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Wer nicht handelt, verliert

Thema: Konzerne verlangen mehr Klimaschutz – Für die Unternehmen geht es ums blanke Überleben. Ohne Rahmensetzung kein Wettbewerb. Die Folgen wären verheerend – nicht nur für die Betriebe.

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Dass sich 69 deutsche Konzerne in der Verantwortung sehen, von der neuen Bundesregierung mehr Klimaschutz zu verlangen, ist absolut richtig. Denn: Es geht um das blanke Überleben der Unternehmen an einem durch den Klimawandel getriebenen Markt.

Gerade Energieriesen wie Vattenfall und EnBW brauchen klare Bestimmungen hinsichtlich Steuern-, Abgaben- und Umlagesystem, um konkurrenzfähig zu bleiben. Das liegt daran, dass sich die Lizenzen zum CO₂-Ausstoß im europäischen Emissionshandel in den vergangenen 4 Jahren etwa versiebenfacht haben. Wer zukünftig mit massiv Kohlenstoffdioxid-Ausstoß produzieren will, muss teuer bezahlen.

Damit klimaneutrales Wirtschaften gelingen kann, ist es zwingend notwendig, dass die neue Regierung Bürokratie abbaut, um den Umschwung nicht durch Planungs- und Genehmigungsverfahren (weiter) zu bremsen. Nur dann kann es den Konzernen gelingen, innovative Ideen entsprechend zu entwickeln und zu fördern.

Die Politik muss zwingend Weichen stellen

Wird nicht gehandelt, entstehen Wettbewerbsnachteile für Industrieunternehmen, die – bei richtiger Rahmensetzung – den Markt der erneuerbaren Technologien erobern würden. Dadurch würde ein massiver Anstieg der Arbeitslosigkeit drohen. Zusammen beschäftigen die Konzerne weltweit mehr als 5 Millionen Arbeitnehmer.

Experten schätzen, dass es 5 Billionen Euro kosten wird, um Deutschland klimaneutral zu machen. Gigantisch. Auch wenn der Spruch ausgelutscht ist: Die Alternative ist teurer. Und weil die Uhr gefühlt schneller tickt, als sie sollte, muss die Politik zwingend mehr Weichen stellen. Ansonsten hat das massive Folgen für Wirtschaft und Klima. Wer nicht handelt, verliert.

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