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Wandel muss weitergehen

Thema: Diskussion um Ernährungssicherheit – Es muss um eine langfristige Strategie gehen. Deshalb darf es nicht zum Stopp des Wandels der Landwirtschaft hin zu mehr Nachhaltigkeit kommen.

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Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine hat eine Diskussion um die Ernährungssicherheit ausgelöst, die ebenso notwendig wie gefährlich ist.

Notwendig ist die Debatte angesichts unterbrochener Lieferketten von Getreide, weil es akut um Vorsorge gehen muss. Öko-Vorrangflächen für den Anbau von Weizen & Co. freizugeben, ist jetzt das richtige Vorgehen. Auch die Verschiebung der von der EU geplanten Stilllegung von 4 Prozent der Ackerflächen ist ein sinnvolles Anliegen.

Aber: Es besteht die Gefahr, dass die Situation infolge des Kriegs als Anlass gesehen wird, um die Weiterentwicklung der deutschen und europäischen Landwirtschaft hin zu mehr Nachhaltigkeit zu stoppen.

Bei den politischen Kräften, die nun so vehement darauf pochen, dass die Ernährungssicherheit Priorität zu haben hat, fehlt das klare Bekenntnis, am Wandel festhalten zu wollen. Es wirkt so, als würden die Union (als Opposition im Bund) und die FDP (als Regierungspartei im Bund) im Ukraine-Krieg die Gelegenheit zum „Rollback“ in der Agrarwirtschaft sehen.

Doch: Nur der bereits eingeleitete Wandel, der auf einem mühsam errungenen Konsens beruht, kann am Ende der deutschen Landwirtschaft eine Zukunftsperspektive geben. Und zwar vor allem aus Gründen des zu verstärkenden Schutzes von Klima, Umwelt und Ressourcen (Wasser, Böden). Es geht hier um die Grundlagen der Ernährungssicherheit auf ganz lange Sicht.

Aber auch ökonomische Zwänge erfordern die Transformation. Denn die deutsche Landwirtschaft ist auf Dauer international nicht wettbewerbsfähig, wenn sie nicht auf noch mehr Qualität umstellt.

OM-hilft -  Helfen Sie mit! Das Oldenburger Münsterland hilft den Geflüchteten aus der Ukraine. Hilfsinitiativen, Wohlfahrtsorganisationen und viele mittelständische Unternehmen sind bereits dabei, die Hilfe vor Ort zu koordinieren. Und auch Sie können sich beteiligen. Wie und Wo? Das sagt Ihnen  die Webseite om- hilft.org

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