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Offiziell: EWE gibt die Gasumlage ab dem 1. November an die Kunden weiter

Verbraucher, die bislang ihre monatlichen Abschläge an die Energiepreise nicht angepasst haben, müssen dann automatisch höhere Beiträge pro Monat zahlen. Betroffen sollen auch Laufzeitverträge sein.

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Symbolfoto: dpa

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Der regionale Energieversorger EWE mit Sitz in Oldenburg wird – wie bereits angekündigt – die gesetzliche beschlossene Gasumlage an die Kunden erst ab dem 1. November weitergeben. Theoretisch wäre dies auch schon ab dem 1. Oktober möglich. Günstiger wird's für die Kunden allerdings nicht.

Grund für die Verschiebung auf den 1. November sei die Kürze der Zeit gewesen, teilt der Energieversorger mit. Nachdem Mitte August die Höhe der beschlossenen Umlage vom Gesetzgeber veröffentlicht wurde, sei es der EWE nicht mehr möglich gewesen, die Kunden rechtzeitig zu informieren – so wie es gesetzlich vorgeschrieben ist. Die anteilig für Oktober errechnete Umlage wird deshalb auf die Folgemonate verteilt.

Wie bereits berichtet, liegt die staatliche Gasumlage bei 2,419 Cent pro Kilowattstunde. Bei einem Haushalt mit Einfamilienhaus und einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden betragen die Mehrkosten demnach rund 484 Euro im Jahr. Dazu kommt noch die Mehrwertsteuer. Hier liegt aber noch ein gewisser Hoffnungsschimmer für die Verbraucher: Denn es ist geplant, die Mehrwertsteuer für Gas von zurzeit 19 auf 7 Prozent abzusenken. Das ist eine Reaktion auf die teils heftige Kritik an die Bundesregierung, nachdem die Höhe der Gasumlage Mitte August veröffentlicht wurde. 


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Betroffen von der Gasumlage seien nicht nur die Kunden in der Grundversorgung, teilt die EWE mit. Auch Kunden mit Laufzeitverträgen inklusiv Preisgarantien müssen die Umlage tragen. Dazu gehören Produkte wie unter anderem das Zuhause12 und Zuhause24. Die EWE weist aber auch darauf hin, dass es in einigen Fällen (noch) nicht möglich sei, die Gasumlage direkt weiterzugeben. Hier müssten noch rechtliche Punkte durch den Gesetzgeber geklärt werden.

Der Energieversorger hat nun angekündigt, dass bei Kunden, die ihre monatlichen Abschläge noch nicht angepasst haben, die Beiträge jetzt automatisch zum 1. November erhöht werden – und zwar rund um ein Viertel. "Dadurch werden enorme finanzielle Nachforderungen bei der Jahresabrechnung vermieden", begründet EWE-Sprecher Dietmar Bücker.

Die Kunden selbst müssen nicht aktiv werden, indem sie etwa die aktuellen Zählerstände mitteilen. Wer dies dennoch möchte, kann die aktuellen Zählerstände digital unter www.ewe.de/preise mitteilen. Alternativ können Kunden ihren Zählerstand unter Angabe der Kundennummer auch telefonisch unter 0441/8000-1230 durchgeben.

Die jetzige Gasumlage ist zeitlich bis zum 31. März 2024 befristet. Das ist so vom Gesetzgeber vorgesehen. Die EWE weist vorsorglich darauf hin, dass die angekündigte, aber rechtlich noch nicht beschlossene Absenkung der Mehrwertsteuer auf Gas, "selbstverständlich unmittelbar an die Kunden" weitergegeben wird. 

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