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"Wir vermissen Dich!" – Lohner Händler, Gastronomen und Co. zeigen Gesicht in der Corona-Krise

Mit der Werbekampagne will das Citymarketing des Handels- und Gewerbevereins auf die schwierige Lage der Gewerbetreibenden aufmerksam machen. Die Aktion läuft auf verschiedenen Plattformen.

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Einige Gesichter der Kampagne "Wir vermissen Dich!": (obere Reihe von links) Michael Brämswig, Juri & Ilona de Martin, Alfons Stratmann, Jutta Prüne und Theresa Steinkamp & Kathrin Jehle; (untere Reihe von links) Michael Gudenkauf, Iris Schumacher, Erika Sperling & Anna Grobelny, Annemarie Heil-Tölke und Thomas & Birgit Bojes. Fotos: Sieverding

Einige Gesichter der Kampagne "Wir vermissen Dich!": (obere Reihe von links) Michael Brämswig, Juri & Ilona de Martin, Alfons Stratmann, Jutta Prüne und Theresa Steinkamp & Kathrin Jehle; (untere Reihe von links) Michael Gudenkauf, Iris Schumacher, Erika Sperling & Anna Grobelny, Annemarie Heil-Tölke und Thomas & Birgit Bojes. Fotos: Sieverding

"Wir vermissen Dich!" – 3 Wörter, die sowohl Zuneigung als auch Sehnsucht ausdrücken. Mit dieser emotionalen Botschaft macht das Citymarketing des Handels- und Gewerbevereins (HGV) Lohne seit Kurzem auf die schwierige Situation für Gewerbetreibende während der Corona-Pandemie aufmerksam.

Wie die Leiterin des HGV-Citymarketings, Nicki Rösener, in einer Mitteilung schreibt, sei es den Initiatoren wichtig gewesen, nicht nur Handel, Gastronomie und Dienstleitungen in den Fokus zu rücken, sondern beispielsweise auch Reiseanbieter und Betreiber von Fitnessstudios, Vereinsvertreter, Schausteller und Selbstständige aus der Eventbranche einzubinden.

Die Resonanz war nach Angaben von Rösener "sehr gut". Fast alle Eingeladenen hätten direkt zugesagt und sich bereit erklärt, "diese Botschaft nach außen zu tragen". Die Teilnehmer ließen sich einzeln und einheitlich fotografieren. "Ihr Ausdruck lässt kein Zweifel an ihren Sorgen und Ängsten um ihre Zukunft und die ihrer Mitarbeiter und ihre Existenzen", erläutert Rösener.

Umso länger die Krise, desto dramatischer die Lage

Weiter führt sie aus, dass der Handels- und Gewerbeverein die Bürgerinnen und Bürger für die schwere Situation sensibilisieren wolle. Umso länger die Krise noch andauere, desto dramatischer entwickle sich die Lage. Dieser Zustand werde sich auch bei einer Lockerung der aktuellen Corona-Einschränkungen nicht schlagartig verbessern, urteilt Rösener.

Die Leiterin des HGV-Citymarketings bedauert, dass die Landesregierung nach der Ankündigung der Option eines "Click & Meet" überraschend zurückgerudert war. "Darum hat unsere Aktion nun aktuell noch mehr Bedeutung."

Kampagne läuft auf Social Media, Plakaten und in den Printmedien

Rösener schildert stellvertretend für die Mitglieder des Handels- und Gewerbevereins die Stimmung: "Die Ungewissheit quält alle. Heute nicht zu wissen, wo man selber morgen steht, ist zermürbend. Insbesondere über eine so lange Zeit. Darüber hinaus noch die Verantwortung den Mitarbeitern gegenüber, die selbst oft auch finanzielle Verpflichtungen haben – dies sorgt bei vielen für schlaflose Nächte."

Die HGV-Kampagne, die über Social Media, auf Plakaten an den Einfallstraßen sowie in den Printmedien gefahren wird, hat laut Rösener noch eine zweite Botschaft. Diese lautet: Zusammenhalt. "Alle diese Branchen können die Situation nur überstehen, wenn sie möglichst viel Unterstützung erfahren." 

Alle Teilnehmer der Aktion seien auf Unterstützung und Treue angewiesen. Rösener nennt die Musikschule, die Schüler brauche, um weiter existieren zu können. Beim Reisebüro könnten Reisen geordert oder Gutscheine gekauft werden. Sport- und Tanzverein seien auf Mitglieder angewiesen, um Gruppen und Mannschaften organisieren zu können. Schausteller und Beschäftigte aus der Eventbranche sehnten sich danach, den Menschen wieder Freude und Unterhaltung zu bieten, sobald es die Umstände erlauben.

Nicki Rösener appelliert an Bürger, vor Ort einzukaufen

Die Leiterin des HGV-Citymarketings geht auch auf die Gastronomie ein, deren einzige Einnahmequelle aktuell der Außer-Haus-Verkauf sei. "Wer nach der Pandemie noch mal Essen gehen möchte, der sollte Restaurants und Imbissbetriebe auch jetzt unterstützen." Hotels hätten seit Monaten quasi keine Gäste.

Der durch das Online-Shopping ohnehin schon gebeutelte Handel benötige Beistand, um nach der Pandemie noch ein "breites, serviceorientiertes und gutes Angebot" bereitstellen zu können. Sie wirbt dafür, Dinge des täglichen Lebens vor Ort einzukaufen.

Ohne Handel verlieren Orte "Herz und Charakter"

Ohne den Einzelhandel, so Rösener, würden viele Städte und Gemeinden nach der Corona-Krise nicht wiederzuerkennen sein. "Unsere Orte verlieren dann ihr Herz und ihren Charakter." Deshalb sei es so wichtig, Zusammenhalt zu demonstrieren. Sie dankt allen Teilnehmern an der Aktion, die sich "stellvertretend für ihre Branchen für das Projekt engagiert haben und Gesicht zeigen".

  • Info: Eine aktuelle Liste mit den Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme mit den Lohner Händlern und Gastronomen ist unter www.hgv-lohne.de einsehbar.

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