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Westfleisch muss Gutachten überarbeiten

Die Bakumer Politik hätte sich am Donnerstag mit den Erweiterungsplänen des Schlachtbetriebs beschäftigen wollen. Der Tagesordnungspunkt wurde angesichts der neuen Entwicklung – erneut – gestrichen.

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Foto: C. Meyer

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Wieder standen die Erweiterungspläne von Westfleisch auf der Tagesordnung der Bakumer Politik, wieder wurde das Thema kurzfristig gestrichen. Am Donnerstag (20. Januar) findet eine Sitzung des Planungs- und Wirtschaftsausschusses statt, bei der die geplanten Maßnahmen des Schlachtbetriebs debattiert werden sollten. Doch das Gewerbeaufsichtsamt hat Westfleisch darum gebeten, das Geruchs- sowie Lärmgutachten zu überarbeiten, wie Bakums Bürgermeister Tobias Averbeck wissen lässt. Angesichts dieser Entwicklung ergebe es noch keinen Sinn, in der Politik über die Pläne zu sprechen, sagt er.

Das Lärmgutachten werde ohnehin alle 3 Jahre überprüft, erklärt der Bürgermeister. Das sei Bestandteil der bisherigen Genehmigung und wäre im Januar sowieso fällig gewesen. Das Ergebnis werde in die neue Begutachtung mit einfließen. Beim Geruchsgutachten bemängele das Gewerbeaufsichtsamt, so Averbeck, dass unter anderem das nahe gelegene Wohngebiet Am Kiebitzmoor nicht berücksichtigt werde. Das muss nun nachgeholt werden.

Pläne sorgen für Kritik

Schon Ende November hätten sich die Mitglieder des Planungs- und Wirtschaftsausschusses mit dem Thema Westfleisch beschäftigen sollen. Doch das Genehmigungsverfahren ruhte vorläufig. Der nächste Anlauf wird für den 24. Februar anvisiert – sofern die neuen Gutachten bis dahin vorliegen, wie Averbeck sagt.

Westfleisch hat beim staatlichen Gewerbeaufsichtsamt Oldenburg die Erteilung einer Genehmigung „zur wesentlichen Änderung einer Anlage zum Schlachten von Rindern“ beantragt. So soll unter anderem die Schlachtkapazität von 220 Tonnen (bei einem Lebendgewicht von 400 Kilogramm pro Tier) pro Tag auf 630 Tonnen (bei einem Lebendgewicht von 700 Kilogramm pro Tier) pro Tag erhöht werden. Weiterhin beantragt das Unternehmen die Änderung der Betriebszeiten. An bis zu 26 Wochen im Jahr soll der Betrieb als Zwei-Schicht-Betrieb geführt werden.

Westfleisch plant weiterhin eine Erweiterung der Rinderhälftenkühlhäuser, die Kältetechnik soll angepasst werden. Die Werkstatt soll aus dem Kellerbereich in den Bereich der ehemaligen Schweineschlachtung verlagert und in nord-nordöstlicher Richtung soll eine Lärmschutzwand errichtet werden.

Einige Anwohnerinnen und Anwohner sowie die Bakumer Grünen kritisierten bereits diese Pläne.

Die Ausschusssitzung am Donnerstag findet aber nach wie vor ab 18 Uhr im Ratssaal statt. Die Lokalpolitikerinnen und -politiker beschäftigen sich unter anderem mit vorhabenbezogenen Bebauungsplänen in Lohe und Lüsche.

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