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Spirituosen führen bei Berentzen zu leichter Erholung

Besonders die Frischsaftsysteme des Haselünner Unternehmens sind von der Corona-Krise hart getroffen worden. Bei den Spirituosen gibt's hingegen ein Umsatzplus.

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Blick auf verschiedene Liköre in einem Verkaufsladen am Hauptsitz des Spirituosen-Herstellers Berentzen in Haselünne. Foto: Friso Gentsch / dpa

Blick auf verschiedene Liköre in einem Verkaufsladen am Hauptsitz des Spirituosen-Herstellers Berentzen in Haselünne. Foto: Friso Gentsch / dpa

Eine höhere Nachfrage nach Spirituosen hat Getränkehersteller Berentzen nach der Corona-Flaute im ersten Halbjahr etwas Luft verschafft. «Im dritten Quartal haben wir eine leichte Erholung erlebt», sagte Oliver Schwegmann, Vorstand der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft in Haselünne  am Donnerstag. Einen maßgeblichen Anteil an dieser Entwicklung habe das Segment Spirituosen gehabt, das in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2020 ein Umsatzplus von 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum verzeichnete.

Einen deutlichen Rückgang verzeichnete das Unternehmen bei alkoholfreien Getränken mit einem Umsatzminus von 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Am stärksten betroffen von den Auswirkungen der Corona-Pandemie ist mit einem Umsatzminus von 23,2 Prozent Unternehmensangaben zufolge das Segment Frischsaftsysteme. Demnach blieben etwa Investitionen in Fruchtpressen für frischen Saft von Gastronomie und Einzelhandel aus. Auch Orangen für die Pressen wurden deutlich weniger nachgefragt.

Konzernumsatz um 6,4 Prozent gesunken

Den Angaben nach sank der Konzernumsatz insgesamt in den ersten neun Monaten dieses Jahres um 6,4 Prozent auf 112,9 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern brach um 41,4 Prozent auf 3,6 Millionen Euro ein. Was unter dem Strich übrig blieb, teilte Berentzen nicht mit. Nach dem ersten Halbjahr hatte das Unternehmen einen Gewinn von 0,1 (Vorjahr: 2,8) Millionen Euro ausgewiesen.

Für das Gesamtjahr rechnete Berentzen mit einem Konzernumsatz zwischen 153 und 160 Millionen Euro sowie ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern zwischen 4,0 und 6,0 Millionen Euro. Voraussetzung dafür sei allerdings, dass sich die Pandemie und einhergehende Maßnahmen zur Eindämmung nur milde auf gesellschaftliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen auswirke, sagte Schwegmann.

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