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Waschen, polieren und dann den Wagen gründlich saugen

1,3 Millionen Euro investiert das Unternehmen Feldhaus Energie für eine Staubsaugerhalle neben der Felta-Tankstelle an der Falkenrotter Straße. Anfang September sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

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Die Experten der Vorwäsche kümmern sich auch als Ansprechpartner um die Staubsaugerplätze. Foto: Heinzel

Die Experten der Vorwäsche kümmern sich auch als Ansprechpartner um die Staubsaugerplätze. Foto: Heinzel

Der Rohbau steht. Die Arbeiten an der neuen, knapp 1.400 Quadratmeter großen Indoor-Staubsaugerhalle laufen seit der ersten Junihälfte. Neben der Felta-Tankstelle an der Falkenrotter Straße in Vechta entstehen 18 Staubsaugerbuchten für die Innenreinigung des eigenen Autos. Neben der Halle werden weitere zwölf Staubsaugerplätze eingerichtet. Im Außenbereich werden zudem drei überdachte SB Waschplätze für Pkw und Motorräder sowie ein SB Freiwaschplatz für höhere Fahrzeuge wie Wohnmobile oder Lieferwagen gebaut.

Firma Feldhaus Energie investiert 1,3 Millionen Euro

Anfang September sollen die Baumaßnahmen abgeschlossen sein. So ist die momentane Planung. Corona und andere Unwägbarkeiten haben das Projekt zwar leicht zurückgeworfen. Aber: Es wird.

Das Familienunternehmen Feldhaus Energie GmbH wird von den Geschwistern Marcus und Melanie Feldhaus gemeinsam mit ihren Eltern geführt. Die Firma betreibt im Landkreis Vechta mehrere Tankstellen, eine davon in der Kreisstadt.

In vielen Großstädten gebe es einen Trend hin zu solchen Staubsaugerhallen, berichtet Marcus Feldhaus. Seine Schwester ergänzt, dass viele Kunden sie auf solch eine Möglichkeit angesprochen hätten. Als sie die zusätzlich benötigte Fläche von 3.000 Quadratmeter pachten konnten, nahm das Projekt Fahrt auf. Rund 1,3 Millionen Euro investiert die Firma in die 2002 errichtete Vechtaer Tankstelle.

Mit der Eröffnung Anfang September geht auch ein neues, kontaktloses Bezahlsystem von Kärcher an den Start. "Wir sind damit die ersten in Deutschland", meint Marcus Feldhaus. Das Prinzip: Die Kunden schalten sich einen bestimmten Betrag frei. Das nach der Reinigung nicht verbrauchte Guthaben werde dem Karteninhaber wieder gutgeschrieben. Für Melanie Feldhaus ist das kontaktlose Zahlen ein Zukunftstrend. "Das wird kommen", sagt sie und fährt fort: "Die Coronazeit hat diesen Trend noch beschleunigt." Daher bauen die Geschwister diesen Bereich weiter aus. "Für die Zukunft ist das der richtige Weg", erklärt Melanie Feldhaus.

Regenwasser wird aufgefangen und zur Vorwäsche genutzt

Insgesamt entstehen 30 Staubsaugerplätze; 18 indoor, 12 outdoor. Vier davon sind kostenpflichtig. Sie sind auch außerhalb der normalen Öffnungszeiten zugänglich und nutzbar. Die restlichen 26 sind für Nutzer der Waschstraße kostenlos. In der Halle richten die beiden Visbeker zudem eine kleine abgesicherte Spielecke für Kinder ein. "Für Eltern ist es wichtig, zu wissen, dass ihr Kind sicher und ungestört spielen kann", meint Marcus Feldhaus.

Generell setze das Unternehmen auf Nachhaltigkeit, berichtet das Geschwisterpaar. Daher bauen sie eine Photovoltaikanlage auf das Dach der neuen Halle mit einer Kapazität von 208 Kilowatt Peak (kwp). Die Zahl beschreibt die maximale mögliche Leistung der PV-Anlage. Der 41-Jährige schätzt den Bedarf der Tankstelle mit Waschstraße, Indoorhalle und SB Waschplätzen auf rund 200 Kilowatt. Doch den möglichen Spitzenwert werde man nicht immer erreichen, schließlich scheine die Sonne ja nicht durchgehend.

"Wir werden das Unternehmen in Vechta noch nachhaltiger betreiben können", sagt seine Schwester. In diesem Zusammenhang dehnen sie zudem die Speicherung und Nutzung von Regenwasser aus. Die Kapazität erhöht sich von 10.000 auf 30.000 Liter. Das gespeicherte Regenwasser kommt vor allem bei der Vorwäsche durch die Servicemitarbeiter zum Einsatz.

Investieren rund 1,3 Millionen Euro: Marcus Feldhaus und seine Schwester Melanie. Foto: HeinzelInvestieren rund 1,3 Millionen Euro: Marcus Feldhaus und seine Schwester Melanie. Foto: Heinzel

Bevor die neuen Anlagen in Betrieb genommen werden, muss die Waschstraße über einen kurzen Zeitraum geschlossen werden, damit der Übergang von der Waschstraße gebaut werden kann. Zudem werden kleinere Reparaturen an der Waschstraße vorgenommen. Das wird voraussichtlich in der 34. und 35. Kalenderwoche geschehen. Ist dies erledigt, kann es losgehen. Zwar steht der Termin des Eröffnungswochenendes noch nicht fest, aber Melanie und Marcus Feldhaus möchten die Einnahmen der Waschstraße anschließend für einen guten Zweck spenden.

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