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Vom Ostring nach Vahren: Caritas-Wäscherei ist umgezogen

Am Neuendamm 4 hat das Waschhaus der Caritas-Werkstatt Cloppenburg eine neue Heimat gefunden. Menschen mit Behinderung kümmern sich dort um die Textilien von Privat- und Gewerbekunden.

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Sind begeistert (von links): Dieter Varnhorn (Werkstattleiter), Horst Zwirchmair (Produktionsleiter), Silke Eichwald (Betriebsleitung Pädagogik) und Jan Lübbers (Bereichsleiter Arbeit). Foto: Heinzel

Sind begeistert (von links): Dieter Varnhorn (Werkstattleiter), Horst Zwirchmair (Produktionsleiter), Silke Eichwald (Betriebsleitung Pädagogik) und Jan Lübbers (Bereichsleiter Arbeit). Foto: Heinzel

Seit Anfang Juni wird nun am Neuendamm 4 gewaschen, gebügelt, gemangelt und zusammengelegt – für private und gewerbliche Kunden. „Das Waschhaus“ der Caritas-Werkstatt Cloppenburg ist nämlich vom Ostring nach Vahren gezogen. Es die neuen Räume bezogen und seine Arbeit aufgenommen. „Eine Erweiterung war aufgrund der Auftragslage dringend notwendig, aber baulich nicht auf dem bestehenden Gelände möglich“, erklärt Werkstattleiter Dieter Varnhorn.

Der Caritas-Verein Altenoythe hatte das inzwischen in "360°-Halle" umbenannte Gebäude 2019 gekauft. 2020 begannen die Umbaumaßnahmen, welche in diesem Jahr nach etwa 12 Monaten Bauzeit beendet waren. Über eine Million Euro hat der Caritas-Verein nach eigenen Angaben in das Projekt investiert. Dafür wurden unter anderem neue Maschinen angeschafft und ein modernes Schleusensystem mit Desinfektion zur Trennung zwischen Schwarz- und Weißbereich eingerichtet. Im Schwarzbereich befindet sich die schmutzige Wäsche; im Weißbereich die sauberen Textilien. Dieses System ist für Kunden aus der Nahrungsmittelindustrie oder etwa Altenheimen wichtig, damit keine Krankheitserreger oder Fremdkörper überleben, erklärt der Verein.

1,5 Tonnen Wäsche können pro Tag gereinigt werden

4 Mitarbeitende und 30 Menschen mit Behinderung sind derzeit an dem Standort beschäftigt. 1,5 Tonnen Wäsche können sie an einem Tag bewältigen. Kunden können ihre Wäsche im Durchschnitt nach 2 Tagen wieder mitnehmen.

Momentan arbeitet „Das Waschhaus“ mit 60 bis 70 Prozent seiner Kapazität. Der Großteil dieser Aufträge komme aus dem Privatkundenbereich und von Altenheimen. Phasenweise weggebrochen waren indes die Aufträge aus der Gastro-Branche; der Lockdown war der Grund. Mittlerweile, heißt es aus dem Waschhaus, gebe es wieder Arbeit. Generell sei Wachstumspotenzial an dem Standort vorhanden.

Anastasia Kolomissov und Nadine Moss beim Zusammenlegen der Wäschestücke, die aus der Heißmangel kommen. Foto: HeinzelAnastasia Kolomissov und Nadine Moss beim Zusammenlegen der Wäschestücke, die aus der Heißmangel kommen. Foto: Heinzel

Die Wäscherei ist seit der Gründung des Vereins 1985 stetig gewachsen und laut Jan Lübbers, dem Bereichsleiter Arbeit, ein „gutes Arbeitsfeld für Menschen mit Behinderung“. Das oberste Ziel sei, die Personen trotz Handicap für den allgemeinen Arbeitsmarkt zu qualifizieren. Es gehe aber auch darum, dass in der Wäscherei Menschen mit und ohne Behinderung in Kontakt kommen.

Weitere Arbeitsplätze sollen noch entstehen

Diesem Ziel dient auch ein weiteres Projekt des Caritas-Vereins. Gemeinsam mit einem Kooperationspartner sollen inklusive Arbeitsplätze auf den verbliebenen 600 Quadratmetern der insgesamt fast 2.000 Quadratmetern großen 360°-Halle entstehen. Laut Jan Lübbers befinden sich die Gespräche in der finalen Phase. Wenn alles klappt, hofft der Bereichsleiter Arbeit in der zweiten Jahreshälfte starten zu können. Er gehe von 25 Mitarbeitern im Montagebereich aus. Ein Viertel der Teammitglieder könnten Menschen mit Handicap sein.

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