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Unruhe wegen des Jobabbaus auf der Meyer-Werft

Der Vereinbarung nach sollen bis Ende November 350 Stellen bei der Werft selber wegfallen. Bis Oktober lief ein Freiwilligenprogramm, erst danach sollten Kündigungen ausgesprochen werden.

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Die Meyer-Werft in Papenburg. Foto: dpa/Assanimoghaddam

Die Meyer-Werft in Papenburg. Foto: dpa/Assanimoghaddam

Beim Kreuzfahrtschiffbauer Meyer-Werft gibt es wieder Unruhe wegen des laufenden Abbaus von 450 Stellen. Auf diese Zahl hatten sich Werftleitung und der Betriebsrat in Papenburg nach langem Ringen Ende Juli geeinigt. Der Betriebsrat hat nach eigenen Angaben aber zuletzt gefordert, die Kündigungen zu überdenken.

"Wir halten es nach wie vor für nicht notwendig, bei der Situation, die wir haben, von betriebsbedingten Kündigungen zu sprechen", sagte Betriebsratschef Nico Bloem in einem Video an die Belegschaft. Darüber hatte zuerst der NDR berichtet. Es gebe so viel Arbeit auf der Werft, dass sonntags gearbeitet werden müsse und mehr Fremdfirmen beauftragt werden, sagte Bloem.

Der Vereinbarung nach sollen bis Ende November 350 Stellen bei der Werft selber wegfallen. Bis Oktober lief ein Freiwilligenprogramm, erst danach sollten Kündigungen ausgesprochen werden. Die Meyer-Werft machte keine Angaben, wie viele Mitarbeiter freiwillig ausscheiden. Das Programm laufe weiter, sagte ein Sprecher am Dienstag. Die anderen Stellen würden dann nach Betriebsverfassungsgesetz abgebaut. Weitere 100 Jobs bei der Tochterfirma EMS sollen 2022 wegfallen.

Deutschlands größter Schiffbaubetrieb hat sein Bauprogramm drosseln müssen, weil neue Kreuzfahrtschiffe wegen der Corona-Pandemie kaum gefragt sind. Derzeit testet die Werft auf der Nordsee den Neubau "Aidacosma", der noch im Dezember abgeliefert werden soll. Danach soll die Werft bis zum Frühjahr die technisch äußerst aufwendige "Disney Wish" fertigstellen.

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