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Visbeks erster Bioladen öffnet im Sommer

Aus der Lagerhalle an der Rechterfelder Straße wird ein Verkauf und Café mit Scheunenfeeling gemacht. Aber nicht nur das: Dort sollen in Zukunft auch Seminare zur Ernährung angeboten werden.

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Noch ist es eine Baustelle: Nina Dannenberg (links) und Daniela Busse eröffnen einen Bioladen mit Café. Foto: E. Wenzel

Noch ist es eine Baustelle: Nina Dannenberg (links) und Daniela Busse eröffnen einen Bioladen mit Café. Foto: E. Wenzel

In die Scheune neben der Visbeker Deern zieht Leben ein. Schon seit Beginn des Jahres laufen die Bauarbeiten. Aus der bisher als Lagerhalle genutzten Scheune soll ein „Anlaufpunkt für Nachhaltigkeit“ entstehen, klären die zukünftigen Betreiberinnen, Nina Dannenberg und Daniela Busse, auf. Unter dem Namen „Frau Holle“ werden dann ein Bioladen, ein Café und ein Seminar-Angebot unter einem Dach vereint.

Öffnen soll der Betrieb Mitte Juli. Die grobe Aufteilung der Räume lässt sich schon erkennen. Direkt am Eingang wird sich der Bioladen befinden. Die Produkte beziehen die beiden Visbekerinnen von regionalen Landwirten und Großhändlern. Diese müssten nicht zwingend ein Bio-Zertifikat haben, solange sie nachhaltig handeln, erklärt Dannenberg. Das Besondere: Der Laden könne je nach Belieben vom Rest der Scheune abgetrennt werden. Das sei von Vorteil, erklärt Busse, denn das Café am Ende der Scheune habe andere Öffnungszeiten als der Laden.

Vor dem Bauplan: Die beiden Visbekerinnen bieten ein breites Angebot zum Thema bewusst (er)leben an. Foto: E. WenzelVor dem Bauplan: Die beiden Visbekerinnen bieten ein breites Angebot zum Thema "bewusst (er)leben" an. Foto: E. Wenzel

Das Café selbst liegt direkt neben der Küche und einem Ofen, der für ein angenehmes Ambiente sorgen soll. Darauf legen die Frauen Wert: Der Charme der Scheune soll beibehalten werden. So haben sie sich etwa entschieden, die originale Decke der Scheune sichtbar zu behalten. Direkt darunter befinden sich die Büroräume der beiden Betreiberinnen.

Gegenüber des Bioladens befinden sich Seminarräume. Dort werden in Zukunft Ernährungskurse angeboten. Dannenberg und Busse bringen dafür verschiedene Qualifikationen im Bereich der Ernährung ein. Daniela Busse biete seit etwa 8 Jahren Kurse wie Basenfasten an. Hauptberuflich arbeitete sie aber in einer Apotheke. Nina Dannenberg arbeitete bei einer internationalen Großkanzlei in den USA.

Die Idee, sich gemeinsam selbstständig zu machen, kam bei einem Telefonat auf, als Dannenberg noch in den USA lebte. Die beiden Visbekerinnen kennen sich seit der Schulzeit. Mittlerweile sind sie seit fast 40 Jahren befreundet, erinnert sich Busse – und hielten durchgehend Kontakt. Zu Beginn der Pandemie habe Dannenberg überlegt, ob sie zurück nach Deutschland ziehen wolle. Das aber unter einer Voraussetzung: Sie wolle sich selbstständig machen. Busse unterstützte sie – und stieg gleich mit ein.

Scheune wird von dem Unternehmen Schickling gemietet

Anfangs noch zögerlich erstellten sie einen Business-Plan. „Das waren Überlegungen in Form von ‚Wenn wir es machen würden, wie würden wir das machen‘“, lacht Busse. Der passende Ort war schnell gefunden – Busse musste praktisch nur aus dem Fenster schauen. Sie arbeitete in der Apotheke direkt gegenüber der Lagerscheune. Diese gehört dem Unternehmen Schickling. Als Busse und Dannenberg ihre Idee vorstellten, seien ihre jetzigen Vermieter sofort Feuer und Flamme gewesen.

Die Unternehmerinnen schauen optimistisch in die Zukunft. Eine Konkurrenz mit den Supermärkten oder dem Bäcker sehen sie nicht. Das bisherige Angebot in Visbek sei nicht so spezialisiert wie das Angebot „Frau Holles“. In ihrem Café würden beispielsweise nur Backwaren ohne Weizen angeboten – ganz im Sinne einer gesunden Ernährung, erklärt Dannenberg. Somit würden sie Visbeks Produktpalette erweitern. Schließlich sei es wichtig, die Kunden im Ort zu behalten, findet Dannenberg.

Die Visbekerinnen könnten sich auch Kooperationen mit dem Haus der Familie vorstellen. Vernetzt sind die Unternehmerinnen allemal, Nina Dannenberg etwa ist die stellvertretende Vorsitzende von „Visbek macht“.

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