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Niedersachsenpark wächst nachhaltig und dynamisch

Geschäftsführer Uwe Schumacher ist mit der Bilanz für 2020 zufrieden. Das ist gut. Noch besser ist: Auch das laufende Jahr wird der Voraussicht nach ein gutes für das Industrie- und Gewerbegebiet.

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Zufriedene Gesichter: Matthias Meyer (links) und Uwe Schumacher werfen einen optimistischen Blick in die Zukunft des Niedersachsenparks, in dem sich inzwischen 67 Firmen angesiedelt haben. Foto: Lammert

Zufriedene Gesichter: Matthias Meyer (links) und Uwe Schumacher werfen einen optimistischen Blick in die Zukunft des Niedersachsenparks, in dem sich inzwischen 67 Firmen angesiedelt haben. Foto: Lammert

„Der Niedersachsenpark wächst nachhaltig und dynamisch.“ Diese Bilanz haben Uwe Schumacher, Geschäftsführer der Gesellschaft Niedersachsenpark, und Matthias Meyer, Leiter Vertrieb und Marketing, mit Blick zurück auf 2020 und Blick voraus auf das eben begonnene Jahr gezogen. Der Niedersachsenpark ist ein interkommunales Industrie- und Gewerbegebiet auf Neuenkirchen-Vördener und Riester Gebiet.

Immer mehr Unternehmen im Park ließen zudem ihr ressourcenschonendes Bewusstsein in konkrete Entwicklungen münden, lenkte Uwe Schumacher den Blick neben der ökonomischen Bilanz auch auf die ökologische Orientierung zahlreicher Unternehmen. Es gebe zum Beispiel bereits zahlreiche Firmen im Park, die Energie regenerativ erzeugten.

87 Hektar Flächen sind im Gesellschaftseigentum

Die Gesellschaft hat derzeit 87 Hektar der Flächen im Gewerbegebiet im Eigentum. Davon stehen rund 60 Hektar für die Ansiedlung von Unternehmen bereit. Dem standen am Jahresende Schulden in Höhe von 10,3 Millionen Euro gegenüber.

Geplant sind nach Angaben des Geschäftsführers im laufenden Jahr neue Flächenausweisungen sowohl für kleine Betriebe – 6 Hektar rund um die Kaffeerösterei Joliente –, als auch für größere Unternehmen (16 Hektar in Autobahnnähe). Für die Flächen bei Joliente haben die Räte Riestes und Neuenkirchen-Vördens die erforderlichen Bauleitverfahren auf den Weg gebracht.

Insgesamt habe die Gesellschaft seit der Gründung des Niedersachsensparks 104 Hektar an Unternehmen verkauft, davon allein 16 Hektar im vergangenen Jahr. Damit sei 2020 ein äußerst erfolgreiches Jahr gewesen, betonte Uwe Schumacher und verwies auch auf den mit der „Engler Immobilien Gruppe“ aus Herne bisher flächenmäßig größten Einzelvertrag im Niedersachsenpark.

Engler plant im Industrie- und Gewerbegebiet die Stromgewinnung aus regenerativen Quellen. Das Unternehmen hat das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheit- und Energietechnik aus Oberhausen beauftragt, ein entsprechendes Konzept für ihr Großprojekt mit 3 Logistikimmobilien im Niedersachsenpark zu entwickeln.

Die Gebäude mit insgesamt rund 75.000 Quadratmetern Fläche sollen auf rund 50.000 Quadratmetern mit Photovoltaikanlagen ausgestattet werden. Geplant ist, dass der Bau der Engler-Gebäude im kommenden Mai beginnen soll.

70 Hektar Wald in Rieste und Hörsten wurden aufgeforstet

Weitere mögliche Projekte in diesem Jahr sind nach Worten Matthias Meyers das Gewerbe- und Logistikzentrum „Varus Park“ sowie ein Dienstleistungszentrum, das „Niedersachsenpark-Center“.

Erfolgreich beschritten habe die Gesellschaft Niedersachsenpark auch den grünen Weg, ergänzte Uwe Schumacher.Sie forstete 70 Hektar Wald auf Riester und Hörsterner  Gebiet auf und ließ 10 Hektar Blühwiesen anlegen. Ressourcenschonung zeige sich auch durch kurze Wege: „Sand, der im Park benötigt wird, wird auch hier abgebaut.“

Die Region profitiere aber nicht nur vom nachhaltigen Handeln, sondern auch vom Niedersachsenpark als Hauptarbeitsplatzentwickler: 3000 Arbeitsplätze seien hier mittlerweile entstanden, darunter allein 400, die 2020 geschaffen und gesichert worden seien, sagte Uwe Schumacher.

Der größte Arbeitgeber sei weiterhin mit etwa 1200 Arbeitsplätzen Adidas. Auf Platz 2 folge die Grimme-Gruppe. Sie beschäftigt nach Angaben ihres Marketingleiters Jürgen Feld etwa 250 Mitarbeiter in ihren beiden Werken im Niedersachsenpark.

Im Niedersachsenpark sind 67 Firmen ansässig

Über 10 000 Menschen lebten mittlerweile vom Industrie- und Gewerbegebiet. Möglich sei das alles nicht zuletzt durch ein lösungsorientiertes und schnelles Management, wie Investoren immer wieder bestätigten, sagte Matthias Meyer.

Auch die 4 am Niedersachsenpark beteiligten Kommunen – neben Neuenkirchen-Vörden und Rieste sind es Damme sowie die Samtgemeinde Bersenbrück – profitierten vom Gewerbegebiet.

Bislang seien mehr als 25 Millionen Euro an Steuereinnahmen direkt und indirekt geflossen, rechnete der Geschäftsführer vor. Das bedeute erhebliche steuerliche Vorteile für sie. Weitere Profiteure seien die Bevölkerung und viele kleinere Firmen der Region. Für sie seien die Betriebe des Niedersachsenparks zu wichtigen Partnern geworden.

Der Erfolg wirke sich deutlich messbar auf das Umfeld aus, sagte der Geschäftsführer weiter. An Investitionen insgesamt seien seit dessen Eröffnung rund 500 Millionen Euro in das Industrie- und Gewerbegebiet geflossen.

Aktuell seien 67 Firmen im Park ansässig. Uwe Schumacher rechnet auch für die kommenden Jahre mit einer dynamischen Weiterentwicklung: „Der Park wächst nachhaltig und dynamisch gemeinsam mit der Region und für die Region.“

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