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Touristiker planen und hoffen auf die Zeit danach

Bernd Stolle, Geschäftsführer der Tourist-Information Dammer Berge, hat viel vor. Doch was er und die Anbieter aus der Branche im Südkreis Vechta umsetzen können, ist wegen Corona offen.

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Warten auf bessere Zeiten: Derzeit sind Bernd Stolle und der TI Dammer Berge hinsichtlich ihrer Angebote die Hände gebunden. Es gibt allerdings verschiedene Planungen.  Foto: Lammert

Warten auf bessere Zeiten: Derzeit sind Bernd Stolle und der TI Dammer Berge hinsichtlich ihrer Angebote die Hände gebunden. Es gibt allerdings verschiedene Planungen.  Foto: Lammert

Touristisch nicht viel Neues im Südkreis Vechta: Auch 2021 ist die Arbeit der für Damme, Holdorf, Neuenkirchen-Vörden und Steinfeld zuständigen Tourist-Information (TI) Erholungsgebiet Dammer Berge von den Unwägbarkeiten der Corona-Pandemie und ihrer Folgen geprägt.

TI-Geschäftsführer Bernd Stolle plant zwar diverse Veranstaltungen wie „Dammer Berge tischt auf“ im Juni. Dann soll nach Möglichkeit auch eine Blue-Night stattfinden, bei der Musiker in Lokalitäten in der Innenstadt auftreten.

Übernachtungszahlen sinken um 33 Prozent

Nur: Noch weiß niemand, ob solche Veranstaltungen 2021 überhaupt möglich sind. Zudem kann „Dammer Berge tischt auf“ nach Worten des Geschäftsführers nur stattfinden, wenn die Gastronomie mitzieht. Aber: Auch die befindet sich ob der Entscheidungen der Politik hinsichtlich der Schließung der Restaurants und Gastwirtschaften in einer großen Krise.

"Die Zahl der Gästeanfragen tendiert noch gegen Null."Bernd Stolle, TI-Geschäftsführer

Auch auf anderen Gebieten wirkt sich die Corona-Pandemie Anfang 2021 unmittelbar aus. „Die Zahl der Gästeanfragen tendiert noch gegen Null“, sagte Bernd Stolle. Marketingaktivitäten sind nur in geringer Form sinnvoll, weil niemand sagen kann, wann die Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen öffnen dürfen.

In dem Zusammenhang verwies der Geschäftsführer darauf, dass im vergangenen Jahr die Übernachtungszahlen im Oldenburger Münsterland wegen der Corona-Pandemie zwischen Januar und Oktober im Vergleich zum selben Zeitraum 2019 um fast 33 Prozent auf rund 506.000 gesunken waren. Bei den Gästeankünften ergab sich im Vergleichszeitraum bei knapp 171.000 sogar ein Minus um 40 Prozent.

Für das Erholungsgebiet Dammer Berge liegen keine eigenen Angaben vor. Allerdings geht der TI-Geschäftsführer von einem ähnlichen Minus aus. Das wäre unter Umständen sogar noch größer gewesen, wenn nicht Geschäftsreisende Übernachtungen gebucht hätten.

Ausstellung über Erzbergwerk geht in die 9. Saison

Trotz aller Unwägbarkeiten will die TI aber nicht weitgehend untätig sein. Sie werde, sobald es möglich sei, unter anderem Freizeit- und andere Aktivitäten anbieten. So hofft Bernd Stolle auf eine hohe Nachfrage nach Führungen im Zuge der 9. Saison der Ausstellung „Erzbergwerk Porta Damme“. Geplant sind die Ausgabe der Gästezeitung „Freizeit@ktiv2021“ sowie eine Fahrradsternfahrt aus Anlass des 50-jährigen Bestehens des Zweckverbandes Erholungsgebiet Dammer Berge. Im Frühjahr soll ein Gästeführertreffen stattfinden.

Mit Blick auf das vergangene Jahr lobte der Geschäftsführer die TI-Mitglieder aus dem Bereich der Gastronomie. Sie hätten „mit ihren Aktivitäten und ideenreichen Aktionen die Zeit der Schließungen überbrückt". In der näheren Umgebung habe es keine vergleichbaren Aktionen gegeben.

Radfahren und Wandern erleben 2020 einen Boom

Ebenfalls im Rückblick auf 2020 verwies Bernd Stolle auf einen „großen Boom“, den das Radfahren verzeichnet habe. Das 2018 installierte neue Radwegeleitsystem mit den Knotenpunkten habe sich einmal mehr bewährt. Im Laufe des kommenden Frühjahres werde die TI in Kooperation mit dem Landkreis Vechta eine überarbeitete Radwanderkarte und ein neues Tourbook herausgeben.

Auch im Bereich „Wandern in den Dammer Bergen“ verzeichnete die TI 2020 einen Ansturm, vor allem an den Wochenenden und den Feiertagen. In dem Zusammenhang meldeten sich viele Bürger und wiesen auf zerstörte oder fehlende Schilder an den Wanderwegen hin. Derzeit laufe die Arbeit an einem neuen Wanderwege-Leitsystem nach den Richtlinien des Deutschen Wanderverbandes. Die Fertigstellung sei im Herbst 2022 vorgesehen, hieß es.

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