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Vechtaer Studenten machen ihren Rennwagen startklar für die Saison

Das PHWT-Racing-Team Deefholt Dynamics qualifizierte sich für zwei Events. Jetzt geht es für die Tüftler ins italienische Parma und nach Hockenheim.

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Janis Helms (Teamleiter, von links), Silas Hoppe (Baugruppe Chassis) und Phi-Luan Chung (technischer Leiter) arbeiten Hand in Hand am Monocoque des Rennwagens. Foto: PHWT

Janis Helms (Teamleiter, von links), Silas Hoppe (Baugruppe Chassis) und Phi-Luan Chung (technischer Leiter) arbeiten Hand in Hand am Monocoque des Rennwagens. Foto: PHWT

Das Formula Student Team „Deefholt Dynamics“ der PHWT Vechta/Diepholz hat sich für zwei Events in der kommenden Saison qualifiziert: Zum einen geht es für das Team im Juli nach Italien in die Region Parma und daraufhin im August zum größten Event der Klasse nach Hockenheim, organisiert von Formula Student Germany.

„Gerade über die Qualifizierung für das deutsche Event haben wir uns sehr gefreut, da wir uns lange und intensiv auf die Qualifizierungsquizze vorbereitet haben“, sagt Janis Helms, Teamleiter. Beim spanischen Event, welches auf der Formel-1-Strecke in Barcelona stattfinden wird, befindet sich Deefholt Dynamics laut Pressemitteilung auf einem aussichtsreichen Wartelistenplatz.

Formula Student ist international der größte Konstruktionswettbewerb für Studenten. Dabei geht es darum, einen einsitzigen Rennwagen im Formula-Stil zu planen, zu konstruieren und zu fertigen. Anschließend messen sich die Teams miteinander in verschiedenen Disziplinen. Dabei gewinnt nicht das Team, das den schnellsten Rennwagen an den Start bringt, sondern das Team mit dem besten Gesamtkonzept aus Konstruktion, Fahrzeugperformance, Finanz- und Businessplanung.

Rennwagen-Team hat insgesamt 59 Mitglieder aus vier Studiengängen

„Damit das neue Team erfolgreich an der kommenden Saison teilnehmen kann, wurden schon erste Tests absolviert und die Fertigungsphase ist im vollen Gange“, berichtet Ilka Middelbeck vom aktuellen Formula-Student-Team der PHWT: „Momentan sind wir gerade voll damit beschäftigt, unseren Rennwagen zu fertigen. Durch den engen Zeitplan und dem Studium nebenher wurden schon erste Nachtschichten in der Werkstatt eingelegt“, sagt sie.

Insgesamt habe das Team in diesem Jahr 59 Mitglieder aus vier Studiengängen: Maschinenbau, Wirtschaftsingenieurwesen, Elektrotechnik und Mechatronik. Die zehn Baugruppen befassen sich mit elektrischen Themen, wie dem Antrieb, aber auch mit mechanischen Themen, wie dem eigens gefertigten Chassis oder dem Businessplan im wirtschaftlichen Bereich. Im Vergleich zu den Vorjahren wurde die Zahl der Baugruppen reduziert, um das Wissen zu bündeln.

Es gibt Unterschiede im Vergleich zum Vorgänger-Modell

Das Chassis des Rennwagens wird aus einem Voll-Carbon-Monocoque bestehen. Es behält die gleiche Geometrie, wurde jedoch mithilfe neuer Materialien in der Struktur stark gewichtsoptimiert und wird nun mehr als 50 Prozent leichter sein. So wird der vordere Überrollbügel zum Beispiel erstmals aus einer hochfesten Aluminiumlegierung gefertigt und spart dadurch 1,5 Kilogramm beziehungsweise 60 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Es werden auch wieder zwei innenliegende E-Motoren auf der Hinterachse verbaut, die zusammen mit den Planetengetrieben ein Spitzendrehmoment von 700 Nm bereitstellen. Außerdem wird ein neuer Akku mit 70 Prozent leichterem Gehäuse und einer neuen Steuerung gefertigt. Es ist geplant, dass neben dem Aerodynamikpaket auch die Sitzschale des Fahrers aus biologisch abbaubarer Flachsfaser besteht.

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