • Informationen gibt es über die Internetseiten und die Sozialen Netzwerke. Die Handwerkskammer hat zudem eine zentrale Mailadresse eingerichtet: corona@hwk-oldenburg.de.

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