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Schüler lernen im Unternehmen

Die Oberschule Essen und der Lebensmittelhersteller RUF arbeiten zusammen: Die Kooperation sei eine "Win-Win"-Situation für beide Seiten, hieß es bei der Vertragsunterzeichnung.

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Ab jetzt Partner (von links): Lehrerin Tanja Reselage und Kerstin Koopmeiners (RUF) unterzeichneten den Vertrag im Beisein von Andreas Thielscher (Landkreis) und Bürgermeister Heiner Kreßmann. Foto: Meyer

Ab jetzt Partner (von links): Lehrerin Tanja Reselage und Kerstin Koopmeiners (RUF) unterzeichneten den Vertrag im Beisein von Andreas Thielscher (Landkreis) und Bürgermeister Heiner Kreßmann. Foto: Meyer

Die Oberschule Essen hat mit dem Lebensmittelhersteller RUF eine Lernpartnerschaft vereinbart. Schüler der achten und neunten Klassen können künftig im Betrieb praktische Erfahrungen sammeln und dabei ihr zuvor im Unterricht erworbenes Wissen vertiefen. Die am Mittwoch unterzeichnete Kooperation findet im Rahmen der Initiative KURSZukunft des Landkreises Cloppenburg statt. Dessen Vertreter, Andreas Thielscher, freute sich über die inzwischen siebte Partnerschaft zwischen einer Schule und einem Unternehmen auf Kreisebene.

"Die Schüler wissen oft gar nicht, was sich hinter dem Werkstor verbirgt und welche tollen Berufe dort auf sie warten."Schulleiter Alexander Scherbring

Die Oberschule Essen sticht dabei besonders hervor. Seit 2017 arbeitet sie bereits mit der Firma Miavit zusammen. Die Erfahrungen waren bislang ausschließlich positiv, bestätigt Schulleiter Alexander Scherbring. "Es gibt bei uns super spannende Firmen, die aber nicht jeder kennt. Die Schüler wissen oft gar nicht, was sich hinter dem Werkstor verbirgt und welche tollen Berufe dort auf sie warten."   Etwa der des Prozesstechnologen. Martin Mauritz übt ihn bei RUF aus und kümmert sich auch um die Ausbildung. Womit er es täglich zu tun hat, wissen jedoch nur Eingeweihte und davon soll es künftig mehr geben. Die Partnerschaft folgt einer festen Struktur mit Projekten, Besuchen und einer Vertiefung des Gelernten, vornehmlich im Fach Arbeit und Wirtschaft. Die Coronakrise hatte die Planungen zuletzt ein wenig verzögert. Trotzdem soll es nach den Herbstferien losgehen - je nach Coronalage verstärkt auch mit digitalen Mitteln.

Die Hilfe werde gern angenommen, weiß Christoph Merschhemke vom Netzwerk KursZukunft. Das Angebot richtet sich an Betriebe aus der Agrar- und Ernährungsbranche. RUF-Ausbilderin Kerstin Koopmeiners sieht in der Zusammenarbeit mit der Schule eine Chance, dem Fachkräftemangel vorzubeugen. "Als Arbeitgeber sind wir immer an engagiertem Nachwuchs interessiert." Einen Ausbildungsberuf zu erlernen, bedeute nicht, ihn auch ein Leben lang auszuüben. Flexibilität und lebenslanges Lernen gehörten heute notwendigerweise dazu. Wer dazu bereit sei, könne - auch ohne Abitur - einen hoch qualifizierten Job direkt vor der eigenen Haustür finden.

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