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Offener Brief: Höffmann bittet Weil um Hilfe

Die Folgen der Corona-Pandemie treffen die Reisebranche hart. Der Vechtaer Veranstalter Hans Höffmann wendet sich nun in einem Brief und via Facebook an Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil.

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Zur Erinnerung: Vor zwei Jahren war Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) bei Hans Höffmann in Vechta zu Gast. Foto: Archiv

Zur Erinnerung: Vor zwei Jahren war Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) bei Hans Höffmann in Vechta zu Gast. Foto: Archiv

Der Reiseunternehmer Hans Höffmann aus Vechta hat am Mittwoch einen offenen Brief an Niedersachsens Ministerpräsidenten Stephan Weil bei Facebook veröffentlicht. Der 67-jährige Inhaber und Gründer bittet darin um schnellere Hilfen für die Reisebranche in Zeiten der Corona-Krise. "Die Rückzahlungen der geleisteten Anzahlungen unserer Reisegäste sind ein Riesenproblem (...)", heißt es.

Nachdem eine zunächst von der Bundesregierung angestrebte Lösung in Form von Gutscheinen von der Europäischen Kommission abgelehnt wurde, spricht sich Höffmann für die Gründung eines Fonds aus. Der Grund: Viele Gäste wünschten keinen Gutschein. Sie stehen auf dem Standpunkt: "'Nur Bares ist Wahres!'", schreibt Höffmann. Die Fonds-Idee sieht daher vor, dass über einen vom Staat finanzierten Geldtopf die Anzahlungen der Kunden zurückerstattet werden. Damit die Kosten nicht am Steuerzahler hängenbleiben, will die Reisebranche den Fonds innerhalb einer bestimmten Frist wieder auffüllen. Ein Weg, der auch für das Vechtaer Unternehmen akzeptabel sei, versichert Höffmann.

Verkehrsminister Scheuer stellt schnelle Hilfen in Aussicht

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) stellte indes Euro in Aussicht. "Wir wollen den betroffenen Bus-Unternehmen schnell helfen, mit insgesamt 170 Millionen Euro", sagte er laut Mitteilung. "Mit dem Geld können die Unternehmen ihre Fixkosten zum Vorhalten der Busse oder für ihre Vorleistungen decken", erläuterte Scheuer. Die Basis sei ein neues Konjunkturpaket sein.

Unterdessen demonstrierten am Mittwoch mehrere Reiseveranstalter vor dem Kanzleramt in Berlin für mehr staatliche Hilfen. Die großen Verbände der Tourismusbranche forderten zugleich ein Krisentreffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). "Über eine Million Arbeitsplätze sind unverschuldet in Gefahr geraten. Die Rücklagen sind aufgebraucht", hieß es in einer Mitteilung im Namen von sieben Verbänden aus Hotellerie, Gastronomie und Veranstaltern.

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