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Parkplätze vor Garreler Geschäften füllen sich wieder

HGV: Der Einzelhandel kann seine klassischen Stärken wieder ausspielen. Der Vorsitzende sieht die Kaufleute als Bauernopfer der Pandemie.

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HGV-Vorsitzender: Martin Wendeln sieht sich und seine Händlerkollegen als Bauernopfer bei der Pandemiebekämpfung. Foto: Beeken

HGV-Vorsitzender: Martin Wendeln sieht sich und seine Händlerkollegen als Bauernopfer bei der Pandemiebekämpfung. Foto: Beeken

Der Lockdown scheint überstanden: Die Parkstreifen an der Garreler Hauptstraße sind größtenteils belegt, der Einzelhandel hat wieder ohne Test und Termin geöffnet und in der Außengastronomie werden wieder erste kühle Drinks genossen. „Wir mussten uns einen Weg durch die Krise suchen“, weiß Michael Wendeln, Vorsitzender des Handels- und Gewerbevereins.

Und das war in den vergangenen 5 Monaten gar nicht so einfach: Einzelhändler boten Lieferdienste an, in der Gastronomie gab es lediglich Speisen zum Mitnehmen. Michael Wendeln sieht man die Freude über die Lockerungen nur so an: „Wir können endlich wieder das machen, was uns Spaß macht.“ Der persönliche Kontakt zum Kunden und damit verbundene Beratungen gehören wieder zum Berufsalltag. All das, was den lokalen Einzelhandel eben im Vergleich zum umfangreichen Onlinehandel ausmacht.

Und wenn es nach dem HGV-Vorsitzenden geht, hätte der Einzelhandel nie zumachen dürfen. „Sowohl für Handel, als auch für andere Branchen hätte man eine Quadratmeter-Regelung finden können.“ Schließlich habe es keinen erkennbaren Infektionsherd, der eine Schließung begründete, gegeben. „Wir sind das Bauernopfer“, sagt Wendeln.

"Einige Händler laufen in Gefahr, die Krise nicht zu überstehen."Michael Wendeln, HGV-Vorsitzender

Ein Dorn im Auge sind ihm die Grundversorger: „Wenn man dann sieht, dass in einem Lebensmittelgeschäft Bekleidung verkauft wird, fühlt man sich als Handelsvertreter von der Politik nicht gut vertreten. Einige Händler laufen in Gefahr, die Krise nicht zu überstehen, vielleicht auch in Garrel“, sagt Michael Wendeln. Überbrückungsgelder wurden in den vergangenen Monaten gezahlt, jedoch reichen diese gerade einmal, um Fixkosten zu decken.

Kirmes und Freimark fallen auch 2021 aus

Um die Wirtschaft wieder anzukurbeln, waren die HGV-Mitglieder in den letzten Wochen aktiv. Ab Ende des Monats können die beliebten „Garrel schenkt“-Gutscheine unter www.garrel-schenkt.de online erworben werden. Hierfür wurde nun eigens eine Internetseite erstellt.

Die Gutscheine sind mit einer App kompatibel, womit bei den teilnehmenden HGV-Mitgliedern problemlos gezahlt werden kann. Besonders attraktiv sind diese Gutscheine auch für Arbeitgeber, um so ihren Mitarbeitern geldwerte Vorteile zukommen zu lassen.

Sicher ist, dass es in diesem Jahr weder eine Kirmes, noch einen Freimarkt gibt. „Wir werden aber das Infektionsgeschehen weiter verfolgen und eventuell noch verkaufsoffene Sonntage organisieren“, macht der HGV-Vorsitzende Hoffnung. Für das kommende Jahr laufen die Planungen allerdings normal weiter. Dann soll es auch tolle Aktionen in Zusammenhang mit dem Ortsjubiläum geben. Abschließend blickt Michael Wendeln optimistisch in die Zukunft: „Wir haben einen stabilen Mittelstand, der im Großen und Ganzen die Krise gut überlebt hat.“

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