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Photovoltaik auf Wiesen: Landvolk warnt vor Flächenknappheit

Werden wertvolle Flächen, die für den Lebensmittelanbau geeignet sind, für die Energiegewinnung geopfert? Landvolk-Präsident Holger Hennies hegt zumindest eine gewisse Skepsis.

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Symbolfoto: dpa

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Niedersachsens Landvolk-Präsident Holger Hennies hat sich skeptisch über mögliche Photovoltaikanlagen auf Wiesen und auf Feldern geäußert. Die Landwirte wollten sich nicht dagegen sperren, "im großen Stil glaube ich aber nicht an die Doppelnutzung", sagte er dem Bremer "Weser-Kurier" (Freitag). Die Kernfrage sei, ob die sogenannte Doppelnutzung, also Tiere grasen oder Getreide wachsen zu lassen und auf derselben Fläche gleichzeitig Strom zu produzieren, praktikabel sei und sich rechne. Auf guten Böden sei dies nicht sinnvoll, "denn dann verschenken wir wertvolle Flächen, die wir dringend für die Lebensmittelgewinnung benötigen".

Hennies plädierte stattdessen dafür, ungenutzte Dachflächen auf öffentlichen Gebäuden und Gewerbeflächen mit Photovoltaikanlagen zu bebauen: "Dort steckt ein vielfach noch überhaupt nicht genutztes Potenzial." Für die Landwirtschaft sei die Flächensteuerung eine der größten künftigen Herausforderungen, erklärte er. Wenn immer mehr Flächen zu Schutzgebieten erklärt würden oder weniger intensiv genutzt werden dürften, stelle sich die Frage nach der Versorgungssicherheit. "Die Flächenknappheit ist das Thema der nächsten 30 Jahre", sagte Hennies. Dennoch habe die Landwirtschaft bei erneuerbaren Energien "nach wie vor Potenzial".

Im Wendland entsteht auf einem ein Hektar großen Acker bei Lüchow in einem Pilotprojekt die größte deutsche Agro-Photovoltaik-Anlage. Direkt unter den Solarständern, mit deren Hilfe Sonnenenergie gewonnen wird, soll im Frühjahr Schnittlauch angepflanzt werden. Die Pilotanlage soll im Jahr mehr als 700.000 Kilowattstunden Strom produzieren, sie kostet 1,3 Millionen Euro.

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