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Ukraine-Krieg dämpft das Geschäft mit Spring- und Dressurpferden

Die Auktion auf dem Hof Fischer in Holtrup schließt mit einem Umsatz von etwa 400.000 Euro. Zu der Veranstaltung kamen viel Kunden aus dem Ausland.

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Insgesamt 31 Pferde kamen unter den Hammer. Die Preisspitze des Tages lag bei 28.000 Euro. Foto: Hof Fischer

Insgesamt 31 Pferde kamen unter den Hammer. Die Preisspitze des Tages lag bei 28.000 Euro. Foto: Hof Fischer

Bei der Auktion auf dem Hof Fischer in Holtrup ist ein Umsatz in Höhe von etwa 400.000 Euro erzielt worden. Mit dem Ergebnis zeigt sich der Gastgeber insgesamt zufrieden, aber an die Erfolge aus dem vergangenen Jahr hat die Versteigerung nicht anknüpfen können. Das Geschäft mit den Spring- und Dressurpferden sei etwas zurückhaltender gewesen, bilanziert Arnold Fischer.

Ganz unerwartet kommt diese Entwicklung für den Hofbetreiber nicht. Er habe bereits bei der Frühjahrsauktion Anfang April in Vechta die Erfahrung gemacht, dass eines seiner Pferde nicht den erhofften Preis erzielt habe. Die Ursachen sieht Fischer nicht in der Qualität, sondern an den Preissteigerungen infolge des Ukraine-Krieges. Die Betriebe würden sich aufgrund der höheren Energie- und Futterkosten zurückhalten.

Vielleicht sei es auch ein Klagen auf hohem Niveau, räumt der Hofbetreiber ein. Schließlich habe das Kaufinteresse zuvor immer weiter zugenommen. Allein bei seiner letzten Auktion im vergangenen Herbst habe sich der Umsatz auf fast eine halbe Million Euro belaufen. Unter den Bietern seien viele Interessenten aus dem Ausland gewesen. Sie hätten mehr als die Hälfte des Umsatzes ausgemacht.

Diesmal waren erneut zahlreiche Kunden aus dem Ausland vertreten. Sie verfolgten die Versteigerung im Live-Stream und deckten mit ihren Höchstgeboten rund 65 Prozent des Umsatzes ab, wie Fischer berichtet. Das teuerste Dressurpferd ging für 18.000 Euro an einen Kunden in Frankreich. Preisspitze war ein Springpferd aus einem Pinneberger Stall. Es wechselte für 28.000 Euro ins Emsland.

Versteigerung wird kurzfristig in die Halle verlegt

Unter der Federführung von Auktionator Volker Raulf aus Mönchengladbach kamen insgesamt 31 Pferde, darunter auch mehrere Fohlen, unter den Hammer. Aufgrund der angekündigten Regenschauer fand die Versteigerung nicht wie gewohnt unter freiem Himmel statt, sondern wurde kurzfristig in die Reithalle verlegt. Neben dem Handel erwartete die Besucher wieder ein Rahmenprogramm mit mehreren Ausstellern.

Der Veranstalter dankte seinen Helfern und Sponsoren für die Unterstützung sowie den Züchtern für das Vertrauen. Sie sollen auch weiterhin die Möglichkeit bekommen, ihre Pferde in Holtrup zu versteigern. Wie bereits nach der erfolgreichen Premiere 2021 angekündigt, soll die Auktion zu einer Dauereinrichtung werden. Der nächste Termin sei für Anfang September vorgesehen, so Fischer.

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