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Rechterfelder Firma lässt Solarpark vor der eigenen Haustür bauen

Die Auftraggeberin ist die Mega Tierernährung; ein Tochterunternehmen der PHW-Gruppe. Der über die Anlage erzeugte Strom soll ein Drittel des Eigenbedarfs decken.

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Das Gerüst steht: Bis Ende Dezember solle der Solarpark auf einer Gesamtfläche von rund 21.000 Quadratmetern entstehen. Foto: 1punkt5 GmbH

Das Gerüst steht: Bis Ende Dezember solle der Solarpark auf einer Gesamtfläche von rund 21.000 Quadratmetern entstehen. Foto: 1punkt5 GmbH

Das Ziel: Etwa ein Drittel des eigenen Stromverbrauchs will die "Mega Tierernährung" mit Sitz in Rechterfeld künftig mittels der Kraft der Sonne vor der eigenen Haustür erzeugen. Der Weg: Auf der Gewerbefläche vor dem Hauptsitz der PHW-Gruppe in Rechterfeld wird aktuell eine Photovoltaik-Anlage (PV-Anlage) aufgestellt. 

"Mega Tierernährung" stellt Geflügelfutter her, ist eine Tochter der PHW-Gruppe und die Auftraggeberin des Projektes. Auftragnehmer ist die Visbeker Firma Schulz Systemtechnik, schreibt die PHW-Gruppe in einer Mail. Bis Ende Dezember solle der Solarpark auf einer Gesamtfläche von rund 21.000 Quadratmetern entstehen – dies entspreche einer Größe von rund drei Fußballfeldern.

Die Anlage soll eine Leistung von 4,4 MWp haben

Ab Ende Februar solle Strom über die 4,4 Megawatt Peak (MWp) PV-Anlage, über deren Kosten die Gruppe keine Angaben macht, bezogen werden. Ein Drittel des Eigenbedarfs von Mega Tierernährung lasse sich so stillen. Die Jahresstromerzeugung decke im Äquivalent den Bedarf von rund 1000 Drei-Personen-Haushalten, beschreibt die Firma das Projekt.

Vor gut 2 Jahren haben die ersten Planungsgespräche für die PV-Anlage stattgefunden. Auch an anderen PHW-Standorten werden die Möglichkeiten geprüft. "Die Errichtung von Solaranlagen ist ein wichtiger Faktor, um Produktionsstandorte zukunftsfähiger ausrichten zu können", wird Katrin Metschies, Leiterin der Unternehmenskommunikation und des Nachhaltigkeitsmanagements bei der PHW-Gruppe, zitiert. Derzeit laufen noch Überlegungen, was unter den Solarplatten passieren könne.

Nachhaltig zu handeln, das kommt aus der Forstwirtschaft

Nachhaltigkeit ist ein Begriff aus der Forstwirtschaft. Der Gedanke, der sich auf vieles übertragen lässt: Es darf nicht mehr Holz gefällt werden, als nachwächst. Weil die PHW-Gruppe ein Familienunternehmen sei und es auch bleiben wolle, sei eine nachhaltige Entwicklung auch und vor allem Selbstschutz. Die Strategie sei mittlerweile Teil einer Charta. Begonnen habe der Prozess aber bereits vor einiger Zeit. Vor 13 Jahren etwa sei ein Nachhaltigkeitsrat gegründet worden. Seit 2010 sei die Unternehmensgruppe Partnerin und Fördererin des Zentrums Nachhaltiger Unternehmensführung (ZNU) der Universität Witten/Herdecke.

Alle deutschen Wiesenhof-Produktionsstandorte für Hähnchen,
Pute und Wurstprodukte sowie die PHW-Zentrale seien seit 2012 sukzessive nach dem ganzheitlichen ZNU-Standard "Nachhaltiger Wirtschaften" zertifiziert. An jedem Standort gebe es ein mehrköpfiges Nachhaltigkeitsteam. Hinzu komme, dass seit 2016 die gesamte PHW-Gruppe über ein Energiemanagement verfüge.  Darüber hinaus sei die PHW-Gruppe 2020 in die Liste der "50 Sustainabillity & Climate Leaders" aufgenommen worden und beteilige sich an der globalen G7-
Initiative zu nachhaltigen Lieferketten. All das seien Etappen, in einem kontinuierlichen Prozess. Der Solarpark sei ein weiterer Beitrag, weil es ein gezieltes Investment in erneuerbare Energie sei.

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