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Über 3700 Metaller streiken in Niedersachsen für mehr Geld

Unter den Streikenden waren auch Mitarbeiter der Firma Krone in Werlte, Waskönig+Walter im Saterland sowie Brötje in Rastede und Brötje Raumheizsysteme in Apen.

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Teilnehmer stehen bei einem Warnstreik des Unternehmens Komatsu Germany. Foto: dpa/Pförtner

Teilnehmer stehen bei einem Warnstreik des Unternehmens Komatsu Germany. Foto: dpa/Pförtner

In Niedersachsen sind am Dienstag (1. November) nach Gewerkschaftsangaben gut 3700 Menschen für eine bessere Bezahlung in der Metall- und Elektrobranche auf die Straße gegangen. Sie demonstrierten vor den Werkstoren von 24 Betrieben, unter anderem in Hannover, Hildesheim und Gifhorn, wie ein Sprecher der IG Metall im Bezirk Niedersachsen und Sachsen-Anhalt mitteilte. Nach Ablauf der Friedenspflicht in den Tarifverhandlungen kommt es bereits seit Samstag bundesweit und auch in Niedersachsen zu Warnstreiks bei zahlreichen Arbeitgebern.

Die Arbeitnehmer hielten Plakate mit Botschaften wie "8 Prozent sind machbar und gerecht" hoch, wie auf Bilder zu sehen war. Im Bezirk Küste, der neben Schleswig-Holstein und Hamburg auch das nordwestliche Niedersachsen mit Krone in Werlte, Waskönig+Walter im Saterland, August Brötje in Rastede und Brötje Raumheizsysteme in Apen, nahmen am Dienstag 4400 Beschäftigte an dem Warnstreik teil. Am Mittwoch sind weitere Warnstreiks unter anderem in Osnabrück und Bramsche (Landkreis Osnabrück) angekündigt.

Dauerhaft 8 Prozent mehr Geld für bundesweit 3,9 Millionen Beschäftigte

Die Arbeitgeber kritisierten die Warnstreiks. Jede Stunde koste den ohnehin gebeutelten Firmen Geld. "Damit verschärft die Gewerkschaft nur die Lage, trägt aber nichts zu dem dringend benötigten Kompromiss bei, den es nun für Unternehmen und Beschäftigte braucht", sagte etwa die Nordmetall-Verhandlungsführerin Lena Ströbele am Dienstag.

Die Arbeitgeber hatten in den bisher regional geführten Verhandlungen Netto-Einmalzahlungen von 3000 Euro und bei einer Laufzeit von 30 Monaten eine nicht bezifferte Erhöhung der Lohntabellen angeboten. Die Gewerkschaft verlangt für einen Zeitraum von 12 Monaten dauerhaft 8 Prozent mehr Geld für die bundesweit rund 3,9 Millionen Beschäftigten. Die Inflationsrate in Deutschland lag im Oktober bei 10,4 Prozent. Laut IG Metall legten bis einschließlich Montag rund 10.000 Beschäftigte kurzzeitig ihre Arbeit nieder.

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