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Schlachthof Brand stellt Arbeit in Zerlegung vorläufig ein

20 Mitarbeiter sind am Dienstag positiv auf das Coronavirus getestet worden. Um weitere Ansteckungen zu vermeiden, sei die Zwangspause nötig, schreibt der Betrieb.

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Symbolfoto: dpa

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Die Lohner Firma Brand Qualitätsfleisch setzt die Arbeit in der Zerlegung vorläufig aus. Das teilt das Unternehmen mit. Der präventive Schritt sei nötig, weil sich zuletzt die Zahl von Coronafällen bei Mitarbeitern in der Zerlegung gehäuft hätten, heißt es. Um zu vermeiden, dass sich weitere Personen anstecken, werde bis Januar pausiert.

Im Rahmen der routinemäßigen wöchentlichen Untersuchungen seien am 15. Dezember 20 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden, schreibt die Firma weiter. Niko Brand, Geschäftsführer des familiengeführten Unternehmens, habe darauf die Schließung der Zerlegung als betroffenen Bereich beschlossen.

Brand arbeitet nach eigenen Angaben eng mit dem Gesundheitsamt zusammen, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Es ist aktuell geplant, den Betrieb der Zerlegung nach vorhergehenden umfangreichen Tests Anfang Januar wieder aufzunehmen. Die Schlachtung laufe unterdessen weiter. Die Abteilungen seien räumlich getrennt.

Niko Brand zu der Situation: „Obwohl für eigentlich alle unsere Kunden das Vorweihnachtsgeschäft sehr wichtig ist, haben wir uns entschlossen, die Zerlegung temporär auszusetzen. Die Gesundheit meiner Mitarbeiter steht für mich an erster Stelle."  Weiter heißt es in der Mail: "Wir haben in diesem Jahr eine neue Zerlegung aufgebaut, konnten im weiteren Verlauf die Mitarbeiter aus den Werkverträgen übernehmen und fest einstellen und sind nun mit dieser besonders schweren Situation konfrontiert. Auch in diesen schweren Zeiten habe ich die Verantwortung für alle meine Mitarbeiter.“

In den vergangenen Monaten sei es vereinzelt zu Coronafällen im Schlachthof Brand gekommen, schreibt der Lohner Betrieb. Aufgrund umfangreicher Vorsorgemaßnahmen, wie etwa einem eigenen Corona-Testzentrum, seien die Betroffenen "umgehend isoliert" worden; ihre Kontakte seien nachvollziehbar. Die jüngste Häufung der Fälle sei mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Infektionen im privaten Bereich zurückzuführen. Laut Homepage arbeiten für Brand etwa 200 Mitarbeiter. Das Unternehmen gilt branchenweit als vorbildlich.

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