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Seit 100 Jahren in Markhausen: Schuhhaus Greten feiert Jubiläum

Insgesamt sechsmal ist der Standort umgebaut und erweitert worden. Irmgard Greten führt mit Ehemann Martin die Geschäfte in der dritten Generation. Ihr Großvater Hermann legte den Grundstein.

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Immer am Standort geblieben: Das Schuh- und Sporthaus aus Greten an der Vorderthüler Straße. Foto: Scheiwe

Immer am Standort geblieben: Das Schuh- und Sporthaus aus Greten an der Vorderthüler Straße. Foto: Scheiwe

Die Schuhe waren immer geputzt. So hielten es Bernhard und Agnes Greten selbst und das erwarteten sie auch von ihren Kindern. „Akkurat aus dem Haus“, erinnert sich Tochter Irmgard noch genau an diesen Anspruch der Eltern, für den sie und ihre drei Geschwister jedoch schon damals Verständnis zeigten. Schließlich waren Schuhe das Aushängeschild der Familie und sie sind es immer noch. Am 12. Mai  genau 100 Jahre. Und dieses Jubiläum möchten Irmgard und Martin Greten am 15. Mai mit einem verkaufsoffenen Sonntag, Wegbegleitern, Freunden und Kunden feiern.

Die Wand, an der die Meisterbriefe des Gründers Hermann Greten und seines ältesten Sohns hängen, ist ebenfalls 1 Jahrhundert alt. „Sechsmal haben wir umgebaut, aber ein Abriss kam nicht infrage“, berichtet die Inhaberin, die damit auch den Wunsch ihres Vaters erfüllte, die Grundmauern des früheren Fachwerkhauses zu erhalten.

Ansonsten war der Senior kein Mann, der sich einmischte. „Er hat mich machen lassen und beide haben uns alle immer unterstützt, bessere Eltern gab es nicht“, sagt die 60-Jährige voller Wertschätzung.

Dritte Generation: Irmgard Greten führt das Geschäft ihrer Eltern seit 1989 und kann auf die Unterstützung ihres Mannes Martin zählen. Foto: ScheiweDritte Generation: Irmgard Greten führt das Geschäft ihrer Eltern seit 1989 und kann auf die Unterstützung ihres Mannes Martin zählen. Foto: Scheiwe

Dass sie den Betrieb übernimmt, war ursprünglich nicht vorgesehen. Doch als ihr Bruder als Ältester sich in Oldenburg selbstständig machte, zeigte sich Bernhard Greten einverstanden und fragte seine Jüngste: „Willst du es machen“? Sie wollte, hing ihren Beruf als Drogistin an den Nagel und trat in die familiären Fußstapfen. Komplettes Neuland betrat sie nicht. „Wenn ich frei oder Urlaub hatte, habe ich im Laden ausgeholfen und Kunden bedient“, erzählt Irmgard Greten. Vom Vater, „der aus nichts noch etwas machen konnte und sehr genau und genügsam war“ habe sie viel gelernt. Menschlich, aber auch handwerklich. „Kleinere Reparaturen kann ich tatsächlich selbst erledigen“, verrät sie lächelnd.

Mit Holz- und Arbeitsschuhen startete der Gründer

Die großen übernahm Bernhard Greten als Schuhmachermeister übrigens auch für Schuhgeschäfte in der Umgebung. Natürlich hat er auch seinem Vater Hermann über die Schulter geschaut, bevor er seine Ausbildung in Cloppenburg absolvierte und 1953 Werkstatt und Laden übernahm. Dort fertigte der Gründer ab 1922 in erster Linie noch Arbeits- und Holzschuhe, sein Sohn erweiterte Standort, Service und Angebotspalette, zog sich dann am 1. Januar 1989 zurück und sah sein persönliches Lebenswerk bis zu seinem Tod 2012 in guten Händen.

Vor 100 Jahren: Das Fachwerkhaus mit kleiner Werkstatt und bereits einem Schaufenster mit ein paar Schuhen. Foto: GretenVor 100 Jahren: Das Fachwerkhaus mit kleiner Werkstatt und bereits einem Schaufenster mit ein paar Schuhen. Foto: Greten

Irmgard Greten hat den beruflichen Wechsel nie bereut. Im Gegenteil. Energie und Tatendrang sind bis heute geblieben, Kunden bedient sie nach wie vor für ihr Leben gern und trotz attraktiver Angebote aus umliegenden Städten hat sie Markhausen immer die Treue gehalten.

Treu auch die zahlreichen Stammkunden sowie ihre Mitarbeiterin Julia Grever, die seit 25 Jahren zum Team gehört. Seit 12 Jahren ist Heike Cloppenburg dabei. Darüber hinaus kann die Inhaberin auf drei weitere Kräfte und Auszubildende zählen. Ein großer Dank gilt Ehemann Martin, mit dem sie jährlich Messen in Hamburg, Hannover und Düsseldorf besucht und der den Büroalltag des Schuh- und Sporthauses Greten managt, das allen Generationen mit einer großen Auswahl einen modernen Auftritt garantiert und auch für „Problemfüße“ etwas Passendes parat hat.

Big Band Bösel spielt am verkaufsoffenen Sonntag

Im großzügig gestalteten Laden können sich die Gäste am Jubiläumssonntag nicht nur vom umfangreichen Angebot überzeugen, das die Familie mit einer Rabattaktion als Dankeschön verbindet. Sie werden werden darüber hinaus auch gut unterhalten und verköstigt. So gratuliert die Big Band Bösel zum runden Geburtstag, das Spielemobil „Miezepiepel“ ist vor Ort und ein Kaffeebike allein schon optisch ein Hingucker.

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