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Volksbank Löningen-Lindern vermeldet stetiges Wachstum

Auf der Vertreterversammlung im Saal Breher stimmten die Anwesenden für eine Reduzierung der Dividende auf 5 Prozent zur Stärkung des Eigenkapitals. Die Kundeneinlagen erhöhten sich um 4,1 Prozent.

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Im Amt bestätigt: (von links) Alfred Kessen und Manfred Thyen erhielten von den Vertretern weiter das Vertrauen, im Aufsichtsrat tätig zu sein. Franz Bolte, Klaus Schute, Axel Schwengels (Verbandsdirektor des Genossenschaftsverbandes Weser-Ems), Frank Bertke und Herbert Lammers gratulieren zur Wiederwahl. Foto: Wienken

Im Amt bestätigt: (von links) Alfred Kessen und Manfred Thyen erhielten von den Vertretern weiter das Vertrauen, im Aufsichtsrat tätig zu sein. Franz Bolte, Klaus Schute, Axel Schwengels (Verbandsdirektor des Genossenschaftsverbandes Weser-Ems), Frank Bertke und Herbert Lammers gratulieren zur Wiederwahl. Foto: Wienken

"Es freut uns besonders, dass wir gleichermaßen im Privat- als auch im Firmenkundengeschäft gewachsen sind. Dies zeigt einmal mehr, dass wir die Nachfrage vor Ort in allen Segmenten bedienen können", erklärte Klaus Schute vom Aufsichtsrat der Volksbank Löningen-Lindern. Auf der Vertreterversammlung im Saal Breher in Löningen informierten sich die Anwesenden über das abgelaufene Geschäftsjahr des Kreditinstituts.

Die Genossenschaft mit ihren 5154 Mitgliedern (Vorjahr: 5091), überwiegend aus Löningen und Lindern, sowie ihren 9242 Geschäftsanteilen unterhält mit ihren 11.623 Kunden (Vorjahr: 11.526) fast 25.000 Konten. Zudem erhöhten sich die Einlagen der Kunden in 2021 um 10,3 Millionen Euro beziehungsweise 4,1 Prozent auf 264,7 Millionen Euro. So stieg die Bilanzsumme um 6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 431.659,06 Euro. Der größte Anteil des Kreditvolumens entfiel mit 49 Prozent auf Privatpersonen, gefolgt von der Landwirtschaft mit 17 Prozent. Die verbleibenden 34 Prozent ergeben Schute zufolge eine breite Streuung über alle Branchen.

Der Aufsichtsrat und der Vorstand schlugen auf der Vertreterversammlung einvernehmlich eine Dividende von 5 Prozent vor, die zuvor noch bei 7 Prozent gelegen hatte. "Auch eine Dividende in Höhe von 5 Prozent liegt deutlich oberhalb der Durchschnittsdividende in Deutschland", betonte Frank Bertke vom Vorstand. In den vergangenen Jahren habe die Volksbank trotz Niedrigzinsumfelds eine durchgängige Dividende in Höhe von 7 Prozent gezahlt. Eine Reduzierung der Dividende unterstütze dabei, die Gewinne der Volksbank zu thesaurieren und eine starke Eigenkapitalquote zu erhalten.

Eigenkapital-Quote der Volksbank liegt in 2022 bei 11,5 Prozent

"In den vergangenen Jahren zeigte sich, dass die Eigenkapital-Entwicklung nicht mit dem Bilanzsummenwachstum mithalten konnte und die Quote im Verhältnis zur Bilanzsumme immer weiter abgefallen ist. So war eine Eigenkapitalbildung nicht in dem Maße möglich, wie sich das Geschäft entwickelt hat", berichtete Frank Bertke. Im Verhältnis zur Bilanzsumme sank die Eigenkapital-Quote von 12,4 Prozent in 2017 auf inzwischen 11,5 Prozent in 2022. Aus diesem Grund stimmten die Mitglieder letztlich für die Reduzierung der Dividende.

Die Unsicherheiten im Zuge der Corona-Pandemie, die steigende Inflation aufgrund von Materialengpässen, die Energiekrise durch den Ukraine-Konflikt sowie die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank seien im laufenden Geschäftsjahr auch nicht spurlos an der Volksbank Löningen-Lindern vorbeigegangen. So zeige sich, dass die Nachfrage nach Krediten aktuell eher rückläufig sei, erklärt Klaus Schute.

Auch das Hin und Her bei der KfW-Förderung habe viele Bauwillige abgeschreckt, einen Kredit aufzunehmen. Die Zuschüsse und zinsgünstigen Darlehen für energieeffizientes Bauen seien in diversen Finanzierungen berücksichtigt worden, sodass Bauwillige ihr Vorhaben nicht mehr umsetzen oder komplett umplanen mussten. "Trotz der vielen Unwägbarkeiten und der Erwartung einer sich abschwächenden Wirtschaft gehen wir weiterhin von einer positiven Entwicklung Ihrer Volksbank eG aus. Auch in 2022 wird die Bilanzsumme leicht wachsen", so Schute.

Nach der Vorstellung des Geschäftsberichts stand außerdem die Wahl des Aufsichtsrats an. Die Mitglieder des Gremiums sprachen sich für die Wiederwahl von Alfred Kessen und Manfred Thyen aus. Die Anwesenden stimmten diesem Vorschlag zu und bestätigten die beiden einstimmig in ihren Ämtern.

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