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Nordwesten mit Zukunft

Thema: Startschuss für LNG-Terminal in Wilhelmshaven – es geht nicht nur um die Unabhängigkeit von Russland. Auch der bessere Klimaschutz und die wirtschaftlichen Perspektiven sind von Bedeutung.

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Der Nordwesten macht sich auf den Weg, bei der Energieversorgung die Zukunftsregion Deutschlands zu werden. Und Wilhelmshaven spielt eine Hauptrolle. Der Startschuss für das Importterminal von Flüssigerdgas (LNG) ist gefallen. Das Vorhaben ist nur ein erster Schritt, bei dem es vorrangig um das schnellstmögliche Ende der enormen Abhängigkeit von russischen Energielieferungen geht.

Aber auch die Aufbereitung von grünem Wasserstoff (der mithilfe von erneuerbaren Energien gewonnen wird) ist am Standort vorgesehen. Das ist ein wichtiger Plan, um die Energiewende voranzubringen. Denn das Ziel ist nicht nur die Versorgungssicherheit, sondern auch der zwingend zu verbessernde Klimaschutz – wofür das LNG übrigens ebenso eine Bedeutung hat.

"Wenn die Deutsche Umwelthilfe gegen den beschleunigten Bau des LNG-Terminals klagt, ist das in diesen Zeiten unangemessen und unethisch."Giorgio Tzimurtas, Reporter

Das blenden Kritiker des in den USA per Fracking gewonnenen Erdgases aus. Aber LNG ist nicht nur für Haushalte nutzbar, sondern zugleich ein Antriebsstoff für Schiffe und Lkw. Es hat eine weitaus geringere Schadstoffbilanz als Diesel – und kann mit Biogas vermengt werden, was den CO2-Ausstoß noch weiter senkt.

Von immer größerer Bedeutung dürfte aber der grüne Wasserstoff als Energieträger werden, für dessen Produktion es in der Nordwestregion weitere vielversprechende Projekte gibt. Nämlich in Lingen und in Friesoythe.

Das ist das große Bild, das im Blick sein muss, bei dem sich auch neue wirtschaftliche Perspektiven eröffnen. Zügiges Handeln ist gefragt, Prioritäten sind zu setzen. Wenn die Deutsche Umwelthilfe gegen den beschleunigten Bau des LNG-Terminals klagt, ist das in diesen Zeiten unangemessen und unethisch.

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