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SPD wendet sich mit Brief an Meyer-Werft-Geschäftsführung

Auf der Werft sollen 450 Arbeitsplätze abgebaut werden. Auf diese Zahl hatten sich Werftleitung und der Betriebsrat in Papenburg nach langem Ringen Ende Juli geeinigt.

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Die Meyer-Werft. Im Streit über Personalabbau bei dem Kreuzfahrtschiffbauer hatte der Betriebsrat zu der Betriebsversammlung aufgerufen. Das größte deutsche Schiffbauunternehmen steckt wegen des Stillstands der Kreuzfahrtbranche in der Krise. +++ dpa-Bildfunk +++

Die Meyer-Werft. Im Streit über Personalabbau bei dem Kreuzfahrtschiffbauer hatte der Betriebsrat zu der Betriebsversammlung aufgerufen. Das größte deutsche Schiffbauunternehmen steckt wegen des Stillstands der Kreuzfahrtbranche in der Krise. +++ dpa-Bildfunk +++

Die SPD-Landtagsfraktion hat sich mit einem Brief in den Streit über den Arbeitsplatz-Abbau bei der Papenburger Meyer-Werft eingeschaltet. In dem Schreiben wenden sich Umweltminister Olaf Lies und die Fraktionsvorsitzende Johanne Modder an Werftchef Bernard Meyer. Beide appellieren, dass Geschäftsführung und Betriebsrat möglichst schnell zu einem Gespräch zusammenkommen. "Im Interesse der Region, der Beschäftigten, des Unternehmens und der Landespolitik muss es sein, zu gemeinsamen Lösungen zu kommen", heißt es in dem Brief, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Zunächst hatten am Samstag die "Neue Osnabrücker Zeitung" und der NDR über das Schreiben berichtet.

In dem Brief hieß es: "Der Abbau von sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen und deren Umwandlung in Werkvertragsbeschäftigte ist nicht akzeptabel und wird von uns abgelehnt." Es gehe um gute Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten und eine Perspektive für deren Familien. "Gerade der Druck auf einzelne Beschäftigte kurz vor Weihnachten ist der Leistung der Beschäftigten, die zum Erfolg des Unternehmens geführt hat, nicht angemessen", schrieben die SPD-Politiker.

Auf der Werft sollen 450 Arbeitsplätze abgebaut werden. Auf diese Zahl hatten sich Werftleitung und der Betriebsrat in Papenburg nach langem Ringen Ende Juli geeinigt. Der Betriebsrat hat nach eigenen Angaben aber zuletzt gefordert, die Kündigungen zu überdenken. Der Vereinbarung nach sollten bis Ende November 350 Stellen bei der Werft selbst wegfallen und weitere 100 Jobs bei der Tochterfirma EMS 2022. Dazu lief ein Freiwilligenprogramm. Deutschlands größter Schiffbaubetrieb hat sein Bauprogramm drosseln müssen, weil neue Kreuzfahrtschiffe wegen der Pandemie kaum gefragt sind.

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