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Unternehmer mag keine Ungerechtigkeit und spendet Computer für 15500 Euro

Große Freude an der Grundschule in Evenkamp: Das Menslager Unternehmerpaar Wilgen will Gerechtigkeit und Bildung für alle Kinder unterstützen.

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42 Computer übergeben: Mit zwei Bollerwagen übernahmen die Kinder und ihre Lehrkräfte die iPads von Heinz Wilgen und seiner Frau Digna (Mitte, hinten). Foto: Bernd Götting

42 Computer übergeben: Mit zwei Bollerwagen übernahmen die Kinder und ihre Lehrkräfte die iPads von Heinz Wilgen und seiner Frau Digna (Mitte, hinten). Foto: Bernd Götting

Mit der Spende von 42 tragbaren Computern der Marke iPad 8 im Wert von 15.500 Euro haben Heinz Wilgen (76) und seine Ehefrau Digna (57) die Grundschule Evenkamp überrascht. Das Kaufmann-Ehepaar aus Menslage hatte davon erfahren, dass die Schule noch nicht vollständig mit Computern ausgestattet ist.

Heinz Wilgen wollte den Anteil der Stadt übernehmen,

Auf die Frage, ob sie nicht noch ein oder zwei iPads spenden würden, haben sie zunächst mit der Grundschule Kontakt aufgenommen und die Lage grundsätzlich sondiert. Man habe ja immer wieder lesen können, dass es ausreichend Fördermittel gebe, diese aber wegen fehlender Eigenanteile der Gemeinde nicht abgerufen werden könnten, so die Wilgens. „Ich habe mich bei der Stadt Löningen erkundigt, ob die Möglichkeit besteht, Fördermittel zu bekommen, wenn ich den städtischen Anteil übernehme“, berichtet Heinz Wilgen. Dieses sei verneint worden, weil es bereits einige Computer an der Schule gebe, und weitere im Jahre 2022 eingeplant seien.

Mit Evenkamp sind viele glückliche Erinnerungen verbunden

Darauf hin habe er, so Heinz Wilgen, einige Unternehmer im Kirchspiel Evenkamp angesprochen und um Unterstützung für die Anschaffung von weiteren iPads gebeten. „Leider waren die Taschen komplett zugenäht“, bedauert der Unternehmer. Aber die Situation ärgerte ihn grundsätzlich: „Es kann nicht sein, dass einige Kinder in der Grundschule ein iPad bekommen, und andere Kinder noch bis zum nächsten Jahr darauf warten müssen. Das empfinde ich als ungerecht und wenig förderlich für die Entwicklung der Kinder“. Dann habe er kurzentschlossen die fehlenden 42 Computer komplett in Eigenregie bei einem lokalen Händler beschafft. Mit Evenkamp verbindet Heinz Wilgen glückliche Erinnerungen. Hier verbrachte er viel Zeit bei seiner Oma und noch heute leben in Evenkamp, Düenkamp und Ehren viele nahe Verwandte von ihm.

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