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Weihnachtsfenster beim Hotel Kruse Zum Hollotal laden zum Bummeln ein

Beim Hotel Kruse Zum Hollotal stellen Hobbykünstler in 16 Fenstern ihre Ware aus. Wer fündig wird, kann im Hotel kaufen.

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Glanz strahlt von den Fenstern auf: Josef Kruse, Maria Neuendorf und ihre Töchter Mia (links) und Anna öffnen eines der 16 "Fenster", in diesem Fall eine Tür. Foto: Ebert

Glanz strahlt von den Fenstern auf: Josef Kruse, Maria Neuendorf und ihre Töchter Mia (links) und Anna öffnen eines der 16 "Fenster", in diesem Fall eine Tür. Foto: Ebert

Der Advent in diesem Jahr ist ruhiger, aber gelegentlich auch etwas trüber. Die Tage kurz, die Bäume kahl. Der Himmel oft grau, der Wind häufig kalt. Und landauf, landab keine Weihnachtsmärkte; die mit Lichterschmuck und weihnachtlicher Musik auf das große Fest einstimmen.

In Grapperhausen aber ist es nicht ganz so trüb. Dort laden seit kurzem 16 Fenster zum Gucken und Kaufen ein. 16 Fenster – am Hotel und Restaurant Kruse Zum Hollotal.

Doch was verbirgt sich dahinter?

Geschmückt und liebevoll ausstaffiert sind die Fenster des Restaurants und des kleinen Saals mit ganz verschiedenen Dingen: Kerzen, Papier, Adventskränzen, Holzspielzeug, Kopfkissen, Mützen und vieles mehr. Doch was verbirgt sich dahinter? Josef Kruse, Seniorchef des Familienbetriebes, klärt auf: Es ist ein kleiner Weihnachts-Hobby-Markt zum Vorbeigehen. 

Filzpantoffeln, Kissen, Holzspielzeug: In den Weihnachtsfenstern gibt es viel zu sehen. Foto: EbertFilzpantoffeln, Kissen, Holzspielzeug: In den Weihnachtsfenstern gibt es viel zu sehen. Foto: Ebert

Seit kurzem habe man die einzelnen Fenster an Hobbykünstler aus der Region vermietet. Diese können dort in den Wochen vor Weihnachten ihre Waren präsentieren. Wer etwas entdeckt hat, kann die Dinge im Hotel kaufen. So fällt wenigstens das Stöbern und Shoppen nicht aus, wenn schon Weihnachtsmärkte nicht stattfinden können.

Doch warum macht Familie Kruse das? Josef Kruse meint: "Ein Haus, wo nichts los ist, stirbt." Nichts los – das kann man auch in diesen Tagen des "Lockdown light" zwar nicht wirklich über den Betrieb Kruse zum Hollotal sagen. Immerhin dürfen weiterhin Bauarbeiter auf Montage hier im Hotel absteigen. Und die Küche kocht mittags für einen Kindergarten, manche Senioren und bereitet einen Mittagstisch zum Mitnehmen. Und auch sonst kann man von einer Karte Essen für den Verzehr zu Hause bestellen. Aber touristische Übernachtungen gibt es nicht, Gäste dürfen das Restaurant nicht aufsuchen und der Saalbetrieb liegt natürlich auch seit dem Frühjahr brach. 

Preise liegen zwischen 1,50 und 50 Euro

Der improvisierte Weihnachtsmarkt in den Hausfenstern ist deshalb auch ein Rezept, um "nicht vergessen zu werden", wie Kruse sagt. Und da die Hoteltür "immer offen" sei, könne eben auch die Kleinkunstware verkauft werden – übrigens zu Preisen zwischen 1,50 und 50 Euro, wie Kruse sagt.

Auch sonst, das merkt man, will die Gastronomenfamilie ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen. So würden sie seit Mitte November "Weihnachtsmarkttüten" anbieten, sagt Maria Neuendorf (geborene Kruse, Tochter von Josef und Ruth Kruse). Sie ist die dritte Generation, die im Familienbetrieb arbeitet. Die "Weihnachtsmarkttüte" beinhalte eine Flasche Glühwein, eine "Räuberbratwurst", Kartoffelpuffer mit Apfelmus, selbst gebackene Plätzchen, gebrannte Mandeln, Sonnenblumenkerne und Nussecken – alles also, was Besucher auf Weihnachtsmärkten verzückt und verführt. Und auch über andere Tüten, die die Kruses für ihre Kunden packen können, wird in dem Haus schon eifrig nachgedacht.

Kruse berichtet von einem "täglichen Kampf"

Derweil erfreuen die Weihnachtsfenster sich großer Beliebtheit, sagt Josef Kruse – sowohl bei den Kunden als auch bei den Verkäufern. Demnach hatten die Kruses noch mehr Anfragen von Hobbykünstlern, als sie Fenster zur Verfügung stellen konnten.

Nun, da der "Lockdown light" gerade bis in den Januar verlängert worden ist, hoffen die Gastronomen, dass der Weihnachtsmarkt im Fenster nicht nur den Hobbykünstlern helfen kann, sondern auch den ein oder anderen auf das gastronomische Angebot des Betriebes aufmerksam macht. Kruse sagt, der Familienbetrieb werde die lange Teilschließung zwar überleben. Aber es sei "schwer", sie müssten "täglich kämpfen". 

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