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Neuer Windpark bei Beverbruch geplant

Die "VR-Bürger-Windpark in Südoldenburg" will 4 Windräder nördlich der Beverbrucher Straße installieren. Die Einwohner der Gemeinde Garrel können sich daran beteiligen.

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Strom aus der Natur: 6 Megawatt soll der neue Windpark liefern. Foto: Thomas Vorwerk

Strom aus der Natur: 6 Megawatt soll der neue Windpark liefern. Foto: Thomas Vorwerk

Einen weiteren Windpark plant die "VR Bürger-Windpark in Südoldenburg" in der Gemeinde Garrel. Als  Standort wurde eine Fläche nördlich der Beverbrucher Straße und westlich des Ortes Beverbruch ausgemacht. 4 Windräder sollen sich dort in wenigen Jahren drehen. Vielleicht können aber auch nur 3 gebaut werden, denn eine dort geplante Stromtrasse erfordert Sicherheitsabstände.

Klar ist, dass das Projekt wieder unter der Beteiligung der Bürger realisiert wird. Nur so ist eine Akzeptanz zu schaffen und zudem habe man mit diesem Modell gute Erfahrungen gemacht, meinten die Geschäftsführer Christoph Gravel und Andreas Wegmann bei einem Pressetermin. Die bereits 11 vorhandenen Turbinen an den Standorten Rote Erde und Thüler Straße hätten eine durchschnittliche Jahresleistung von 75.000.000 Kilowattstunden. An die 533 beteiligten Bürger wurden in den vergangenen 3 Jahren 3,7 Millionen Euro ausgeschüttet und an die Flächeneigentümer im selben Zeitraum 1,4 Millionen Euro. An Gewerbesteuer wurden 650.000 Euro im Garreler Rathaus abgegeben. "Ein Großteil der Wertschöpfung bleibt vor Ort", führt Bankvorstand Rainer Herbers ein weiteres Argument für die Bürgerbeteiligung ins Feld.

18 Millionen Ausschüttung in 20 Jahren erwartet

Für den neuen Park mit 4 Anlagen wird eine Ausschüttung über einen Zeitraum von 20 Jahren von rund 18 Millionen Euro erwartet. Beteiligen können sich ausschließlich Einwohner der Gemeinde Garrel. Der kleinste Anteil, den man wird zeichnen können, soll bei 2000 Euro liegen. Die Maximalsumme hängt am Ende davon ab, wie viele Personen in das Vorhaben einsteigen. Bei dem bestehenden Park lag das Limit seinerzeit bei 34.000 Euro.

Schon vor 10 Jahren wurde die Fläche bei Beverbruch untersucht, doch damals war die Akzeptanz noch nicht so groß wie heute und man nahm Abstand davon. Auf die Potenzialstudie stützt man sich auch heute "und wir gehen davon aus, dass die Planung Bestand haben wird", so Herbers. Mit den Flächeneigentümern sind die Nutzungsverträge bereits abgeschlossen.

Die erforderlichen Abstände zu einzelnen Wohnhäusern und Siedlungen können an dieser Stelle problemlos eingehalten werden. Auch der Schattenwurf durch die Rotoren wird laut Gravel für die Anwohner kein Problem sein. Zu den kritischen Zeiten wird die Anlage automatisch abgeschaltet. Die Nabenhöhe wird 120 Meter betragen und die Flügellänge 80 Meter.

32 bis 35 Millionen werden investiert

Stand heute wird die Gesamtinvestition bei 32 bis 35 Millionen Euro liegen. Gut ein Viertel davon sollen die Investoren aufbringen, der Rest wird finanziert. Start könnte, wenn alle Hand in Hand arbeiten, schon 2024 sein, meint Herbers, der die reine Bauzeit mit etwa einem halben Jahr veranschlagt.

Die Planer hoffen, im Gespräch mit der Tennet eine Verlegung der dort eingezeichneten Stromtrasse um einige Meter zu erreichen. Ohne diese Änderung sind nur 3 Anlagen möglich. In den Unterlagen des Netzbetreibers sind die Masten aber exakt festgelegt, wie auf einer Infoveranstaltung am Donnerstag in Beverbruch erklärt wurde. Dort sagte eine Sprecherin des Unternehmens, dass man aber mit der Bank im Gespräch sei. In Garrel erkennt man diesen Dialog nicht. Seit Monaten wartet man dort auf Antworten.

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