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Volksbank Löningen-Lindern meistert Corona-Jahr "sehr gut"

Im Privat- und Firmenkundengeschäft ist die Volksbank Löningen-Lindern gewachsen: Die Bilanzsumme hat sich im vergangenen Jahr um 11,8 Prozent auf 362 Millionen gesteigert.

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Vorstand und Aufsichtsrat mit den Verabschiedeten: (von links) Frank Bertke, Wilhelm Jansen, Josef Osinski, Klaus Schute, Herbert Lammers sowie Alfred Kessen, Franz Bolte und Manfred Thyen. Foto: Willi Siemer

Vorstand und Aufsichtsrat mit den Verabschiedeten: (von links) Frank Bertke, Wilhelm Jansen, Josef Osinski, Klaus Schute, Herbert Lammers sowie Alfred Kessen, Franz Bolte und Manfred Thyen. Foto: Willi Siemer

Auf der ersten Präsenz-Vertreterversammlung der Mitglieder der Volksbank Löningen-Lindern seit 2 Jahen präsentierten die Verantwortlichen den Mitgliedern eine gute Bilanz. Trotz der großen Herausforderungen im Alltagsgeschäft mit Wechselschichten und den Folgen des teilweisen Stillstandes ganzer Branchen habe die Bank die Krise "sehr gut gemeistert", erklärte Vorstand Herbert Lammers.

Das vergangene Jahr habe bewiesen, dass die Volksbank robust aufgestellt sei und auch in Krisenjahren bestehe. Der Genossenschaftsverband erteilte nach der Prüfung des Abschlusses den sogenannten "uneingeschränkten Bestätigungsvermerk". Stefan Grüterich, Prüfungsdienstleiter des Genossenschaftsverbands Weser-Ems erklärte: "Löningen ist eine relativ kleine, aber kerngesunde Bank".

Die Genossenschaft mit ihren 5.091 Mitgliedern überwiegend aus Löningen und Lindern und ihren 9.195 Geschäftsanteilen unterhalten mit den anderen 11.526 Kunden fast 25.000 Konten. In allen wichtigen Kennziffern gelangen teilweise deutliche Steigerungen.

Starkes Eigenwachstum ist für die Bank "nicht nur erfreulich"

Die Bank habe im Geschäftsjahr heimische Unternehmen und Privatkunden als verlässlicher Finanzierungspartner begleitet, betonte Lammers. Der Lohn: Wachstum gleichermaßen im Privatkunden- wie Firmenkundengeschäft. Die Bilanzsumme stieg um fast 12 Prozent auf 362,7 Millionen Euro, die Einlagen der Kunden um 15 Prozent auf 33,4 und die Geld- und Kapitalmarktanlagen von 36,8 auf 54 Millionen Euro.

Das starke Einlagenwachstum des vergangenen Jahres sei für die Bank nicht nur erfreulich, erläutert das Vorstandsmitglied; "Jeder Euro, den wir nicht direkt im Kundengeschäft unterbringen können, kostet uns Geld". Wegen des zu zahlenden Strafzinses von 0,5 Prozent an die Bundesbank in Verbindung mit dem starken Einlagenwachstum zwinge dazu in bestimmten Fällen Negativzinsen zu vereinnahmen, erläuterte Lammers.

Nach Abzug der Steuern, unter anderem 436.000 Euro Gewerbesteuer für Löningen und Lindern, erzielte die Bank einen Jahresüberschuss von 1,54 Millionen Euro. Nachdem 1,1 Millionen in die Rücklagen gesteckt wurden, verbleibt ein Bilanzgewinn von 441.000 Euro (Vorjahr 414.000). 156.000 Euro, 7 Prozent, wurden als Dividende an die Mitglieder ausgeschüttet, die übrige Summe floss in die Rücklagen. Mit diesen Aktionen steigerte die Bank ihr wirtschaftliches Eigenkapital auf 44 Millionen (41,7 im Vorjahr), was eine Quote von 12,1 Prozent ist.

Wilhelm Jansen wird nach Jahrzenten im Vorstand verabschiedet

Dieses haftende Eigenkapital, auch als Bezugsgröße für eine Vielzahl von Aufsichtsnormen, bilde neben einer ausreichenden Liquidität die unverzichtbare Grundlage einer soliden Arbeit, betonte Lammers. Nicht ganz an das Ergebnis von 2019 (7,19 Millionen) reichten wegen der sinkenden Spannen die Zinserträge mit 6,94 Millionen heran. Aus dem Provisionsüberschuss erwirtschaften die Mitglieder 2,04 Millionen Euro. Auf Vorjahresniveau lagen die Personalaufwendungen mit 3,06 Millionen. Es seien keine staatlichen Hilfen wie Kurzarbeitergeld in Anspruch genommen worden und der Service sei die ganze Zeit aufrecht erhalten worden, betonte Lammers.

Neben den Zahlen standen Abschiede und der erste öffentliche Auftritt des neuen Vorstandskollegen von Lammers, des 35-jährigen Frank Bertke, im Mittelpunkt des nur auf die notwendigen Teilnehmer reduzierten Treffens in Lindern. Er ist Nachfolger von Wilhelm Jansen, der nach 45 Jahren und Jahrzehnten im Vorstand mit viel Lob und Anerkennung verabschiedet wurde. Mit Erreichen der Altersgrenze von 70 Jahren schied Josef Osinski aus dem Aufsichtsrat aus. Der Unternehmer habe sein Wissen und seine Erfahrung in den 20 Jahren seiner Tätigkeit konstruktiv eingebracht und sich um die Bank verdient gemacht, würdigte Lammers.

Da der Aufsichtsrat mit dem Vorsitzenden Klaus Schute, Alfred Kessen, Franz Bolte und Manfred Thyen mit 4 Personen besetzt ist, haben alle Beteiligten auf eine Neubesetzung des Postens verzichtet. Für ihr 25-jähriges Engagement als Vertreter der Mitglieder wurden Winfried Schulz, Werner Vodde, Wilhelm Lüllmann und Gerd Grüß ausgezeichnet.

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