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Startschuss für Millionenprojekt: Ostmann baut Mega-Gartencenter in Oldenburg

Seit langem plant das Visbeker Familienunternehmen einen Fachmarkt in der Huntestadt. Jetzt haben die Arbeiten begonnen. 2021 soll das Center eröffnet werden.

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Frisch ans Werk (von links): Elvira und Rainer Ostmann sowie Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann holen zum ersten Spatenstich für das neue Ostmann-Gartencenter in Oldenburg aus. Foto: Berg

Frisch ans Werk (von links): Elvira und Rainer Ostmann sowie Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann holen zum ersten Spatenstich für das neue Ostmann-Gartencenter in Oldenburg aus. Foto: Berg

Darauf hat Geschäftsführer Rainer Ostmann fast 15 Jahre hingewirkt: Im Südosten der Stadt Oldenburg - in direkter Nachbarschaft des Einrichtungshauses Möbel Buss - haben die Arbeiten für ein imposantes Gartencenter des Visbeker Familienunternehmens Blumen Ostmann begonnen. Entstehen soll nach eigenen Angaben einer der größten Fachmärkte dieser Art in Deutschland.

"Es ist ein ganz besonderer Tag. Wir freuen uns sehr, endlich starten zu können", sagte der Unternehmer am Freitag (15. Mai) während des symbolischen ersten Spatenstichs. Das Projekt in Oldenburg sei "die größte Investition in der mehr als 70-jährigen Firmengeschichte", fügte er an, ohne jedoch konkrete Angaben zum Finanzvolumen zu machen.

Wie auch immer: Eine einstmals unendlich anmutende Geschichte steuert nun doch noch auf ein Happyend zu. Dabei hatte die Stadt Oldenburg das etwa drei Hektar große Grundstück im Stadtteil Tweelbäke nach langen Vorplanungen bereits im Jahr 2015 an Ostmann verkauft.

Zwischenzeitlich regte sich jedoch Widerstand. Einige Bürger sowie ortsansässige Floristen und Gärtner, die sich in der Initiative „Miteinander in Oldenburg“ zusammengeschlossen hatten, kritisierten die Dimensionen des Gartencenters als zu groß und existenzgefährdend für kleinere Betriebe.

So soll das neue Ostmann-Gartencenter in Oldenburg aussehen, wenn es im Frühjahr 2021 eröffnet wird. Geplant ist eine Verkaufsfläche von mehr als 13.000 Quadratmetern. Grafik: OstmannSo soll das neue Ostmann-Gartencenter in Oldenburg aussehen, wenn es im Frühjahr 2021 eröffnet wird. Geplant ist eine Verkaufsfläche von mehr als 13.000 Quadratmetern. Grafik: Ostmann

Folge: Bevor die Stadt dem Projekt Ende 2017 endgültig zustimmte, mussten die Planungen mehrfach überarbeitet werden. Demnach muss Ostmann in Sachen Sortiment bestimmte Auflagen einhalten. So sind etwa die Verkaufsflächen für Geschenkartikel oder Schnittblumen begrenzt. Außerdem überarbeitete Ostmann sein Konzept noch einmal ganz neu.

An die "langen Diskussionen über die Frage der Verträglichkeit" erinnerte zum Baustart Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. Es sei ein Kompromiss gefunden worden, "der Sinn macht, weil das Projekt eine überregionale Ausstrahlung hat" und nicht die kleinen Blumenhändler in der Innenstadt gefährde. Krogmann: "Hier wird umgesetzt, was lange geplant war. Zudem ist es ein tolles Signal in schweren wirtschaftlichen Zeiten."

Highlight des neuen Gartencenters mit einer Verkaufsfläche von insgesamt mehr als 13.000 Quadratmetern soll ein zentraler Hofgarten werden, der auch als Eventfläche für Ausstellungen oder Workshops genutzt werden könne, heißt es. Auch eine "Kindergärtnerei" für die jungen Kunden sowie ein großes Café sind geplant. 50 bis 60 neue Arbeitsplätze sollen zum Start im Frühjahr 2021 entstehen.


Fakten:

  • Das Unternehmen Blumen Ostmann wurde 1952 in Visbek gegründet.
  • An der Ahlhorner Straße – dort ist immer noch der Stammsitz – entstanden mit der Zeit auch Gewächshäuser und ein Blumenladen.
  • Zum Unternehmen gehören etwa 120 Mitarbeiter an aktuell insgesamt fünf Standorten.
  • Neben Visbek sind Ostmann-Fachmärkte auch in Wildeshausen, Vechta, Stuhr-Varrel bei Bremen und in Bad Zwischenahn zu finden.
  • In Visbek werden jährlich mehr als 250.000 Beet- und Topfpflanzen produziert – exklusiv für die eigenen Fachmärkte.

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