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Shoppen am Sonntag: "Moin Vechta" setzt auf den 4. Oktober

Der Stadtmarketingverein hofft auf einen Einigung mit Behörden und Gewerkschaften. Denn ein Rahmenprogramm kann es nur im "kleinen Format" geben.

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Pralle Tüten, gute Geschäfte: Vechtas Geschäftsleute hoffen, am 4. Oktober öffnen zu dürfen. Symbolfoto: dpa

Pralle Tüten, gute Geschäfte: Vechtas Geschäftsleute hoffen, am 4. Oktober öffnen zu dürfen. Symbolfoto: dpa

Der Stadtmarketingverein „Moin Vechta“ geht in die Offensive, um den Einzelhandel zu beleben. Der Vorstand hat am Mittwochabend beschlossen, dass am 4. Oktober ein verkaufsoffener Sonntag in Vechta stattfinden soll. „Neben möglichen inhaltlichen Planungen geht es nun vornehmlich um die Beantragung des Sonntags bei der Stadtverwaltung und die Abstimmung mit dem Landkreis Vechta“, erklärt Geschäftsführerin Birgit Beuse in einer Pressemitteilung.

In Abstimmung mit den Behörden sei es wichtig, eine gesetzeskonforme Ausarbeitung des Antrags zu gewährleisten. Da ein besonderer Anlass, der eine Sonntagsöffnung rechtfertigen muss, aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie nicht realisiert werden könne, stehe der Verein nun vor der Herausforderung, in der aktuellen Situation angemessen zu planen und im „kleinen Format“ Kultur anzubieten.

„Dennoch besteht für uns hier in Vechta das große Risiko, das dieser Sonntag beklagt wird und nicht stattfinden kann. Daher werden wir uns noch im September mit der Gewerkschaft treffen und auf eine Einigung hoffen“, erklärt Beuse. Nach Angaben der Geschäftsführerin hat es sich der Vorstand mit seiner Entscheidung nicht leicht gemacht und kontrovers diskutiert. In den Reihen der Mitglieder soll es unterschiedliche Auffassungen geben, ob sich die sonntägliche Öffnung für die jeweiligen Geschäfte lohnt. „Es wurde das Für und Wider abgewägt und auch der Blick in die Gemeinden, Städte und Oberzentren um uns herum war für diesen Entschluss von großer Bedeutung. Hinzu kam die Unterstützung der Fraktionen im Stadtrat, die ebenfalls einen verkaufsoffenen Sonntag begrüßen“, so Beuse.

Auch der 25. Oktober bleibt als Termin vorgemerkt

In dieser Zeit sei es immens wichtig, die Innenstadt zu beleben und den Händlern und Gastronomen eine Basis zu bieten, ihren Geschäften nachzugehen, unterstreicht die Geschäftsführerin und ergänzt: „Für alle Vechtaer Bürger und Unternehmen wäre es fatal, wenn unsere Innenstadt von Leerständen und Verödung geprägt wird. Daher möchten wir jede Möglichkeit nutzen, dass ein Trading-Down-Prozess, wie er bereits in einigen Städten in der Region begonnen hat, bei uns nicht einsetzt. Dies würde unter anderem auch der Verlust von vielen Arbeitsplätzen bedeuten.“

Neben dem anvisierten Termin am 4. Oktober hält sich der Stadtmarketingverein die Option auf weitere verkaufsoffene Sonntage offen. Aus diesem Grund bleibt der bereits terminierte verkaufsoffene Sonntag am 25. Oktober erst einmal im Terminkalender vorgemerkt. Ob der beliebte Sonntag, der immer zum Thomasmarkt stattgefunden hat, tatsächlich durchgeführt wird, will der Vorstand zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden. „Hier möchten wir die kommenden Gespräche und Entwicklungen abwarten“, sagt die Geschäftsführerin.

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