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Warum von Höfens Hühner glücklich sind

Traumhafte Wohnverhältnisse: Zimmer im Grünen, Vollpension und eine autarke Stromversorgung. Die Hühner auf dem landwirtschaftlichen Betrieb der von Höfens in Strücklingen fühlen sich wohl.

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Tierisch was los: Verena und Markus von Höfen sowie Schwager Jesko Künne (rechts) sorgen für "glückliche Hühner". 450 Tiere leben im vollautomatisierten mobilen Stall. Foto: C. Passmann

Tierisch was los: Verena und Markus von Höfen sowie Schwager Jesko Künne (rechts) sorgen für "glückliche Hühner". 450 Tiere leben im vollautomatisierten mobilen Stall. Foto: C. Passmann

Die Hühner auf dem landwirtschaftlichen Betrieb von Markus von Höfen und seiner Ehefrau Verena in Strücklingen können sich glücklich schätzen. Sie haben traumhafte Wohnverhältnisse: Zimmer im Grünen, stets sattes frisches Gras, Vollpension und eine autarke Stromversorgung über Solarzellen.

Auf dem Hof an der Sater Landstraße zwischen den Ortschaften Elisabethfehn und Strücklingen leben neuerdings 450 Hühner der Sorte "Lohmann Braun Classic". Aber nicht etwa in einem Stall, sondern im Hühnermobil. Die Idee hatte die 27-jährige Verena von Höfen. "Ich wollte schon immer Hühner haben. Doch sie sollten glücklich und zufrieden leben." Da habe sie in den Sozialen Medien etwas über das "Farmermobil" gelesen. Auch ihr Mann sei von der Idee begeistert gewesen. "So haben wir uns das Hühnermobil angeschafft, das eine Art zwischen Stall- und Bodenhaltung ist", sagt die gelernte Steuerfachangestellte.

Im oberen Stockwerk werden Hühner mit Körnern versorgt

Der Clou: Die mobile Behausung kann immer auf neue Wiesen gebracht werden. "Wenn sie das Gras runtergepickt haben, fahre ich sie mit dem Traktor ein paar Meter weiter", sagt der 28 Jahre alte Markus von Höfen. Die Flexibilität sei nicht der einzige Vorteil.

"Ab 10 Uhr kann das Federvieh selbst entscheiden, ob es lieber in seiner Behausung bleiben oder aufs Grüne ziehen möchte."Markus von Höfen

Im oberen Stockwerk, dem Essens- und Schlafbereich, werden die tierischen Bewohner automatisch mit Körnern und Wasser versorgt, der Kot werde über ein Förderband abtransportiert. In der unteren Etage, im Kaltscharr-Raum, können die Hühner in Ruhe kratzen und buddeln, wenn es sie nicht gerade raus auf die Wiese zieht.

Um 4.30 Uhr startet der Tag mit dem Frühstückslicht

"Ab 10 Uhr kann das Federvieh selbst entscheiden, ob es lieber in seiner Behausung bleiben oder aufs Grüne ziehen möchte", erklärt von Höfen. Um 4.30 Uhr gibt es zum Start in den Tag das Frühstückslicht.  "Anschließend sollen die Hühner ihrem Geschäft, dem Eierlegen, nachgehen", berichtet seine Frau.

In der Abenddämmerung schalte sich innen das Licht an, damit die Hühner sich daheim fühlen, bevor die Nachtruhe einkehre. Die Landwirtsfamilie hofft, dass die Hühnerschar von Angriffen (Fuchs, Greifvögel) verschont bleibt. "Leider dürfen die Hühner derzeit bei der Vogelgrippe nichts in Freie", meint der studierte Agrarwissenschaftler. Ihre Kunden legten großen Wert darauf, Produkte direkt vom Bauern zu beziehen, erklärt die Landwirtsfamilie.

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