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Studie: Unternehmen im OM haben Defizite in Bezug auf Transformation und ökonomische Nachhaltigkeit

112 Betriebe aus dem Oldenburger Münsterland nahmen an einer Umfrage von Forschern an der PHWT Vechta/Diepholz teil. Erkenntnis: Die Firmen haben nicht nur Defizite in den Bereichen Marketing und IT.

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Online-Studie: Rund 10 Minuten Zeit nahm das Ausfüllen der Umfrage der PHWT Vechta/Diepholz in Anspruch. Foto: Archiv

Online-Studie: Rund 10 Minuten Zeit nahm das Ausfüllen der Umfrage der PHWT Vechta/Diepholz in Anspruch. Foto: Archiv

Die Beteiligung an der Umfrage war hoch: Bis zum 16. Dezember 2020 hatten 112 Unternehmen mit Sitz im Oldenburger Münsterland auf 20 Fragen eines Forschungsteams der Privaten Hochschule für Wirtschaft und Technik Vechta/Diepholz (PHWT) geantwortet. Die Angaben der Firmen, die diese im Rahmen der online durchgeführten Studie "Transformation und ökonomische Nachhaltigkeit im Oldenburger Münsterland" gegeben hatten, wurden in den vergangenen Wochen von 7 Studierenden unter der Gesamtleitung von Professor Dr. Norbert Meiners analysiert und ausgewertet. Zentrale Erkenntnisse: Ein hoher Transformationsbedarf herrscht vor Ort vor allem in den Bereichen IT und Marketing, auch erfolgt eine deutliche Hinwendung zum Thema Nachhaltigkeit. Die Unternehmen sehen in der Zukunft außerdem eine verschärfte Wettbewerbssituation.

Umfrage richtete sich primär an Unternehmen aus den Schlüsselbranchen 

Rund 10 Minuten Zeit nahm das Ausfüllen der Umfrage in Anspruch, die sich primär an Unternehmen aus den Schlüsselbranchen des Oldenburger Münsterlandes, an Firmen aus der  Agrar- und Ernährungswirtschaft, der Kunststofftechnik und der Bauwirtschaft richtete. Die Studie wurde in Kooperation mit der Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer (IHK), den Landkreisen Vechta und Cloppenburg, den Kreishandwerkerschaften Cloppenburg und Vechta sowie dem Verbund Oldenburger Münsterland durchgeführt. Die teilnehmenden Führungskräfte aus den Schlüsselbranchen der Region hatten sich mit folgenden Leitfragen auseinanderzusetzen: Wie ökonomisch nachhaltig und zukunftsfähig sind die Unternehmen des Oldenburger Münsterlandes? In welchen Transformationsprozessen befinden sich die Schlüsselbranchen und durch welche Strategien werden diese bewältigt? Welche Aspekte machen das Oldenburger Münsterland als Wirtschaftsstandort attraktiv?

Über die hohe Teilnehmerzahl zeigten sich die Projektleiterinnen Lena Hollinden und Kimberly Kienitz sehr erfreut: "Es zeigt das große Interesse der Unternehmen an den Ergebnissen einer solchen Studie."

112 Unternehmen aus dem OM beteiligten sich. Grafik: PHWT  v. d. Heide112 Unternehmen aus dem OM beteiligten sich. Grafik: PHWT / v. d. Heide

Die Studierenden stellten nun den Vertretern der Unternehmen und Kooperationspartner einige der Ergebnisse in einem gemeinsam mit dem Marketing-Büro Wagner aus Mühlen geplanten digitalen Workshop vor. "In der lebhaften Diskussionsrunde sowie über weitere Antworten, die mithilfe des Umfragetools Mentimeter eingeholt wurden, konnten die Studierenden weitere Erkenntnisse sammeln. Diese finden nun ebenfalls Eingang in unsere Studie", sagte Prof. Dr. Norbert Meiners.

Im Workshop wurde deutlich, dass sich die Unternehmen zunehmend mit dem Thema Nachhaltigkeit und in diesem Zusammenhang mit Aspekten wie Ökologie und Ressourcenschonung beschäftigen. Die Firmen messen dem Thema vor allem auch mit Blick auf die Gewinnung von Fach- und Führungskräften inzwischen eine hohe bis sehr hohe Bedeutung bei.

Im Workshop war die Attraktivität der Region ein Thema

Auch diskutierte die Workshopgruppe intensiv über die Attraktivität und das Image der Region Oldenburger Münsterland. Positiv äußerten sich Teilnehmer zum Beispiel über die Verkehrsinfrastruktur. Eher kritisch gesehen wurden die digitale Infrastruktur, der Flächendruck oder die Wassersituation.

In einem 2. Teil des Workshops gab das Büro Wagner einen Einblick in das Thema Nachhaltigkeitsmanagement in Unternehmen, Vereinen und Verbänden und zeigte erste Schritte auf, wie sich Betriebe einer Nachhaltigkeitsstrategie nähern können.

Professor Dr. Norbert Meiners konnte gemeinsam mit seinen Studierenden viele Erkenntnisse zur Transformation und ökonomischen Nachhaltigkeit in der Region sammeln. Archivfoto: KühnProfessor Dr. Norbert Meiners konnte gemeinsam mit seinen Studierenden viele Erkenntnisse zur "Transformation und ökonomischen Nachhaltigkeit" in der Region sammeln. Archivfoto: Kühn

In der Diskussion wurde deutlich, dass Kooperationspartner und teilnehmende Unternehmen über den Fortgang der Studie weiter informiert bleiben möchten. Eine Vertiefung des Themas in weiteren Workshops bis hin zu einer gemeinsamen, regionalen Initiative wurde angeregt. "Diese Ideen nehmen wir natürlich sehr gerne mit auf und schauen, ob wir im Sommer bereits die nächste Veranstaltung auf die Beine stellen können", versprach Meiners.

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