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Schwarzer Spedition will 3,157 Hektar große Gewerbefläche kaufen

Das Areal an der Handorfer Straße ist in Besitz der Gemeinde Steinfeld. Der Verwaltungsausschuss hat dem Grundstücksgeschäft bereits zugestimmt.

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Gegründet 1913: Schwarzer Spedition kann auf eine mehr als 100-jährige Historie zurückblicken. Im Februar 2008 bezog das Transport- und Logistikunternehmen seinen heutigen Firmensitz an der Habelschwerdter Straße. Foto: Timphaus

Gegründet 1913: Schwarzer Spedition kann auf eine mehr als 100-jährige Historie zurückblicken. Im Februar 2008 bezog das Transport- und Logistikunternehmen seinen heutigen Firmensitz an der Habelschwerdter Straße. Foto: Timphaus

Die Gemeinde Steinfeld beabsichtigt, eine circa 3,157 Hektar große Fläche an der Handorfer Straße eingangs des Gewerbegebietes am Rouen Kamp an die Firma Schwarzer Spedition zu verkaufen. Der Verwaltungsausschuss hat dies jüngst in nicht-öffentlicher Sitzung mehrheitlich beschlossen. Die noch erforderliche Zustimmung des Gemeinderates gilt als wahrscheinlich. Der Kaufpreis liegt bei 23 Euro pro Quadratmeter.

Das örtliche Transport- und Logistikunternehmen hatte schon länger ein Auge auf das Areal im Baugebiet Nr. 61 „Handorfer Straße I“ geworfen. Wie Steinfelds Bürgermeisterin Manuela Honkomp auf Anfrage mitteilt, habe sich die Gemeinde seit einiger Zeit in Gesprächen und Verhandlungen zur Veräußerung der Gewerbefläche befunden. Diese hätten sich zuletzt konkretisiert, da die Kapazitäten auf dem etwa neun Hektar großen Betriebsgelände an der Habelschwerdter Straße nahezu erschöpft seien.

Schwarzer Spedition verfügt nach Angaben auf der Firmenwebseite über circa 140 eigene Fahrzeuge und beschäftigt rund 350 Mitarbeiter. Rolf Schwarzer, der das Unternehmen gemeinsam mit seinem Bruder Klaus leitet, bestätigt auf Anfrage die Erweiterungspläne. Die Planungen seien aber noch nicht im Detail abgeklärt. "Wir möchten die Fläche jetzt kaufen, um uns künftig weiterzuentwickeln." Ziel sei es, so Rolf Schwarzer, perspektivisch weitere Dienstleistungen im Logistikbereich anbieten zu können.

Ein Sanierungsfall: Die Zufahrt zum Firmengelände an der Habelschwerdter Straße. Foto: TimphausEin Sanierungsfall: Die Zufahrt zum Firmengelände an der Habelschwerdter Straße. Foto: Timphaus

Über den Verkauf der Gewerbefläche sollte ursprünglich schon in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates am 30. Juni beraten werden. Da aber noch einige Punkte offen waren, wurde das Thema kurzfristig von der Tagesordnung abgesetzt. Das Unternehmen erhielt die Gelegenheit, in der Sitzung des Verwaltungsausschusses nochmals Rede und Antwort zu stehen.

Wie der CDU-Fraktionsvorsitzende Peter Harpenau erläutert, wollte seine Partei die Vertragsangelegenheiten "ordentlich geklärt" wissen. Es sei den Christdemokraten auch darum gegangen, eine angemessene Infrastruktur zu gewährleisten. Harpenau spricht von einem "guten Eingangstor/Blickfeld" in das Gewerbegebiet – ohne kaputte Zu- und Auffahrten, die dann "im Nachgang von Steuergeldern saniert werden müssen".

Gemeinde und Firma wollen Straße sanieren

Sein Hinweis zielt auf den teilweise abgängigen Zustand der Habelschwerdter Straße ab, die durch den dortigen Schwerlastverkehr arg in Mitleidenschaft gezogen wurde. Ein Verursacher ist die Lkw-Flotte der Spedition Schwarzer. Insbesondere die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) hatte immer wieder auf die Schäden hingewiesen und von der Gemeinde gefordert, dass das Unternehmen in Regress genommen werde.

Heinrich Luhr, Vorsitzender der UWG/SPD-Gruppe, hatte eine Behebung der Schäden deshalb auch zur Bedingung für das Grundstücksgeschäft erklärt. Zudem mahnt er an, dass die Gemeinde auf den Flächenverbrauch achten müsse. Nach eigenen Angaben tat sich Luhr schwer mit dem Verkauf an ein Logistikunternehmen, da produzierendes Gewerbe höhere Steuereinnahmen brächte.

Bürgermeisterin Honkomp teilt mit, dass die Steinfelder Gemeindeverwaltung und der Logistikbetrieb nun vereinbart hätten, gemeinsam die Schäden an der Habelschwerdter Straße "nachhaltig" zu beheben.

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