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So wird Grundwasser-Netzwerken sinnvoll

Das Projekt "Netzwerke Wasser 2.0" im Landkreis Vechta ist abgeschlossen. Die Ergebnisse werden am 29. März präsentiert.

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„Netzwerke Wasser 2.0“: Die Initiatoren stellen das Projektergebnis vor. Foto: dpa / Mirgeler

„Netzwerke Wasser 2.0“: Die Initiatoren stellen das Projektergebnis vor. Foto: dpa / Mirgeler

Das Bundesumweltministerium hat 3 Jahre lang das Pilot- und Demonstrationsvorhaben „Netzwerke Wasser 2.0“ in den beiden Beispielregionen Vechta-Oldenburg und Gifhorn-Altmarkkreis Salzwedel gefördert. Nachdem das Projekt nun abgeschlossen wurde, ist am 29. März (Dienstag) in Visbek-Erlte eine regionale Veranstaltung geplant, die darüber informieren soll.

Der Hintergrund dafür, dass die „Netzwerke Wasser 2.0“ ins Leben gerufen wurden, war die steigende Nachfrage nach Grundwasser für die landwirtschaftliche Bewässerung aufgrund zunehmender Trockenheit während der Vegetationsperiode in vielen Teilen Niedersachsens und Deutschlands.

Gleichzeitig werde der Klimawandel auch für Grundwasserabhängige Ökosysteme – Gewässer oder Feuchtgebiete – zunehmend spürbar oder sogar zur Bedrohung, heißt es dazu von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, die zu den Initiatoren gehört. Schließlich würden vielerorts besonders während des Sommers die Trinkwasserverbräuche steigen. Bei den unterschiedlichen Akteuren im Handlungsfeld Grundwasser – Behörden, Verbänden, Antragstellern und anderen – bewirkten die Unsicherheiten und das Tempo des Klimawandels oftmals, dass bislang erworbenes Wissen und gewachsene Handlungsmuster an ihre Grenzen stoßen, so die Verantwortlichen. Angesichts dieser „Gemengelage“ war das vom Bundesumweltministerium geförderte Pilot- und Demonstrationsvorhaben „Netzwerke Wasser 2.0“ entstanden. Denn auch wenn von Knappheit betroffene sogenannte Grundwasserkörper nicht identisch mit Kreisgrenzen seien, orientieren sich demnach die regionalen Grundwasser-Akteure meistens an eben diesen.

Projekt hat zwei zentrale Ziele

Das Projekt wurde von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen und dem Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG, Hannover) initiiert und hatte zwei zentrale Ziele beziehungsweise inhaltliche Schwerpunkte. Erstens: Während die Trinkwasserbedarfe in den Regionen weitgehend bekannt sind, fehlen Abschätzungen des zukünftigen Wasserbedarfs für Feldberegnung, was die Zuteilung von Beregnungserlaubnissen erschwert. Zur Verbesserung der Planungsgrundlagen der Unteren Wasserbehörden erforschte das LBEG deshalb für die vier Landkreise die potenziellen zukünftigen Beregnungsbedarfe.

Zweitens: Alle Grundwassernutzer einschließlich der Grundwasser abhängigen Biotope in einer Region agieren in demselben Grundwasserkörper. Zugleich ist Wasser auch ein sehr existenzielles und damit emotionales Thema. Wenn beim Grundwasser die Anpassung an den Klimawandel mit möglichst geringen Verlusten gelingen soll, ist es entscheidend, dass die Vertreter der relevanten Verbände, Behörden und Interessensgruppen einer Region miteinander statt gegeneinander arbeiten.

Landwirtschaftskammer betreut einen runden Tisch

Die Landwirtschaftskammer betreute deshalb in den beiden Pilotregionen je einen runden Tisch, die „Netzwerke Wasser“. Mehrfach im Jahr wurden Fachvorträge und -exkursionen für ausgewählte, feste Vertreter der Grundwasserakteure organisiert. Das jeweilige Fachwissen aus den verschiedenen Sektoren wurde ausgetauscht. Daneben, aber genauso wichtig, wurde Raum für zwanglosen Austausch geboten.

Informationen, beispielsweise die gehaltenen Vorträge, Zusammenfassungen als sogenannte „Themenblätter“, „Landkreis-Steckbriefe“ und Ergebnis-Steckbriefe finden sich auf den Internetseiten des LBEG und der Landwirtschaftskammer unter „Netzwerke Wasser 2.0“.

  • Info: Die Informationsveranstaltung ist am 29. März (Dienstag) von 19 bis 21 Uhr im Gasthaus Hogeback in Visbek-Erlte. Anmeldungen sind nicht erforderlich, wären aber hilfreich: Telefon 0581/8073138 oder per E-Mail an elisabeth.schulz@lwk-niedersachsen.de.

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