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Neuer Markt in Vörden: Ein wichtiger Schritt ist getan

Neuenkirchen-Vördens Gemeinderat ändert den Flächennutzungsplan. Es ist die Grundlage, um an der Lindenstraße einen Lebensmittelmarkt anzusiedeln.

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Mehr Einkaufsmöglichkeiten: Der Rat hat mit der Änderung des Flächennutzungsplanes für ein Areal in Vörden einen weiteren Schritt für einen neuen Lebensmittelmarkt getan.  Foto: dpa / Büttner

Mehr Einkaufsmöglichkeiten: Der Rat hat mit der Änderung des Flächennutzungsplanes für ein Areal in Vörden einen weiteren Schritt für einen neuen Lebensmittelmarkt getan.  Foto: dpa / Büttner

Für den Einkaufsstandort Vörden war es ein bedeutendes Votum: Der Gemeinderat hat bei seiner Sitzung im Saal der Gastwirtschaft Zum schwarzen Roß den nächsten Schritt für die Ansiedlung eines neuen großflächigen Einzelhandels eröffnet. Er stimmte für die Änderung des Flächennutzungsplanes für ein Areal östlich der Lindenstraße auf Höhe des Ortsausgangs. Bislang ist der Bereich noch als Wohnbaufläche ausgewiesen.

Bürgermeister Ansgar Brockmann (CDU) verwies darauf, dass nun der Landkreis Vechta drei Monate Zeit für die Genehmigung oder die Ablehnung der Änderung habe. Parallel dazu werde die Verwaltung den Bebauungsplan vorbereiten. Über den sollen die zuständigen Ratsgremien Anfang 2021 beraten.

Mit großer Mehrheit hat der Rat der Neufassung der Straßenausbaubeitragssatzung zugestimmt. Sie sieht beim Straßenausbau eine geringere Beteiligung der Grundstücksanlieger als bisher vor. Außerdem werden sie in Zukunft auch von eventuellen Fördermitteln profitieren. Die Fördermittel dürfen die Kommunen inzwischen auch auf den von den Privateigentümern aufzubringenden Anteil anrechnen.

Fehrmann scheitert mit Antrag zu Straßenaubaubeiträgen

Gewehrt hatte sich gegen eine Abstimmung über diesen Punkt der IGNV-Vertreter Heinz Fehrmann. Er hatte weiteren Beratungsbedarf in den Fraktionen gesehen. Denn einige Grundstückseigentümer würden durch die Neufassung der Satzung mehr entlastet als andere. Allerdings bekam der Ratsherr für seinen Antrag keine Mehrheit.

Möglich ist es jetzt, auf der Fläche der ehemaligen Viehverwertung Oevermann an der Landesstraße nach Bersenbrück auch Gewerbebetriebe und ein Hotel beziehungsweise eine Pension zu bauen. Der Rat änderte den Bebauungsplan „Alfhausener Straße“ entsprechend.

Ferner schoben die Politiker eine für Nellinghof wichtige Außenbereichssatzung an. Sie soll den Bau von acht bis neun Wohnhäusern an der Straße Dreuge Mesk ermöglichen. Erlaubt sein sollen eingeschossige Wohnhäuser mit maximal zwei Wohnungen.

Verwaltung soll Nellinghofer Außenbereichssatzung öffentlich auslegen

Der Rat beauftragte die Verwaltung, den Satzungsentwurf öffentlich auszulegen und die Träger der öffentlichen Belange wie Behörden um ihre Stellungnahmen zu bitten. Nach Worten des Bürgermeisters soll der Rat die Satzung möglichst im nächsten Frühjahr beschließen. Dann soll auch die Erschließung beginnen.

Einigkeit herrschte im Rat, beim Amt für regionale Landentwicklung zu beantragen, Vörden drei Jahre länger im Dorferneuerungsprogramm zu belassen. Es gebe noch mehrere Projekte wie etwa die Sanierung der Friedhofskapelle, bei der eine öffentliche Förderung wünschenswert sei, sagte Bauamtsleiter Jürgen Rolfsen.

Bernhard Wessel (CDU) ergänzte, von einer Verlängerung profitierten auch Privatpersonen. Denn auch sie könnten Fördermittel erhalten. Günter Plohr (SPD) konstatierte, Vörden habe sich auch Dank der Dorferneuerungsmittel in den vergangenen Jahren ausgesprochen gut entwickelt.

Marcel Depeweg wird Gemeindebrandmeister

Jeweils einstimmig ernannt hat der Rat Marcel Depeweg zum neuen Gemeindebrandmeister und Ralf Bürger zum stellvertretenden Gemeindebrandmeister. Sie sind ab dem 1. Dezember die Nachfolger Friedrich Dortelmanns beziehungsweise Arnim Umlands.

Die Amtszeiten dauern 6 beziehungsweise zweieinhalb Jahre. Ralf Bürger muss aus Altersgründen am 28. Februar 2023 aus dem Amt ausscheiden.

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